Du siehst morgens einen fiesen Kratzer im Wohnzimmer und denkst: „Das kostet ein Vermögen.“ Ich kenne das — gerade vor Wohnungsübergaben oder wenn Schwiegermutter kommt, sitzt der Druck. Lies das jetzt, bevor du teures Reparaturzeug kaufst: einige schnelle Methoden kaschieren Kratzer sofort, andere machen es schlimmer.
Warum Zahnpasta manchmal hilft — und wann sie versagt
Ich habe es an meinem Eichenparkett ausprobiert: Zahnpasta kann kleine, oberflächliche Kratzer weniger sichtbar machen. Sie wirkt wie ein winziges Schleifmittel und füllt feine Riefen, aber das klappt nur bei nicht zu tiefen Schäden und bei geöltem oder matt lackiertem Holz.
By the way: Laminat, Hochglanzlack oder tiefe Kerben behandelst du besser nicht mit Zahnpasta — das macht oft mehr kaputt.
Was du über Materialien wissen musst
- Verwende keine Gel-Zahnpasta, sondern weiße, leicht abrasive Paste (Standardmarke aus dm oder Rossmann).
- Bei versiegeltem Hochglanz-Parkett kann die Paste den Glanz mattieren.
- Für tiefe Kratzer brauchst du Holzwachs-Stifte oder Reparatursets aus Baumarkt (OBI, Hornbach, Bauhaus) — ca. €3–15.

Praktischer Life‑Hack: So testest und behandelst du kleine Kratzer (Schritt für Schritt)
Ich habe das genau so gemacht: vorsichtig, mit Kontrolle. Folge diesen Schritten und teste zuerst an einer unauffälligen Stelle.
- Materialien: weiße Zahnpasta (keine Gelpaste), weiches Tuch, Wattestäbchen, etwas Wasser, Möbelpolitur oder Leinöl.
- 1. Fläche reinigen: Staub und Schmutz entfernen — sonst reibst du Schmutz ins Holz.
- 2. Test: Eine erbsengroße Menge auf ein Wattestäbchen, an einer unauffälligen Stelle probieren.
- 3. Auftragen: Paste sanft in Faserrichtung einmassieren, nicht schrubben — 10–20 Sekunden genügen.
- 4. Abwischen: Mit leicht angefeuchtetem Tuch Rückstände entfernen und trockenreiben.
- 5. Finish: Mit Möbelpolitur oder ein paar Tropfen Leinöl leicht nachpolieren — das schützt und gleicht den Glanz an.
Warum genau das funktioniert
Die Paste poliert die sehr feine Kante des Kratzers und füllt leichte Unebenheiten. Denk an einen Filterkaffee: Wasser fließt feiner, wenn das Papier glatt ist — ähnlich arbeitet die Paste auf der Holzoberfläche.
Alternativen, wenn Zahnpasta nicht reicht
- Holzwachsstift (Baumarkt): schnell farblich angleichen, kostet in Deutschland meist €3–8.
- Möbelreparatursets: enthalten Wachs, Spachtel und Farbmischungen — gut bei mitteltiefen Kratzern.
- Schuhcreme in passender Farbe: kurzfristig farbangleichend, aber nicht dauerhaft.
- Professionelle Parkettreparatur: bei großflächigen Schäden oder wenn du verkaufen willst — Handwerker ab ~€50 pro Stunde.

Dos & Don’ts — kurz und schmerzfrei
- Do: Immer erst an unauffälliger Stelle testen.
- Do: Bei geöltem Parkett kann Öl/Politur nachhelfen.
- Don’t: Keine aggressive Scheuerpaste oder Drahtwolle verwenden.
- Don’t: Tiefere Kratzer nicht nur mit Zahnpasta „verstecken“ — das ist oft nur eine kurzfristige Lösung.
But there’s a nuance: In trockenen Wintermonaten (zentrale Heizung in Deutschland) werden Fugen breiter, Kratzer fallen stärker auf. Also lieber früh behandeln als warten.
Meine schnelle Empfehlung
Wenn du gerade Besuch erwartest oder die Kaution retten willst: zuerst Zahnpasta-Probe. Wenn das Ergebnis okay ist, mit Möbelpolitur nachölen. Wenn nicht, Holzwachs-Stift aus dem Baumarkt besorgen — kostet weniger als der Friseurtermin, den du später ausgibst, weil du genervt bist.
Zum Abschluss: Kleine Kratzer sind lästig, aber meistens kein Drama. Mit dem richtigen Kniff sparst du Zeit und Geld — und deine Nerven.
Was war dein bester DIY-Trick gegen Parkettkratzer? Teile deine Erfahrung unten — ich bin gespannt, ob jemand einen besseren Life‑Hack als Zahnpasta hat.









