Zeitung unter dem Topf – wie Profiköche Anbackungen verhindern

Du hast das sicher auch schon gesehen: Bunte Zeitungspapierfetzen unter dem heißen Topf oder auf dem Tisch, um Krusten und Spritzer zu fangen. Ich bemerkte sofort, dass das mehr Ärger bringt als löst. Kurz: Das ist kein Profi-Trick — aber die Idee dahinter ist berechtigt. Lies jetzt, wie Köche wirklich dafür sorgen, dass nichts ansetzt — sicher, günstig und alltagstauglich.

Warum die Zeitungsidee nicht funktioniert (und manchmal gefährlich ist)

Viele legen Zeitung unter den Topf, weil sie denken, sie würde Hitze abhalten oder Krusten aufnehmen. In meiner Praxis mit Hobbyköchen in Berlin zeigte sich: das bringt weder Hitzeschutz noch Sauberkeit.

  • Zeitungspapier ist entflammbar — besonders bei Gasflammen oder starker Resthitze.
  • Druckertinte kann schmelzen, unangenehm riechen und in Lebensmittel gelangen, wenn sie in Kontakt kommt.
  • Auf Ceran- oder Induktionsfeldern kann lose Papier die Herdoberfläche zerkratzen oder verrutschen.

Was Profiköche stattdessen tun

Profis denken in Systemen, nicht in schnellen Tricks. Das Ergebnis? Weniger Anbackungen, weniger Stress beim Spülen.

  • Richtiges Vorheizen: Pfanne zuerst warm, dann Fett rein — nicht umgekehrt. Das verhindert, dass das Essen sofort kleben bleibt.
  • Das richtige Fett wählen: Rapsöl oder Sonnenblumenöl für hohe Temperaturen; Butter für Geschmack, aber bei niedrigerer Hitze.
  • Hitze kontrollieren: Auf Gas kleiner stellen, auf Induktion die Stufe dosiert erhöhen.
  • Pfannenpflege: Saubere, trockene Pfanne hat bessere Antihaft-Eigenschaften als eine verschmutzte.
  • Gusseisen vs. Antihaft: Gusseisen braucht Geduld und Fett, dafür bildet sich eine natürliche Kruste. Antihaft ist leicht, aber bei falscher Hitze schnell ruiniert.

Lokale Einkaufstipps (Deutschland)

Wer in Deutschland schnell nachrüsten will: Einen einfachen Wärmeverteiler (10–25 €) gibt es bei MediaMarkt, Amazon.de oder Obi. Silikonunterlagen zum Schutz der Arbeitsfläche findest du bei DM oder Rossmann für unter 10 €.

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Vorbeugung: 8 einfache Schritte, die wirklich helfen

  • Pfanne sauber und trocken halten.
  • Pfanne auf mittlerer Hitze vorheizen (1–2 Minuten bei Induktion, 3–4 bei Ceran).
  • Fett erst geben, wenn die Pfanne heiß ist — Öl soll leicht schimmern, Butter leicht bräunen.
  • Lebensmittel nicht zu früh wenden; Geduld zahlt sich aus.
  • Bei empfindlichen Speisen ein Spritzer Flüssigkeit (Wein, Brühe) zum Ablösen verwenden.
  • Für gleichmäßige Hitze ein Diffusor auf alten Elektroherden verwenden.
  • Bei sehr klebrigen Stoffen (Ei, Fisch) eine beschichtete Pfanne nutzen.
  • Temperatur anpassen: Lieber etwas zu niedrig als zu hoch.

Der Rettungsplan: So befreist du angebrannte Reste ohne Axt und Tränen

Ich habe diesen Plan dutzende Mal getestet — funktioniert zuverlässig.

  • Topf von der Hitze nehmen.
  • Etwa 200–300 ml heißes Wasser einfüllen, Deckel drauf, 10 Minuten stehen lassen.
  • Wenn nichts löst: 1 EL Natron (Backsoda) hinzu, kurz aufkochen lassen — das löst die Kruste.
  • Mit einem Holzspatel lockern, nicht mit Metall schaben (schont die Oberfläche).
  • Danach gründlich ausspülen und kurz mit Essig und Wasser abwischen — neutralisiert Gerüche.

Ein Profi-Hack, den wenig Leute kennen (und der in deutschen Küchen funktioniert)

Viele übersehen: Salz als Temperaturanzeiger und Reinigungshelfer. Streue grobes Salz in die Pfanne kurz bevor du Zwiebeln oder Fleisch gibst. Das Salz nimmt anfängliche Restfeuchte und verhindert, dass Zwiebeln sofort ansetzen. Und beim Reinigen hilft grobes Salz mit Öl als Scheuerpaste gegen angebackene Reste — besonders bei gusseisernen Pfannen.

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Vergleich: Herdhitze ist wie Sonnenstrahlen

Stell dir deinen Herd wie die Sonne vor: Ein Sonnenstich (zu viel Hitze) verbrennt, ein sanftes Licht bringt Farbe und Geschmack. Wärmeverteiler funktionieren wie eine Wolkendecke — sie machen die Hitze milder und verteilen sie gleichmäßig.

Kurze Checkliste für den Alltag

  • Keine Zeitung unter heißen Töpfen — nur als Tischunterlage für kalte Speisen.
  • Vorheizen + richtiges Fett = weniger Anbrennen.
  • Diffusor kaufen, wenn dein Ceran-Kochfeld punktuell zu heiß wird.
  • Notfall: Wasser + Natron = Retter in der Not.

By the way: In meiner Praxis wirkten diese Änderungen oft wie ein sofortiges Upgrade: weniger Geschirrspülen, bessere Konsistenz und mehr entspanntes Kochen.

Finale

Also: Zeitung unter dem Topf? Lieber nicht. Die Absicht ist verständlich — Sauberkeit und Schutz — aber Profis lösen das mit Hitze, Zeit und ein paar nützlichen Tools. Probier die Schritte aus, spare dir Frust und vielleicht sogar eine neue Pfanne.

Was hast du bisher gegen Anbrennen probiert — und welcher Trick hat bei dir am besten funktioniert? Schreib’s in die Kommentare.

Efrat Wienberg
Efrat Wienberg

Hallo, ich bin Efrat 👋
KI-Texter, Content-Coach & zertifizierter Content-Spezialist (Hubspot sagt es 😉)
Fließend Englisch, Hebräisch ... und menschlich.
Ich helfe Marken, wie Menschen zu klingen - und Menschen verkaufen mehr mit Worten.
Durch Storytelling, UX Writing und Conversion-driven Content unterstütze ich globale und lokale Marken dabei, Inhalte zu erstellen, die sich wie sie anfühlen — und landen.

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