Zeitungspapier unter die Zimmerpflanze: Der alte Gärtnertrick gegen Staunässe

Deine Lieblingspflanze steht wieder im Wasser und die Blätter werden gelb? Das ist kein kleines Ärgernis – Wurzelfäule kann eine Pflanze binnen Wochen töten. Lies weiter, weil ich dir einen einfachen, sofort anwendbaren Trick zeige, den ich selbst getestet habe und der in deutschen Wohnungen oft schneller hilft als ein Baumarkt-Trip.

Warum Staunässe so heimtückisch ist

Zu viel Wasser = zu wenig Sauerstoff an den Wurzeln. Pflanzen ersticken langsam, die Erde riecht muffig, und du denkst, alles sei Dünger oder Lichtproblem.

Viele übersehen, dass das Problem oft am Untersetzer oder am fehlenden Luftaustausch im Topf liegt – nicht an der Sorte der Pflanze.

Warum Zeitungspapier wirklich helfen kann

Ich habe bemerkt, dass Zeitungspapier wie ein einfacher Kaffeefilter arbeitet: Es saugt überschüssiges Wasser auf, hält die oberste Erdschicht an Ort und Stelle und lässt gleichzeitig Luft um die Wurzeln zirkulieren.

In meiner Praxis in der Wohnung funktioniert das so gut, weil es sofort verfügbar und kostenlos ist – perfekt für den Notfall am Wochenende, wenn Hornbach oder OBI geschlossen sind.

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Wie das physikalisch funktioniert

  • Das Papier nimmt stehendes Wasser energetisch auf (Kapillarwirkung).
  • Es verhindert, dass feine Erde in den Abfluss des Topfes gespült wird.
  • Es verrottet langsam und verbessert auf Dauer die Bodenstruktur, ohne Chemikalien (bei normaler Zeitungspresse).

Sofort-Hack: Zeitungspapier gegen Staunässe (2 Szenarien)

1) Präventiv beim Umtopfen (beste Option)

  • Lege einen oder zwei gefaltete Zeitungslagen über das Abflussloch.
  • Darauf etwas Kies oder Tongranulat (1–2 cm), dann Erde einfüllen.
  • Vorteil: Kein Erdauswaschen, bessere Drainage – kostet nichts extra.

2) Notfall: Pflanze steht im Wasser

  • Stelle die Pflanze aus dem Untersetzer, kippe überschüssiges Wasser weg.
  • Lege ein trockenes, dickes Blatt Zeitungspapier in den Untersetzer oder unter den Topf, es saugt das Restwasser auf.
  • Falls der Topf wasserdicht ist: Topf leicht kippen und anheben, damit Wasser ablaufen kann; Zeitung an die feuchte Stelle pressen.

Wichtig: Das ist kein Ersatz für Drainagelöcher. Bei dauerhaftem Problem musst du umtopfen oder Tonkügelchen benutzen.

Welche Papierarten und Druckfarben sind okay?

Benutze klassische Tageszeitungen, keine Hochglanzmagazine. Die meisten Zeitungen in Deutschland nutzen heute ungiftige Druckfarben; trotzdem gilt: keine bunte Werbebeilagen an die Wurzeln bringen.

Fehler, die ich gemacht habe (und du vermeiden kannst)

  • Zu dicker Zeitungsklotz im Topf: Hält zu viel Feuchtigkeit – die Wurzeln stehen wieder nass.
  • Glänzendes Papier verwendet: Chemikalien können die Bodenbiologie stören.
  • Nur Zeitungspapier ohne Luftpolster: Bei großen Töpfen lieber Tonkügelchen ergänzen.

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Was in Deutschland besonders wichtig ist

Unsere Wohnungen sind im Winter oft trocken, im Sommer feucht bei geschlossenen Fenstern nach Regentagen. In Städten wie Berlin oder Hamburg sammeln sich Pflanzen schnell Staunässe im Kellerfensterbrett oder auf dem Balkon nach Gewittern.

Übrigens: Für 5–6 Euro bekommst du im Baumarkt (z. B. OBI, Hornbach) 5 Liter Tongranulat – eine gute Ergänzung zur Zeitungslage.

Praktische 5-Minuten-Anleitung: So machst du es jetzt

  1. Topf aus dem Untersetzer heben und überschüssiges Wasser weggießen.
  2. Untersetzer mit 1–2 Lagen trockenem Zeitungspapier auslegen.
  3. Wenn möglich: Einen Zeitungsschnipsel flach über das Abflussloch legen (beim Umtopfen).
  4. Topf zurückstellen, nicht mehr nachgießen für 3–7 Tage und beobachten.
  5. Bei bleibender Nässe: Umtopfen in frische, lockere Erde + Tonkügelchen.

Tipps, die ich im Alltag gelernt habe

  • Stelle Pflanzen auf Untersetzer mit einem Tuch darüber – das saugt, ohne den Topf ständig nass zu halten.
  • Verwende Zeitungspapier nur kurzfristig; langfristig hilft richtiges Substrat mehr.
  • Für Sukkulenten und Kakteen ist Zeitung weniger geeignet – hier gilt: Kies und Löcher.

Ich war überrascht, wie oft dieser simple Trick in meiner Wohnung half, eine Woche zu überbrücken, bis ich Zeit zum Umtopfen hatte. Gleichzeitig habe ich Pflanzen verloren, wenn ich darauf vertraute, dass Papier alle Probleme löst.

Fazit: Zeitungspapier ist ein schneller, kostengünstiger Notfallhelfer gegen Staunässe – ideal für das deutsche Stadtleben mit spontanem Regen und vollen Terminkalendern. Langfristig brauchst du aber echte Drainage und passende Erde.

Hast du diesen Trick schon ausprobiert? Welche Zeitung benutzt du – oder hast du einen anderen Alltags-Hack gegen nasse Töpfe? Teile deine Erfahrung unten.

Efrat Wienberg
Efrat Wienberg

Hallo, ich bin Efrat 👋
KI-Texter, Content-Coach & zertifizierter Content-Spezialist (Hubspot sagt es 😉)
Fließend Englisch, Hebräisch ... und menschlich.
Ich helfe Marken, wie Menschen zu klingen - und Menschen verkaufen mehr mit Worten.
Durch Storytelling, UX Writing und Conversion-driven Content unterstütze ich globale und lokale Marken dabei, Inhalte zu erstellen, die sich wie sie anfühlen — und landen.

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