Zeitungspapier in feuchten Schränken: Das funktioniert besser als Silicagel

Schimmelgeruch in deiner Lieblingsjacke? Feuchte Schränke machen Kleidung muffig, Leder spröde und können sogar Schimmel fördern. Jetzt, wo die Heizsaison beginnt und die Außentemperaturen schwanken, musst du das sofort in den Griff kriegen. Ich habe ein paar Tests im Alltag gemacht — und Zeitungspapier hat mich überrascht.

Warum das bisherige Mittel oft nicht funktioniert

Viele kaufen kleine Silicagel-Tütchen bei DM oder online und kleben sie achtlos in Schubladen. Klingt gut — aber in der Praxis fehlen oft Fläche und Austauschfrequenz.

  • Silicagel braucht Kontaktfläche und muss für viel Luftvolumen viele Beutel haben.
  • Die kleinen Tütchen trocknen punktuell, nicht über größere Flächen.
  • Ein Pack kostet in der Drogerie schnell 3–10 €; bei mehreren Schränken summiert sich das.

Ich habe bemerkt…

In meiner Praxis als Heim-Tester fiel mir auf: Zeitungspapier nimmt Feuchtigkeit schnell auf, verteilt sich großflächig und kostet fast nichts. Es ist kein Messlabor-Ergebnis, aber über Wochen sichtbar wirksam — vor allem bei regelmäßigem Wechsel.

Warum Zeitungspapier so gut funktioniert

Denke an Zeitungspapier wie an einen Schwamm mit hoher Oberfläche: Es saugt Feuchtigkeit und verteilt sie entlang der Fasern. Es schafft Flächenkontakt, nicht nur punktuelle Aufnahme wie kleine Silicagel-Beutel.

  • Große Oberfläche – mehr Kontakt zur Luft.
  • Sehr günstig oder gratis (Kiosk, Nachbarn, alte Regionalzeitung).
  • Einfach zu formen: in Schuhen, zwischen Pullovern oder unter Regalböden.

Ein Bild, das hilft

Stell es dir so vor: Zeitungspapier funktioniert wie ein Kaffeefilter – es fängt Feuchtigkeit ein, verteilt sie und lässt die Luft trockener wirken. Nicht spektakulär, aber sehr praktisch.

Zeitungspapier in feuchten Schränken: Das funktioniert besser als Silicagel - image 1

Konkrete Anleitungen: So setzt du Zeitungspapier richtig ein

And now for the most interesting part: ein einfaches System, das ich ausprobiert habe und das in meinem Kleiderschrank gut funktioniert.

  • Was du brauchst: alte Zeitung, Schere, dünne Pappe oder Backpapier, optional eine kleine Schale mit Natron (Backpulver) für Geruch.
  • Wie oft wechseln: alle 7–14 Tage im feuchten Herbst/Frühjahr. Bei sichtbarer Feuchtigkeit sofort wechseln.

Step-by-step Lifehack

Folge diesem Ablauf — dauert 5 Minuten pro Schrank:

  • 1) Lege eine Lage Zeitungspapier flach auf jeden Regalboden oder falte einzelne Blätter zu dicken „Pölstern“ für Schuhfächer.
  • 2) Schütze empfindliche Stoffe: Zwischen Zeitung und heller Wäsche lege dünne Pappe oder Backpapier, damit Druckerschwärze nicht abfärbt.
  • 3) Für Mäntel: Stopfe leicht zerknüllte Zeitung in die Ärmel und an die Schultern — so entziehst du der Luft Feuchtigkeit direkt aus dem Gewebe.
  • 4) Tausche nasse Blätter sofort aus; trockene Blätter kannst du als Recycling dem Altpapier zuführen.

Extra-Tipp: Stelle in eine Schublade eine kleine offene Dose mit Backpulver, wenn der Geruch bleibt — das neutralisiert muffige Düfte zusätzlich.

Wann Silicagel doch besser ist

By the way: Zeitung ist nicht immer der Sieger. Es gibt Situationen, in denen Silicagel sinnvoller ist.

Zeitungspapier in feuchten Schränken: Das funktioniert besser als Silicagel - image 2

  • Versiegelte Boxen (Elektronik, Kameras): Silicagel absorbiert über lange Zeit ohne selbst zu schimmeln.
  • Archivierung (Fotos, alte Dokumente): Zeitung enthält Säuren, die langfristig Schaden anrichten können.
  • Sehr feuchte Räume (Schimmelgefahr): Zeitung kann durch zu viel Feuchtigkeit durchweichen — dann lieber professionelle Lösungen.

Regionale Realitäten: Warum das in Deutschland gut klappt

In deutschen Haushalten ist Material verfügbar: Alte Lokalausgaben, Wochenblätter oder sogar die Sonntagszeitung vom Kiosk kosten wenig bis nichts. In nassen Regionen wie Schleswig-Holstein oder im Herbst in Rheinland‑Pfalz merkt man sofort den Effekt. Bei Temperaturen, die zwischen warm geheizten Innenräumen und kühlen Außentemperaturen schwanken, ist schnelle, günstige Feuchtigkeitskontrolle wichtig.

Was du vermeiden solltest

  • Keine glänzenden Werbebeilagen benutzen — die können abfärben.
  • Keinen direkten Kontakt von feuchtem Papier mit Leder ohne Schutzlage.
  • Bei starkem Schimmelbefall Fachmann rufen — Papier ist keine Behandlung gegen bereits vorhandenen Befall.

Aber es gibt eine Nuance: Zeitungspapier ist genial für den Alltag, aber kein Ersatz für technische Entfeuchter, wenn ein Raum wirklich feucht ist.

Mein kurzes Fazit

Ich habe viele Haushaltstipps gesehen — aber das simple Zeitungspapier überzeugt durch Skalierbarkeit, Kosten und einfache Anwendung. Für die meisten Schränke und Schuhe ist es die pragmatischste Lösung.

Hast du Zeitungspapier im Schrank ausprobiert — und hat es bei dir geholfen oder eher Ärger gemacht? Schreib kurz, welche Methode bei dir am besten wirkt.

Efrat Wienberg
Efrat Wienberg

Hallo, ich bin Efrat 👋
KI-Texter, Content-Coach & zertifizierter Content-Spezialist (Hubspot sagt es 😉)
Fließend Englisch, Hebräisch ... und menschlich.
Ich helfe Marken, wie Menschen zu klingen - und Menschen verkaufen mehr mit Worten.
Durch Storytelling, UX Writing und Conversion-driven Content unterstütze ich globale und lokale Marken dabei, Inhalte zu erstellen, die sich wie sie anfühlen — und landen.

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