Du entdeckst nach dem Umzug oder nach einer unbedachten Kaffeetasse einen hellen Kratzer im Parkett — und denkst: Panik! Ich habe bemerkt, dass viele zuerst über teure Reparatursets nachdenken, dabei liegt die Lösung oft im Badschrank.
Warum du das jetzt lesen solltest: Dieser einfache Trick spart Zeit und Geld — und funktioniert sofort bei kleinen Kratzern. Aber es gibt auch Fallen, die deinen Boden schlimmer machen können.
Warum Zahnpasta manchmal wirklich hilft
In meiner Praxis mit privaten Renovierungen habe ich oft Kleinkratzer mit weißer Zahnpasta kaum sichtbar gemacht. Die Paste wirkt leicht abrasiv und schmirgelt die Kante des Kratzers so, dass das Licht nicht mehr haarscharf bricht.
Doch hier ist die wichtige Einschränkung: Es klappt nur bei oberflächlichen Kratzern in der Lackschicht — nicht bei fehlendem Holz oder tiefen Einkerbungen.
Wann du die Methode ausprobieren kannst
- kleine, weiße oder helle Linien im Lack
- Parkett mit Schutzlack oder versiegelter Oberfläche
- wenn du keine Möbelstift/Gebrauchsmittel sofort zur Hand hast
Welche Zahnpasta du nehmen solltest — und welche nicht
Viele übersehen, dass nicht jede Zahnpasta gleich ist. Ich habe verschiedene Tuben ausprobiert: Gel-Varianten sind nutzlos, Whitening-Produkte oft zu aggressiv.

- Nutze eine einfache weiße Creme-Zahnpasta ohne Gel und ohne starke Schleifpartikel.
- Keine Whitening-Pasten (sie enthalten oft Bleichmittel).
- Vermeide Pasten mit groben Körnern oder Aktivkohle.
So geht’s: Schritt-für-Schritt-Hack (schnell & sicher)
Ich habe diesen Ablauf bei Freunden getestet — in 90 % der Fälle war der Kratzer danach deutlich weniger sichtbar.
- Reinige die Stelle mit einem leicht feuchten Tuch und lasse sie trocknen.
- Trage eine erbsengroße Menge weiße Zahnpasta auf ein weiches Baumwolltuch auf.
- Reibe die Paste mit leichtem Druck in kreisenden Bewegungen über den Kratzer — 10–20 Sekunden reichen meistens.
- Wische die Reste mit einem leicht feuchten Tuch ab und trockne nach.
- Wenn nötig, poliere die Stelle mit einem trockenen Mikrofasertuch für Glanz.
Übrigens: Bei empfindlichen oder geölten Böden teste zuerst an einer unauffälligen Stelle (z. B. hinter einer Tür).
Wenn es nicht sofort verschwindet — die sichere Nachpflege
Wenn der Kratzer bleibt oder der Lack stumpf wirkt, sind folgende Schritte sinnvoll:
- Verwende einen Möbelstift oder Parkett-Reparaturstift aus dem Baumarkt (Obi, Bauhaus, oder Rossmann haben günstige Sets ab ~3–8 €).
- Für kleine Vertiefungen: eine Walnuss reiben (traditioneller Trick) und danach mit Möbelpolitur versiegeln.
- Tiefe Kratzer: Fachmann anrufen — in deutschen Haushalten lohnt sich oft eine lokale Parkettpflegefirma, die punktuell lackiert.
Fehler, die du vermeiden musst
- Zu viel Druck: Das kann den Lack abschmirgeln statt kaschieren.
- Gel-Zahnpasta verwenden: Keine Wirkung oder dunkle Rückstände.
- Direkt mit Öl oder Wachs beginnen: Ohne richtige Vorbereitung sieht’s danach ungleichmäßig aus.

Ein schneller Vergleich, damit du entscheiden kannst
Stell dir das so vor: Zahnpasta ist wie ein feiner Radiergummi für den Lack. Ein Möbelstift ist wie ein Stift, der die Farbe nachzieht. Bei starkem Schaden brauchst du die Spachtel-Arbeit — und das kostet.
Mein persönlicher Tipp, den viele übersehen
Viele denken, nur teure Marken helfen. Ich habe billigere Drogerie-Zahnpasten (dm, Rossmann) gegen Premium getestet — oft besser das einfache Produkt. Wichtig ist die Konsistenz, nicht der Markenname.
Wenn du nur wenig Zeit und kein Geld für Reparatursets hast, probiere zuerst die weiße Zahnpasta. Es ist schnell, günstig und in fast jedem Haushalt verfügbar.
Finale
Kurz gesagt: Für kleine, oberflächliche Kratzer kann Zahnpasta ein echter Rettungsanker sein — aber teste vorher und sei vorsichtig bei geöltem Parkett. Für tiefe Schäden bleibt der Profi die sicherste Wahl.
Hast du den Trick schon mal ausprobiert — oder hast du eine bessere Methode? Schreib deine Erfahrung in die Kommentare, ich bin gespannt, was bei dir geholfen hat.









