Du wachst auf und riechst muffig — unter dem Bett hat sich Feuchtigkeit gesammelt. Das ist nicht nur unangenehm, es kann teuer werden: Schimmelbefall kostet Zeit, Nerven und oft Reparaturen durch den Vermieter.
Ich habe das selbst erlebt: Ein kalter Winter, getrocknete Wäsche in der Wohnung und plötzlich Flecken unterm Bett. Lies weiter, weil ich dir zeige, wann Zeitungspapier hilft, wie du es richtig nutzt und welche dauerhaften Lösungen tatsächlich funktionieren.
Warum das Papier manchmal hilft — und warum das nicht reicht
Zeitungspapier wirkt ganz simpel: Es saugt Feuchtigkeit wie ein provisorischer Schwamm. Kurzfristig kann das helfen, wenn du schnell handeln musst.
Aber Papier hat Grenzen: Wenn es nass wird, bleibt die Feuchtigkeit darunter – das schafft ideale Bedingungen für Schimmel.
- Pro: kostenlos oder billig, leicht verfügbar in Deutschland (Supermarkt, Tanke, Kiosk).
- Kontra: Druckfarbe kann abfärben, Papier zerfällt, bei längerer Feuchte fördert es Schimmel.
- Fazit: Zeitung ist eine Notlösung, keine dauerhafte Lösung.
Wie es funktioniert — bildlich erklärt
Stell dir Zeitungspapier wie einen alten Küchenlappen vor: Es nimmt Wasser auf, bis es gesättigt ist. Danach wird es zum Problem. Papier ist also eher wie ein Einweg-Kaffeefilter, der irgendwann gewechselt werden muss.
Schnelle Notlösung: So legst du Zeitung unterm Bett richtig
Wenn du es jetzt sofort lösen musst — so mache ich es in der Praxis:

- Lege mehrere Lagen Zeitung locker aus, nicht gepresst.
- Ziehe die Zeitung nach 24–48 Stunden raus und prüfe: ist sie feucht? Dann weg damit.
- Vermeide direkten Kontakt zu Matratzen oder Polstern wegen Farbflecken.
Wichtig: Bei sichtbarem Schimmel nicht nur Zeitung legen — dann ist eine Reinigung nötig.
Praktischer DIY-Hack: Salz-Austrockner, den ich immer nutze
Wenn du etwas Robusters als Zeitung willst, probiere diesen einfachen Salz-Hack (kostet kaum was, z. B. Steinsalz aus dem Supermarkt):
- Besorge grobes Speisesalz (1–3 kg aus Aldi/Lidl).
- Fülle Salz in ein altes Stoffbeutelchen oder in eine alte Strumpfhose.
- Lege mehrere Beutel verteilt unterm Bett — Salz zieht Feuchtigkeit an und hält länger als Papier.
- Wechsel das Salz, wenn es klumpig oder feucht wird (alle 2–6 Wochen, je nach Feuchte).
Schritt-für-Schritt: DIY Salz-Austrockner
1) Nimm ein sauberes Schraubglas oder eine kleine Plastikbox mit Deckel.
2) Bohre mehrere Löcher in den Deckel oder schneide Schlitze.
3) Fülle das Glas mit grobem Salz, stelle es unterm Bett.
4) Kontrolliere mit einem Hygrometer (gibt es bei Rossmann, DM, Lidl ab ~10–20 €) die Luftfeuchte.

Dauerhafte Lösungen, die wirklich funktionieren
Paper ist nur kurz gut. Für langfristigen Schutz brauchst du drei Hebel: lüften, isolieren, Feuchtigkeit absaugen.
- Stoßlüften: 3× täglich für 5–10 Minuten — im Winter lieber kurz und kräftig (Querlüften).
- Wäsche draußen trocknen oder in einem Abzug/Waschraum — Trocknen in der Wohnung erhöht die Luftfeuchte massiv.
- Feuchtigkeitsabsorber kaufen: Granulat-Beutel oder elektronische Luftentfeuchter (bei Obi, Hornbach, MediaMarkt).
- Wände prüfen: Kalte Außenwände + schlechte Dämmung führen zu Kondenswasser — Vermieter informieren.
Welcher Entfeuchter für welche Situation?
- Kleiner Raum (Schlafzimmer): Granulat-Beutel oder kleine Kartuschen (ab ~5–15 € bei DM/Rossmann).
- Starke Feuchte/Schimmel: Elektrischer Luftentfeuchter (leistungsstark, 100–300 €) oder Bautrockner (bei hartnäckigem Problem mieten).
- Kurzfristig und günstig: Salzbeutel oder Silikagel-Beutel (wiederverwendbar nach Trocknen).
Mein 7-Tage-Plan gegen muffige Luft
Als ich das erste Mal Schimmel roch, habe ich so gehandelt — das kannst du 1:1 übernehmen:
- Tag 1: Papier/Salz unter Bett legen, betroffene Stelle lüften, Hygrometer aufstellen.
- Tag 2–3: Alles täglich kontrollieren, Salzbeutel wechseln wenn klumpig.
- Tag 4: Wenn keine Besserung — elektrischen Luftentfeuchter an, Wände kontrollieren.
- Tag 5–7: Bei sichtbarem Schimmel Vermieter informieren oder Fachfirma kontaktieren.
Was du vermeiden solltest — echt wichtig
- Keinen Schimmel mit Erfolg ignorieren — er kann die Gesundheit schädigen.
- Keine Farbe oder Chemie ohne Schutz verwenden; bei großflächigem Befall Profi rufen.
- Keine nassen Materialien unter dem Bett lassen — das ist die Hauptursache.
Kurze Checkliste für den Alltag
- Hygrometer: 40–60 % relative Luftfeuchte anstreben.
- Stoßlüften statt Fenster dauerhaft kippen lassen.
- Wäsche nicht in Wohnräumen trocknen.
- Salz- oder Silikabeutel als Zwischenschritt, Entfeuchter bei Dauerproblem.
By the way, in Deutschland gibt es günstige Lösungen in jedem Drogeriemarkt — aber manchmal muss der Vermieter ran, wenn die Ursache baulich ist.
Ich war erleichtert, als meine Mischung aus Hygrometer, Salzbeuteln und richtigem Lüften das Problem in den Griff bekam. Es fühlt sich besser an, wenn man aktiv wird statt nur zu hoffen.
Was hat bei dir geholfen — hast du Zeitung ausprobiert oder schwörst du auf einen elektrischen Entfeuchter? Schreib es in die Kommentare, ich bin gespannt auf deine Erfahrungen.









