Zeitungspapier im Blumentopf spart die Hälfte der Bewässerung

Du gießt jeden Abend die Balkonpflanzen und fragst dich, warum sie trotzdem schnell austrocknen? Trockenperioden und steigende Wasserpreise in Deutschland machen Hobbygärtnern das Leben schwer.

Ich habe es ausprobiert: Mit einfachem Zeitungspapier im Blumentopf konnte ich die Gießintervalle merklich verlängern — in meinem Test fast halb so oft. Lies weiter, wenn du Zeit, Geld und Nerven sparen willst.

Warum das Zeitungspapier hilft — kurz und praktisch

Viele übersehen, dass die größte Wasserfresserin in einem Topf die Oberfläche ist: Sonne, Wind und eine lose Erdkruste lassen Feuchtigkeit schnell entweichen.

Zeitungspapier bildet eine dünne Barriere, die Verdunstung reduziert und als Kapillarschicht Wasser länger im Wurzelbereich hält. Stell dir das vor wie einen dünnen Filter, der Feuchte nach unten leitet statt an die Luft.

Was bei mir auffiel

In meiner Praxis (kleiner Balkon in Berlin, 3 Töpfe mit Tomaten und Kräutern) änderte sich folgendes:

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  • Vorher: tägliches bis jeden zweiten Tag gießen bei Hitze.
  • Nachher: alle 2–4 Tage je nach Topfgröße — das sind knapp 40–50% weniger Gießen.
  • Keine Staunässe: Zeitungspapier lässt Wasser ablaufen, wenn du korrekt drainierst.

Schritt-für-Schritt: Zeitungspapier im Blumentopf — So mache ich es

Das ist kein Hexenwerk. Du brauchst nur alte Zeitungen, eine Schere und etwas Geduld.

  • Materialien: alte Zeitung (keine glänzenden Magazine), Schere, Topf mit Abflussloch, Kies oder Tonscherben (optional).
  • Vorbereitung: Zeitungen in Streifen schneiden (ca. 10–15 cm breit) oder einzelne Lagen vorbereiten.

So baust du es ein

  • 1) Kontrolle: Stelle sicher, dass dein Topf ein Abflussloch hat. Ohne Loch droht Staunässe.
  • 2) Drainage: Eine dünne Schicht Kies/Tonscherben auf den Topfboden (2–3 cm) hilft.
  • 3) Papierlage: Lege 2–3 Lagen Zeitungspapier flach über die Drainage. Richtig positioniert bedeckt es den Topfboden komplett.
  • 4) Erde auffüllen: Gib die Pflanzerde obenauf, pflanze wie gewohnt. Das Papier sollte knapp unter der Oberfläche liegen, nicht sichtbar.
  • 5) Anfeuchten: Gieße gründlich ein. Das Papier saugt sich voll und wirkt dann wie ein Schwamm/Wasserspeicher.

Tipps, Tricks und was du vermeiden solltest

By the way: Zeitungspapier ist nicht gleich Zeitungspapier. Hier die wichtigsten Punkte, die ich gelernt habe:

  • Keine glänzenden Seiten: Magazine mit Farbschichten nicht verwenden — die lösen sich schlechter und enthalten oft mehr Chemikalien.
  • Nur alte Lokalausgaben oder Tageszeitungen nutzen; in deutschen Haushalten finden sich genug kostenlos recycelbare Exemplare.
  • Bei Dauerregen oder im Herbst vorsichtig sein: In sehr nassen Regionen (z. B. Norddeutschland im Herbst) kann Papier schimmeln — kontrolliere den Topf regelmäßig.
  • Bei frostigen Temperaturen Papier nicht direkt auf die Oberfläche legen — feuchtes Papier kann bei Frost die Erde dichter machen.
  • Wenn du Gemüse anbaust: Keine Sorge bei gewöhnlichen Zeitungsdruckfarben; moderne Druckfarben sind meist so gut, dass sie keine Gefahr darstellen. Wer ganz sicher sein will, kann das Papier nach der Saison komplett einarbeiten.

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Praktischer Life-Hack: Papier-Mulch für heiße Sommer (konkret)

Für heiße Juli-Tage in Deutschland habe ich eine Mischung genutzt, die extra lange wirkt:

  • 1 Lage Zeitungspapier in den Topf wie oben beschrieben.
  • Darauf 1–2 cm groben Rindenmulch oder fein gehäckselte Grasschnitt-Mulch.
  • Mulch schützt das Papier vor schnellen Abbau durch Sonne und verlängert den Effekt.

Das Ergebnis: halbierte Gießfrequenz bei Tomaten auf dem Südbalkon in Dresden und weniger Stress im Urlaub — die Pflanzen kommen besser allein zurecht.

Kurze Pro-und-Contra-Checkliste

  • Pro: günstig, nachhaltig, reduziert Verdunstung, einfache Umsetzung, Papier kann später in den Kompost.
  • Contra: bei sehr feuchtem Klima Schimmelrisiko, ungeeignet für glänzende Magazine, braucht Drainage.

Und jetzt das vielleicht wichtigste: Dieses einfache Mittel kostet dich so gut wie nichts und kann tatsächlich Zeit und Wasser sparen — besonders nützlich bei den heißen Sommern, die wir in Deutschland immer häufiger erleben.

Ich teste das seit zwei Saisons auf meinem Balkon und ein paar Nachbarn in meiner Wohngegend (Schrebergarten nebenan) schwören inzwischen auch darauf.

Was probierst du dieses Jahr anstatt stundenlangem Gießen? Hast du Erfahrungen mit anderen Hausmitteln? Schreib’s in die Kommentare — ich bin neugierig, welche Tricks bei euch funktionieren.

Efrat Wienberg
Efrat Wienberg

Hallo, ich bin Efrat 👋
KI-Texter, Content-Coach & zertifizierter Content-Spezialist (Hubspot sagt es 😉)
Fließend Englisch, Hebräisch ... und menschlich.
Ich helfe Marken, wie Menschen zu klingen - und Menschen verkaufen mehr mit Worten.
Durch Storytelling, UX Writing und Conversion-driven Content unterstütze ich globale und lokale Marken dabei, Inhalte zu erstellen, die sich wie sie anfühlen — und landen.

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