Dein Schlafzimmer riecht nach muffig, der Fußboden ist eiskalt und die Heizkosten steigen wieder? Schimmel unterm Bett ist kein Luxusproblem — es passiert in vielen deutschen Altbauten und Neubau-Ecken gleichermaßen. Lies das jetzt, denn mit wenigen Handgriffen kannst Du Feuchtigkeit reduzieren, ohne sofort die Heizung aufzudrehen.
Warum Zeitungspapier oft hilft (und was die meisten falsch machen)
Ich habe bemerkt, dass Zeitungspapier Feuchtigkeit aufsaugt und gleichzeitig eine dünne Isolationsschicht bildet. Japaner nutzen diese einfache Methode seit Jahrzehnten in engen Wohnungen.
Doch Vorsicht: falsch angewendet wird aus Helfer schnell ein Problem. Papier, das dauerhaft nass bleibt, fördert Schimmel statt ihn zu verhindern.
Wann das Zeitungstrickchen sinnvoll ist
- In unbeheizten Schlafzimmern oder in Ecken mit kaltem Fußboden (typisch für Altbau in Deutschland).
- Wenn Kondenswasser an Fensterbänken und unter Betten auftritt.
- Als kurzfristige, kostengünstige Maßnahme bis zur dauerhaften Sanierung.
Wie Du es richtig machst — Schritt-für-Schritt
In meiner Praxis habe ich das oft getestet. So machst Du es sauber und sicher:

- Sammle alte Zeitungseiten (keine Glanzmagazine).
- Materialien: Zeitung, luftige Kiste oder perforierte Bodenplatte, Backblech oder dünne Pappe, Gummihandschuhe.
- Ort: nur auf trockenem Holzboden, nie direkt an Steckdosen oder Heizgeräten.
Wöchentlich austauschen ist die wichtigste Regel — so vermeidest Du, dass das Papier selbst zur Schimmelquelle wird.
- Schritt 1: Falte die Zeitung zu handlichen Lagen (je 4–6 Seiten).
- Schritt 2: Lege die Lagen in eine flache, perforierte Kiste oder auf ein Backblech mit Löchern — so bleibt Luftkontakt.
- Schritt 3: Platziere die Kiste unter dem Bettrand, nicht mittig unter der Matratze. Luftzirkulation frei halten.
- Schritt 4: Kontrolliere einmal pro Woche: dunkle Flecken oder muffiger Geruch = sofort erneuern.
Warum das funktioniert — kurz und bildhaft
Stell Dir Zeitungspapier wie einen groben Schwamm vor, der erst Feuchtigkeit anhält und dann wieder abgibt, wenn gelüftet wird. In kleineren Wohnungen wirkt es wie ein primitiver Luftentfeuchter.
Die Risiken — ehrlich und knapp
- Ink-Transfer: Schwarze Druckerschwärze kann auf helle Teppiche oder Holzböden abfärben.
- Feuchtes Papier, das nicht getauscht wird, fördert Schimmelwachstum.
- Feuergefahr: Papier ist brennbar — Abstand zu elektrischen Geräten einhalten.
Aber es gibt einen Haken: das ist keine Dauerlösung. Wenn Du ständige Feuchte hast, brauchst Du professionelle Abdichtung oder bessere Dämmung.
Smarte Alternativen aus deutschen Läden
Wenn Du etwas langlebigeres willst, findest Du in Deutschland günstige Alternativen:

- Feuchtigkeitsabsorber aus Drogerie (dm, Rossmann) — ca. 3–10 € pro Stück.
- Silikagel-Beutel (Baumarkt, Bauhaus) für geschlossene Kästen.
- Wasseranziehende Granulate (z. B. für Schränke) oder Korkmatten als leichte Dämmung.
- Perforierte Pappe oder Wellpappe statt lose Zeitung: weniger Verschmutzung.
Extra-Trick: Zeitung clever kombinieren (mein Lieblings-Hack)
Und jetzt zum spannendsten Teil: So verlängerst Du die Wirkung ohne mehr Aufwand.
- Lege ein dünnes, gelochtes Plastik-Tablett unter die Zeitungslagen. Flüssigkeit kann so abtropfen und das Papier bleibt weniger nass.
- Stelle eine kleine Schale mit Salz oder Backpulver daneben — das neutralisiert Gerüche.
- Optimale Routine: Zeitung unter der Woche, am Wochenende lüften und Papier erneuern.
Checkliste — Was Du sofort tun solltest
- Suche die feuchtesten Stellen unter dem Bett.
- Lege gefaltete Zeitungen auf ein perforiertes Tablett.
- Kontrolliere und erneuere wöchentlich.
- Wenn Geruch oder dunkle Flecken entstehen: sofort aufhören und Profi rufen.
Übrigens, in vielen deutschen Haushalten lohnt sich eine kleine Investition: ein simples Feuchtigkeitsmessgerät (ab ~10 €) zeigt Dir, wann’s ernst wird — spart Nerven und teure Sanierung.
Kurz gesagt: Zeitung unterm Bett kann schnell helfen — aber nur, wenn Du aktiv bleibst. Es ist die günstige Soforthilfe, nicht das Ende der Geschichte.
Hast Du das schon probiert oder eine bessere Low-Budget-Lösung? Teile Deine Erfahrung — ich bin neugierig, welche Tricks in deutschen Wohnungen wirklich funktionieren.









