Hast du dich schon gewundert, warum manche Balkonkübel oder Tomatenkübel mit Zeitungspapier ausgelegt sind? Es sieht aus wie Sparsamkeit — und doch steckt mehr dahinter.
Les es jetzt, besonders wenn du jetzt umtopfst oder die Balkon-Saison planst: Ich habe das selbst getestet und kleine Tricks daraus gemacht, die dir Zeit und Geld sparen.
Warum das funktioniert — kurz und praktisch
Ich bemerkte schnell: Zeitungspapier ist kein Zufallsfüllstoff. Es übernimmt mehrere Aufgaben gleichzeitig — fast wie ein Schweizer Taschenmesser für Pflanzen.
- Filter und Drainage zugleich: Dünne Zeitungsschichten lassen Wasser durch, halten aber Erde zurück — ähnlich wie ein Kaffeefilter.
- Unkraut-Stopper: In Kübeln verhindert eine Lage Zeitung, dass Samen aus der Erde nach oben wachsen.
- Wärme- und Frostpuffer: In Deutschlands wechselhaftem Klima hilft Papier, Temperaturschwankungen abzumildern.
- Kompostierbar: Zeitung zersetzt sich mit der Zeit und wird Teil deines Substrats — vorausgesetzt, du verwendest keine beschichteten Prospekte.
Was viele übersehen
Viele übersehen den Unterschied zwischen normaler Zeitung und glänzenden Werbeflyern. Nur klassische Zeitungspapier verwenden — keine Hochglanzprospekte, sonst landen Lackreste im Topf.

Meine Praxis: So mache ich es (funktioniert auch bei dir)
Ich habe verschiedene Varianten ausprobiert — einfache Lagen, zerknüllte Papierkugeln, feucht vorgereichte Matten. Die beste Balance fand ich so:
- Altes Zeitungspapier aus der Recycling-Tonne nehmen (kostenlos).
- Große Seiten glattlegen, keine bunten Prospekte verwenden.
- Eine Schicht am Tontopfboden auslegen oder leicht zerknüllen für extra Luft.
- Drainageschicht (Blähton oder Kies) wie gewohnt hinzufügen, falls du starke Staunässe verhindern willst.
- Erde einfüllen und anpflanzen — gießen wie gewohnt.
Übrigens: In meinen Kübeln hat das Papier die Erde länger feucht gehalten, ohne dass Wurzeln zu faulen begannen.
Konkrete Life-Hacks — so nutzt du Zeitungspapier clever
- Für Balkonkasten: Zeitung unten, dann eine dünne Schicht Erde — so sparst du Erde und Boxen sind leichter.
- Beim Umtopfen: Alte Zeitung als „Zwischenlage“ zwischen Wurzelballen und neuer Erde hilft dem Wasser, sich gleichmäßig zu verteilen.
- Winterschutz: Topfseiten mit Zeitung umwickeln, danach mit Folie oder Luftpolsterfolie sichern — gegen Frost in Norddeutschland sehr hilfreich.
- Wenig Platz? Nutze Zeitung statt Vlies bei Anzucht: Keimlinge wachsen schneller, weil die Luftfeuchte stabil bleibt.
- Vermeide: Zeitung direkt auf Pflanzen legen — sie kann die Blätter luftdicht abdecken und Schimmel fördern.
Fehler, die du vermeiden solltest
- Keine beschichteten Prospekte oder Farbdrucke verwenden — inkjet/druckfarben können problematisch sein.
- Zu dicke Papierstapel ohne Drainage führen zu Staunässe.
- Frisch gedruckte Zeitung nicht zu nass einbauen — erst leicht anfeuchten, damit sie sich gut anpasst.
Budgetcheck: Warum sich das in Deutschland lohnt
In Baumärkten wie OBI, Bauhaus oder Pflanzen-Kölle zahlst du für Vlies oder Kokosmatten schnell 3–10 € pro Rolle. Zeitung ist in Deutschland im Recycling kostenlos — ein klarer Spareffekt, besonders bei vielen Töpfen auf dem Balkon.

Und jetzt der praktischer Teil — Schritt-für-Schritt-Anleitung für einen 30-cm-Kübel
- Material: 3–4 Zeitungsseiten, Schere, optional Kies (100–200 g).
- Schneide die Seiten passend zum Topfboden zu.
- Lege 1–2 Lagen glatt auf den Boden, wringe sie leicht aus, falls sie nass sind.
- Optional: Eine dünne Kiesschicht drauf für extra Drainage.
- Erde auffüllen, Pflanze einsetzen, angießen. Papier beginnt sich langsam zu zersetzen — das ist gut.
Ich nutze das seit Jahren für Petersilie, Tomaten und Kräuter — nie wieder Volumen ohne Funktion.
Kurzer Testbericht: Was ich bemerkte nach drei Monaten
- Wasserverbrauch sank leicht, weil die Erde länger feucht blieb.
- Wurzelwuchs war normal, keine Hinweise auf Schadstoffe bei schwarz-weißen Zeitungen.
- Bei intensiven Regenperioden in Süddeutschland half das Papier, Erde nicht auszulaugen.
Aber es gibt eine Nuance: Bei sehr schweren Pflanzen (z. B. große Sträucher im Kübel) brauchst du trotzdem professionelle Drainage-Methoden.
Fazit — kurz und ehrlich
Zeitungspapier ist kein Wundermittel, aber ein praktisch-eleganter Trick, der in vielen Situationen funktioniert — ökonomisch, nachhaltig und simpel. Wenn du öfter umtopfst oder viele Kübel hast, probier es aus; es kostet kaum etwas und bringt oft mehr Stabilität.
Welche Erfahrung hast du mit Zeitung im Topf — gelingsicher oder total daneben? Schreib’s in die Kommentare!









