Sie drosseln die Heizung, spüren aber trotzdem kalte Füße? Viele meiner Bekannten in Altbau-Wohnungen haben genau das erlebt. Wärme, die durch eine dünne Außenwand wandert, ist Geld, das durch den Boden fällt — gerade jetzt, wo Heizkosten in Euro zählen.
Lesen Sie weiter, wenn Sie diesen Winter wirklich weniger zahlen wollen: ich habe das einfache Zeitungspapier-Trick ausprobiert, getestet, was besser funktioniert und welche Fehler Sie vermeiden müssen.
Warum kalte Wände Ihr Geld fressen
Kurz und brutal: ein Heizkörper an einer Außenwand strahlt viel Wärme zur Wand; statt den Raum zu erwärmen, geht Energie nach draußen. In deutschen Altbauten sind die Außenwände oft dünn oder schlecht gedämmt — deshalb ist das Problem hier besonders groß.
- Heizkörper geben Wärme durch Strahlung und Konvektion ab.
- Eine unbehandelte Außenwand nimmt diese Strahlung auf und leitet sie nach außen.
- Je kälter die Wand, desto höher der Verlust; bei Außenwänden können das bis zu 20–25% der Heizenergie sein (gebäudetypabhängig).
Zeitungspapier hinter dem Heizkörper? Ja — aber nicht blind
Ich habe Zeitungspapier ausprobiert, weil es kostenlos ist und schnell geht. Ergebnis: die Temperatur an der Wand stieg spürbar, aber es gibt Fallen.

- Vorteil: billig, leicht verfügbar, kurzfristig spürbarer Effekt.
- Nachteile: Papier ist brennbar, kann Feuchtigkeit halten und schimmeln fördern, wirkt nur begrenzt.
- Sauberer und sicherer: eine dünne, aluminisierte Dämmplatte (Reflektor) aus dem Baumarkt ist langlebig und ungefähr gleich effizient.
Wie es wirkt — bildlich erklärt
Stellen Sie sich die Wand als nasses Handtuch vor, das Wärme aufsaugt. Das Zeitungspapier ist wie eine dünne Plastiktüte drum — es hilft etwas, aber saugt selbst Feuchtigkeit. Eine Alu-Dämmplatte ist wie eine Isolierjacke: sie reflektiert die Wärme zurück in den Raum.
Meine getestete Schritt-für-Schritt-Anleitung
Ich habe das in einer 60 m² Altbau-Wohnung getestet. Hier die sichere, günstige Variante, die ich heute empfehlen würde:
- Materialien: Aluminiumbeschichtete Dämmplatten (z. B. 5–10 mm), doppelseitiges Klebeband oder Montageband, Zollstock, Cutter.
- Kosten: pro Heizkörper je nach Größe ca. 3–10 €; erhältlich bei Bauhaus, OBI, Hornbach oder Amazon.
So montieren Sie es korrekt:
- 1. Messen: Breite und Höhe des Heizkörpers messen.
- 2. Zuschneiden: Dämmplatte 1–2 cm größer schneiden, damit die ganze Heizkörperfläche abgedeckt ist.
- 3. Luftspalt lassen: Platte mit Abstandhalter so anbringen, dass ca. 1–2 cm Luft zwischen Wand und Platte bleibt — das erhöht die Wirkung.
- 4. Befestigen: Mit Montageband oder kleinen Klettpunkten fixieren. Keine komplett luftdichte Verklebung, damit nichts feucht wird.
- 5. Sicherheit prüfen: Keine brennbaren Materialien direkt hinter heißem Kessel oder Ofen platzieren.
Kurztest, den Sie sofort machen können
- Vorher: Messen Sie die Wandtemperatur (Hand reicht) und die Raumtemperatur auf dem Thermostat.
- Platzieren Sie die Dämmplatte.
- Nach 24–48 Stunden: erneut prüfen — Wand fühlt sich deutlich wärmer an, Raumtemperatur bleibt stabiler bei niedrigerer Ventileinstellung.
No-Gos und Gefahren, die viele übersehen
Viele denken: Zeitungspapier ist kostenlos — also warum nicht? Ich will ehrlich sein: das ist faul und kann nach hinten losgehen.

- Feuchtigkeitsfallen: Papier speichert Feuchte, ideal für Schimmelbildung — besonders in schlecht gelüfteten Altbauzimmern.
- Brandschutz: bei starker Abwärme oder defekten Heizkörpern kann Papier ein Risiko sein.
- Lüftung: Wenn Sie Heizkörper komplett abdichten, steigt die Kondensation an der Wand — lüften Sie weiterhin regelmäßig.
Extra-Hacks: Mehr als nur eine Platte
Einige Dinge, die ich zusätzlich gemacht habe und die wirklich helfen:
- Thermostat um 0,5–1 °C runterdrehen nach der Dämmung — spürbar weniger Verbrauch.
- Vorhänge oben kürzen, damit warme Luft nicht direkt an kalten Fenstern kondensiert.
- Bei Mietwohnungen: Vor der Veränderung mit dem Vermieter sprechen — oft okay, da reversibel.
By the way: Wenn Sie handwerklich begabt sind, können Sie thermische Messungen mit einer günstigen Infrarot-Pistole (30–60 €) durchführen — das zeigt den Unterschied sofort.
Fazit
Kurz gesagt: Zeitungspapier hilft kurzfristig, ist aber keine dauerhafte Lösung. Günstige aluminisierte Dämmplatten aus dem Baumarkt sind die praktischere, sichere Alternative — für ein paar Euro pro Heizkörper können Sie echten Wärmeverlust stoppen.
Haben Sie schon mal Zeitungspapier oder eine Reflektorplatte ausprobiert? Teilen Sie Ihre Erfahrung oder ein Foto — welche Lösung hat bei Ihnen am meisten gespart?









