Zugluft unterm Türspalt friert nicht nur die Füße ein, sie kostet im Winter echtes Geld. Jetzt, wo die Energiepreise wieder hoch sind und Heizkosten jede Rechnung belasten, willst du das sofort dämmen. Ich habe bemerkt, dass ein alter Haushaltstrick oft unterschätzt wird — und überraschend wirksam ist.
Warum das alte Mittel oft unterschätzt wird
Viele denken bei Zugluft sofort an teure Türdichtungen vom Baumarkt (Bauhaus, OBI) oder einen Handwerksauftrag. In meiner Praxis zeigte sich: einfache Tricks halten oft genug, bis man eine dauerhafte Lösung hat.
Eine zusammengerollte Zeitung kann kurzfristig großen Effekt haben — gerade in Mietwohnungen, wo schnelle Abhilfe gefragt ist.
Wie es wirklich wirkt (kurz und handfest)
Stell dir die Rolle als Schal vor: Sie blockiert den Luftstrom und verteilt die Luft so, dass sie nicht als kalte Strömung durchs Zimmer schießt. Technisch ist das nichts Magisches — es geht um Druckausgleich und physische Barriere.

So machst du es richtig — Schritt für Schritt
Das ist kein Bastelprojekt für Perfektionisten. Ich habe es an Altbau- und Neubau-Türen getestet. Folge diesen Schritten:
- Miss die Türbreite — Zeitung muss die ganze Breite abdecken.
- Falte die Zeitung längs mehrere Male, bis du eine dicke, stabile Bahn hast.
- Rolle die gefaltete Bahn straff auf (wie ein Würstchen) und fixiere sie mit Paketband.
- Schiebe die Rolle dicht an den Türspalt von der warmen Raumseite aus. Drücke sie fest an.
- Kontrolle: Spürst du keine Kühle mehr? Wenn ja, nochmal fester oder zweite Rolle.
Praktische Feinheiten, die die Wirkung verdoppeln
Ein paar Tricks, die ich gelernt habe:
- Wickele die Rolle in Frischhaltefolie, wenn die Tür erhöhtem Feuchtigkeitskontakt ausgesetzt ist.
- Bei ungleichmäßigen Spalten: zwei dünnere Rollen aneinander legen statt einer dicken Rolle.
- Für Außentüren: Zeitung innen platzieren, niemals dauerhaft draußen liegen lassen — nass wird sie schnell unbrauchbar.
Vor- und Nachteile auf einen Blick
- Vorteile: Kostenlos, schnell, sofort spürbar, kein Werkzeug nötig.
- Nachteile: temporär, unschön, Zeitungsdruck kann abfärben, nicht feuerfest.
- Günstige Alternative: Für 5–15 € gibt es in deutschen Baumärkten fertige Dichtungen, die länger halten.
Was du vermeiden solltest
Ein paar Warnungen aus eigener Erfahrung:
- Leg die Zeitung nicht direkt an Heizkörper oder offene Flamme.
- Bei Schimmelgefahr (feuchte Fensterbank, kalte Außenwand) ist langfristig ein Fachmann nötig — das Papier ist nur eine Notlösung.
- In Mietwohnungen: Besprich dauerhafte Maßnahmen mit dem Vermieter; das Beheben von Mängeln kann ihre Pflicht sein.

Schnelltests und Upgrade-Optionen
So findest du schnell heraus, ob die Zeitung reicht oder ein Profi her muss:
- Kerzentest: Halte eine Kerze in Türhöhe; flackert sie stark, zieht es noch.
- Thermometer-Trick: Ein Infrarot-Thermometer (gibt’s günstig in Elektronikmärkten) zeigt Temperaturunterschiede am Spalt.
- Upgrade: Schaumstoffdichtung aus dem Baumarkt kostet meist unter 10 € und ist optisch sauberer.
Warum es sich lohnt, das heute auszuprobieren
Gerade jetzt, in kalten Monaten, sparst du sofort Geld und Komfort. Ein bisschen Bastelarbeit bringt spürbare Wärme zurück — und bis zum nächsten Baumarkt-Trip ist das die einfachste Lösung.
By the way: Wenn du regelmäßig im Hauswirtschafts-Keller stapelst — altes Brot als Viehfutter? — nutze Zeitung eher sparsam und ersetze sie regelmäßig, sonst wird’s muffig.
Fazit: Die Zeitung ist kein Dauerersatz für professionelle Dichtungen, aber eine unkomplizierte Notlösung, die oft mehr bringt, als man erwartet.
Hast du diesen Trick schon probiert oder kennst eine bessere DIY-Methode gegen Zugluft? Teile deine Erfahrungen — ich bin gespannt, welche überraschenden Lösungen bei euch zuhause funktionieren.









