Zeitungspapier in den Blumentöpfen? Warum Gärtner das immer tun

Hast du dich schon gewundert, warum manche Balkonkübel oder Tomatenkübel mit Zeitungspapier ausgelegt sind? Es sieht aus wie Sparsamkeit — und doch steckt mehr dahinter.

Les es jetzt, besonders wenn du jetzt umtopfst oder die Balkon-Saison planst: Ich habe das selbst getestet und kleine Tricks daraus gemacht, die dir Zeit und Geld sparen.

Warum das funktioniert — kurz und praktisch

Ich bemerkte schnell: Zeitungspapier ist kein Zufallsfüllstoff. Es übernimmt mehrere Aufgaben gleichzeitig — fast wie ein Schweizer Taschenmesser für Pflanzen.

  • Filter und Drainage zugleich: Dünne Zeitungsschichten lassen Wasser durch, halten aber Erde zurück — ähnlich wie ein Kaffeefilter.
  • Unkraut-Stopper: In Kübeln verhindert eine Lage Zeitung, dass Samen aus der Erde nach oben wachsen.
  • Wärme- und Frostpuffer: In Deutschlands wechselhaftem Klima hilft Papier, Temperaturschwankungen abzumildern.
  • Kompostierbar: Zeitung zersetzt sich mit der Zeit und wird Teil deines Substrats — vorausgesetzt, du verwendest keine beschichteten Prospekte.

Was viele übersehen

Viele übersehen den Unterschied zwischen normaler Zeitung und glänzenden Werbeflyern. Nur klassische Zeitungspapier verwenden — keine Hochglanzprospekte, sonst landen Lackreste im Topf.

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Meine Praxis: So mache ich es (funktioniert auch bei dir)

Ich habe verschiedene Varianten ausprobiert — einfache Lagen, zerknüllte Papierkugeln, feucht vorgereichte Matten. Die beste Balance fand ich so:

  1. Altes Zeitungspapier aus der Recycling-Tonne nehmen (kostenlos).
  2. Große Seiten glattlegen, keine bunten Prospekte verwenden.
  3. Eine Schicht am Tontopfboden auslegen oder leicht zerknüllen für extra Luft.
  4. Drainageschicht (Blähton oder Kies) wie gewohnt hinzufügen, falls du starke Staunässe verhindern willst.
  5. Erde einfüllen und anpflanzen — gießen wie gewohnt.

Übrigens: In meinen Kübeln hat das Papier die Erde länger feucht gehalten, ohne dass Wurzeln zu faulen begannen.

Konkrete Life-Hacks — so nutzt du Zeitungspapier clever

  • Für Balkonkasten: Zeitung unten, dann eine dünne Schicht Erde — so sparst du Erde und Boxen sind leichter.
  • Beim Umtopfen: Alte Zeitung als „Zwischenlage“ zwischen Wurzelballen und neuer Erde hilft dem Wasser, sich gleichmäßig zu verteilen.
  • Winterschutz: Topfseiten mit Zeitung umwickeln, danach mit Folie oder Luftpolsterfolie sichern — gegen Frost in Norddeutschland sehr hilfreich.
  • Wenig Platz? Nutze Zeitung statt Vlies bei Anzucht: Keimlinge wachsen schneller, weil die Luftfeuchte stabil bleibt.
  • Vermeide: Zeitung direkt auf Pflanzen legen — sie kann die Blätter luftdicht abdecken und Schimmel fördern.

Fehler, die du vermeiden solltest

  • Keine beschichteten Prospekte oder Farbdrucke verwenden — inkjet/druckfarben können problematisch sein.
  • Zu dicke Papierstapel ohne Drainage führen zu Staunässe.
  • Frisch gedruckte Zeitung nicht zu nass einbauen — erst leicht anfeuchten, damit sie sich gut anpasst.

Budgetcheck: Warum sich das in Deutschland lohnt

In Baumärkten wie OBI, Bauhaus oder Pflanzen-Kölle zahlst du für Vlies oder Kokosmatten schnell 3–10 € pro Rolle. Zeitung ist in Deutschland im Recycling kostenlos — ein klarer Spareffekt, besonders bei vielen Töpfen auf dem Balkon.

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Und jetzt der praktischer Teil — Schritt-für-Schritt-Anleitung für einen 30-cm-Kübel

  1. Material: 3–4 Zeitungsseiten, Schere, optional Kies (100–200 g).
  2. Schneide die Seiten passend zum Topfboden zu.
  3. Lege 1–2 Lagen glatt auf den Boden, wringe sie leicht aus, falls sie nass sind.
  4. Optional: Eine dünne Kiesschicht drauf für extra Drainage.
  5. Erde auffüllen, Pflanze einsetzen, angießen. Papier beginnt sich langsam zu zersetzen — das ist gut.

Ich nutze das seit Jahren für Petersilie, Tomaten und Kräuter — nie wieder Volumen ohne Funktion.

Kurzer Testbericht: Was ich bemerkte nach drei Monaten

  • Wasserverbrauch sank leicht, weil die Erde länger feucht blieb.
  • Wurzelwuchs war normal, keine Hinweise auf Schadstoffe bei schwarz-weißen Zeitungen.
  • Bei intensiven Regenperioden in Süddeutschland half das Papier, Erde nicht auszulaugen.

Aber es gibt eine Nuance: Bei sehr schweren Pflanzen (z. B. große Sträucher im Kübel) brauchst du trotzdem professionelle Drainage-Methoden.

Fazit — kurz und ehrlich

Zeitungspapier ist kein Wundermittel, aber ein praktisch-eleganter Trick, der in vielen Situationen funktioniert — ökonomisch, nachhaltig und simpel. Wenn du öfter umtopfst oder viele Kübel hast, probier es aus; es kostet kaum etwas und bringt oft mehr Stabilität.

Welche Erfahrung hast du mit Zeitung im Topf — gelingsicher oder total daneben? Schreib’s in die Kommentare!

Efrat Wienberg
Efrat Wienberg

Hallo, ich bin Efrat 👋
KI-Texter, Content-Coach & zertifizierter Content-Spezialist (Hubspot sagt es 😉)
Fließend Englisch, Hebräisch ... und menschlich.
Ich helfe Marken, wie Menschen zu klingen - und Menschen verkaufen mehr mit Worten.
Durch Storytelling, UX Writing und Conversion-driven Content unterstütze ich globale und lokale Marken dabei, Inhalte zu erstellen, die sich wie sie anfühlen — und landen.

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