Fenster, die nach dem Putzen noch streifig sind — kennst du das? Ich habe es satt, mikrofasernächste Fusseln und Schlieren zu entfernen, bis die Fenster wieder aussehen wie nach einer Reinigungs-Katastrophe.
Deshalb habe ich Zeitungspapier ausprobiert — nicht als Nostalgie, sondern als ernsthafte Methode. Lies weiter, wenn du heute Nachmittag Licht ins Dunkel bringen willst: schneller, günstiger und mit einem Ergebnis, das überrascht.
Warum viele Tücher einfach versagen
Ich habe beobachtet, dass moderne Tücher oft die falsche Erwartung wecken: Sie fühlen sich sauber an, hinterlassen aber Öl- oder Putzmittelreste.
Typische Gründe für Streifen:
- Zu viel Reinigungsmittel: bildet einen dünnen Film.
- Tücher mit Weichspüler oder Rückständen.
- Schnelles Trocknen in Sonne oder bei Frost – das Wasser verdunstet ungleichmäßig.

Warum Zeitungspapier anders funktioniert
In meiner Praxis fiel mir auf: Zeitungspapier poliert das Glas wie ein Lederlappen. Die Struktur nimmt feine Reste auf, statt sie zu verteilen.
Vergleich: Denk an einen Kaffeefilter — er hält Partikel zurück, statt sie wieder herumzuschubsen. So ähnlich arbeitet das Papier mit Schmutz und Reinigungsmittel.
Was du beachten musst
- Keine Hochglanz-Magazine verwenden — die Tinte verschmiert leichter.
- Alte lokale Zeitungen sind ideal; die Druckfarbe ist meist wasserlöslich.
- Bei weißen Fensterrahmen vorher testen: bei sehr frischer, dunkler Druckfarbe kann es abfärben.
Schritt-für-Schritt: Meine Methode für streifenfreie Fenster
Ich gebe dir das genaue Vorgehen, wie ich es in Berliner Altbaufenstern bis zur Dachterrasse getestet habe.
- Materialien bereitstellen:
- Alte Zeitung (BILD, Süddeutsche, lokale Wochenzeitung — was du zuhause hast).
- Sprühflasche mit Reinigungsmischung (siehe Rezept unten).
- Eimer mit warmem Wasser und evtl. einen weichen Schwamm.
- Rezept für die Mischung: 1 Liter warmes Wasser + 2 EL weißen Haushaltsessig + 1 Tropfen Spülmittel. In Deutschland bekommst du weißen Essig günstig bei dm oder Rossmann.
- Vorreinigung: Groben Schmutz mit Schwamm und Wasser entfernen (Fensterrahmen besonders im Winter — Streusalz!).
- Spray auf Glas, nicht auf Rahmen. Kurz einwirken lassen (10–20 Sekunden).
- Mit crumpled (zerknülltem) Zeitungspapier in kreisenden Bewegungen wischen — dann mit frischem Zeitungspapier vertikal polieren.
- Bei großen Flächen teile das Glas in Abschnitte (oben links, oben rechts usw.) — so trocknet nichts ungleich.
Ein Life-Hack, den kaum jemand nutzt
Wenn du polierst, mache nach dem ersten Durchgang einen ganz schnellen Finish mit einem frischen Stück Zeitung — das ist der Moment, der den Unterschied macht. Keine kräftigen Bewegungen, nur sanfter Druck.
Fehler, die du vermeiden solltest
- Fenster in direkter Sonne putzen — das Wasser trocknet unregelmäßig und macht Streifen.
- Zu viel Spülmittel verwenden — es hinterlässt Film.
- Neue, feuchte Zeitung nutzen — sie reißt leichter. Lieber antrocknen lassen.

Lokale Tipps für Deutschland
In deutschen Städten gibt es viele Quellen für altes Papier: Familienzeitungen, lokale Anzeigenblätter oder die Wochenzeitung von der Eck-Kiosk. In Supermärkten wie Rewe oder bei den Drogerieketten findest du günstigen Haushaltsessig und Sprühflaschen.
Und noch ein praktischer Hinweis: Putze Fenster lieber an bewölkten Tagen — das hat sich bei mir besonders in den kalten, trockenen Monaten bewährt.
Kurz und praktisch: Checkliste vor dem Putzen
- Alte Zeitung bereitgelegt (keine Farbmagazine).
- Rezept gemischt (Wasser, Essig, Tropfen Spülmittel).
- Bewölkter Tag oder schattige Zeit gewählt.
- Test an einer kleinen Stelle (Rahmen prüfen).
Ich war überrascht, wie oft Gäste das Wort „glasklar“ fallen ließen — ohne zu wissen, dass die Geheimwaffe ein altes Exemplar der Lokalzeitung war. Das Ergebnis fühlt sich an wie ein poliertes Auto, nur viel günstiger.
Probier es aus: Du brauchst keine Profi-Ausrüstung, nur ein bisschen Zeit und Geduld.
Was ist deine Erfahrung — hast du Zeitungspapier schon ausprobiert oder schwörst du auf ein anderes Hausmittel? Schreib’s in die Kommentare.









