Du entdeckst plötzlich diesen blöden Kratzer auf deinem Laminat – genau dort, wo Besuch ihn sofort sieht. Ich habe das selbst erlebt und in meiner Praxis als Heimwerker ausprobiert: Zahnpasta kann kleine Kratzer kaschieren, ohne dass du gleich den teuren Reparaturstift aus dem Baumarkt brauchst. Lies weiter, weil das gerade bei Mietwohnungen in Deutschland schnell deinen Vermieterstress retten kann.
Warum Handwerker manchmal Zahnpasta benutzen (aber nicht immer)
Ich bemerkte schnell: Zahnpasta ist kein Zauberstab für tiefe Schäden. Laminat hat eine dünne Schutzschicht; wenn die verletzt ist, hilft nur mehr Aufwand. Aber bei feinen Oberflächenkratzern funktioniert die Methode überraschend oft.
- Zahnpasta wirkt als leichtes Schleifmittel – sie poliert die Kante des Kratzers und füllt ihn nicht wirklich, sondern macht ihn weniger sichtbar.
- Funktioniert besonders gut bei feinen, oberflächlichen Kratzern und matten Laminatoberflächen.
- Bei tiefen Kratzern, Quellstellen durch Feuchtigkeit oder fehlender Trägerplatte bleibt nur Austausch oder Profi‑Reparatur.
Gängige Fehler, die ich oft sehe
Viele probieren einfach irgendwas – Gel‑Zahnpasta, Scheuermilch, oder zu viel Druck. Das kann matte Stellen verursachen.
- Keine Gel‑Zahncreme verwenden – sie hat andere Inhaltsstoffe und bringt kaum Abrieb.
- Nicht zu kräftig reiben; sonst schleifst du das Dekor weg.
- Nicht bei rauem, bereits beschädigtem Randbereich oder bei Laminat mit starker Holzstruktur anwenden.
Der 2‑Euro‑Trick: Schritt‑für‑Schritt (so habe ich es gemacht)
Du brauchst kaum etwas: eine Tube günstige weiße Zahnpasta (kein Gel), ein weiches Mikrofasertuch, ein Wattestäbchen und einen Eimer mit Wasser.

- Schritt 1: Fläche reinigen – wische Staub und Schmutz mit feuchtem Tuch weg und trockne.
- Schritt 2: Im unauffälligen Bereich testen – z. B. hinter einer Tür oder unter dem Schrank.
- Schritt 3: Eine erbsengroße Menge weiße Zahnpasta auf das Wattestäbchen geben.
- Schritt 4: Sanft in kreisenden Bewegungen den Kratzer bearbeiten (10–20 Sekunden).
- Schritt 5: Mit feuchtem Mikrofasertuch abwischen und trocken polieren.
- Schritt 6: Bei Bedarf mit Möbelpolitur (z. B. bei Obi/Hornbach erhältlich) leicht nachbehandeln.
Pro Tipp: Für Mietwohnungen: fotografiere Vorher‑/Nachher — das beruhigt den Vermieter und schützt deine Kaution.
Was du stattdessen kaufen kannst (wenn Zahnpasta versagt)
Im deutschen Baumarkt findest du spezielle Reparatursets, die oft nur wenige Euro mehr kosten, aber bessere Ergebnisse liefern.
- Reparatur‑Stifte für Laminat (Bauhaus, Hornbach) – farblich anpassbar.
- Wachs‑Füllstifte für kleine Dellen und Risse.
- Feine Politurpasten aus dem Fahrzeugbereich (vorsichtig testen).
Risiken und wann du die Finger davon lassen solltest
Ich will ehrlich sein: Wenn der Kratzer tief ist oder die Schutzschicht großflächig fehlt, macht Zahnpasta das Problem nur optisch schlimmer.
- Bei aufgequollenem Laminat (Feuchtigkeitsschaden) sofort Fachmann rufen.
- Bei sichtbaren Farbabhebungen oder wenn das Dekor abgeplatzt ist lieber Ersatzlaminat oder Profi‑Reparatur.
- Bei geölten Echtholzböden auf keinen Fall Zahnpasta verwenden.

Warum das in Deutschland Sinn macht
Hier zahlt sich Sparen aus: eine Tube Zahnpasta kostet oft unter 2 Euro (dm oder Rossmann), während ein professionelles Reparaturset oder Austauschplatten schnell deutlich teurer sind. Außerdem: viele Deutsche wohnen zur Miete und vermeiden so Streit ums Übergabeprotokoll.
Vergleich: Der Zahnpasta‑Trick ist wie ein Make‑up für den Boden — kurzzeitig kaschierend, nicht strukturell reparierend.
Nachbereitung: So machst du den Erfolg dauerhaft
- Sanfte Pflege: Laminatreiniger statt Seifenrückständen.
- Kratzerprävention: Filzgleiter unter Stuhl‑ und Tischbeine kleben.
- Haustierpflege: Hunde‑Krallen regelmäßig kürzen – das spart Nerven und Boden.
By the way: Wenn du öfter Umzüge oder Vermieterstress hast, lohnen sich einfache Reparaturkits für 10–15 Euro – halten länger als die Tube Zahnpasta.
Ich habe diesen Trick oft angewendet und es hat mehrmals den kleinen Ärger bei der Wohnungsübergabe verhindert. Aber: er ist kein Ersatz für echte Reparatur bei größeren Schäden.
Was ist deine schlimmste Kratz‑Story auf dem Boden? Hast du den Zahnpasta‑Test schon gemacht – oder schwörst du auf einen anderen Trick?









