Du entdeckst morgens einen feinen Kratzer im Parkett und denkst: „Oh nein, das sieht nach teurem Handwerker aus.“ Ich habe das auch gedacht — bis ich einen simplen Trick ausprobierte, der oft unter 2 Euro kostet. Warum du das jetzt lesen solltest: Kleine Kratzer lassen sich schnell kaschieren, bevor sie sich „festfressen“ und teure Nacharbeiten nötig machen.
Warum dieser Haushalts-Trick überhaupt klappt
Ich habe bemerkt, dass viele Kratzer nur die Oberfläche des Klarlacks treffen. Zahnpasta (die weiße, nicht gelartige Variante) ist leicht abrasiv — genug, um feine Mattstellen zu glätten, aber meist sanft gegenüber dem Lack.
- Feine Kratzer = Chance. Wenn das Holz nicht tief offenliegt, kannst du den Look deutlich verbessern.
- Zahnpasta funktioniert wie sehr feines Schleifpapier — nur kontrollierter und lokal.
- Das ist kein Ersatz für Profi-Renovierung bei tiefen Schäden oder geöltem Parkett.
Wann der Trick NICHT funktioniert
In meiner Praxis habe ich gelernt: Nicht jeder Boden ist ein Kandidat. Bei geöltem oder massivem Parkett kann Zahnpasta die Oberfläche stumpf machen oder einsickern.

- Tiefer Kratzer mit sichtbarem Holz → Fachmann oder Reparaturset.
- Mattierte, geölte Flächen → erst Öl-Test in einer unauffälligen Ecke.
- Wenn du unsicher bist, probiere es hinter dem Schrank oder an der Türseite.
So machst du es richtig: Schritt-für-Schritt
Ich habe das auf meinem Berliner Altbauparkett getestet — kleines Resultat, großer Wohlfühleffekt. Folge diesen Schritten, damit nichts schiefgeht:
- Materialien: weiße Zahnpasta (keine Gel- oder Whitening-Streifen), weiches Baumwolltuch, feuchtes Tuch, optional etwas Möbelpolitur oder Olivenöl.
- Vorbereitung: Boden sauber und trocken wischen. Kein Schmutz in der Reparaturzone.
- Anwendung:
- 1) Eine erbsengroße Menge Zahnpasta auf das Kratzerzentrum geben.
- 2) Mit dem weichen Tuch in kreisenden Bewegungen 10–20 Sekunden sanft reiben.
- 3) Zahnpasta mit feuchtem Tuch abwischen und trocken polieren.
- Nachbehandlung: Wenn die Stelle wieder glänzt, gut. Wenn sie matt ist, ein paar Tropfen Möbelpolitur oder ein Hauch Olivenöl auftragen und auspolieren.
Profi-Tricks, die Möbelmacher wirklich nutzen
- Für dunkles Parkett: Ein Stift zur Holzreparatur (erhältlich bei OBI oder Bauhaus) nach dem Polieren benutzen.
- Bei kalter, trockener Heizungsluft (typisch in deutschen Wintern): öfter prüfen — Holz reagiert stärker und zeigt mehr Kratzer.
- Für große Flächen: lieber ein spezielles Reparaturset aus dem Baumarkt als Zahnpasta.
Fehler, die ich gemacht habe — und wie du sie vermeidest
Ich war zunächst zu grob. Ergebnis: Eine matte Stelle, die ich später mit Politur retten musste. Merke dir:

- Zu viel Druck kann den Lack weiter beschädigen.
- Keine farbigen oder gelhaften Pasten verwenden.
- Bei Unsicherheit: erst in einer unauffälligen Ecke testen.
Übrigens, wenn du schnell ein Produkt kaufen willst: Die meisten Drogerien in Deutschland (DM, Rossmann) verkaufen passende Zahncremes; Baumärkte (Bauhaus, OBI) haben Reparaturstifte ab wenigen Euro.
Und jetzt für das Beste: Werbung, die du nicht brauchst
Kein Wunderwunder — aber für kleine Kratzer ist es ein schneller, günstiger Weg. Behandle es als Erste-Hilfe-Maßnahme. Wenn es hält, hast du dir Zeit und Geld gespart; wenn nicht, weißt du, wann der Profi ran muss.
Zum Schluss: Hast du das ausprobiert? Erzähle kurz, auf welchem Boden (Lack oder Öl) und in welcher Stadt du wohnst — ich bin neugierig, ob es in Hamburgs feuchter Luft anders wirkt als in Münchens trockenen Winterwohnungen.









