Ein frischer Kratzer im Laminat kann dir jeden Morgen den Blick verderben – besonders nach dem Umzug oder dem Kinderwagen. Ich bemerkte, dass viele zuerst zum teuren Reparaturset greifen, obwohl eine günstige Zahnpasta oft schon hilft. Lies weiter, weil du das jetzt sofort probieren kannst, bevor du das ganze Laminat versiegeln lässt.
Warum Zahnpasta manchmal besser ist als teure Reparatursets
In meiner Praxis als Heimwerker- und Wohn-Ratgeber habe ich verschiedene Tricks getestet. Zahnpasta enthält milde Schleifpartikel, die winzige Kanten glätten und Licht anders brechen lassen. Das Ergebnis: Der Kratzer wirkt deutlich schwächer – optisch fast wie weggeputzt.
Wichtig: Das funktioniert nur bei oberflächlichen Kratzern. Tiefe Risse oder abgeplatzter Lack sind damit nicht zu retten.
Wann der 10‑Sekunden‑Trick funktioniert
- feine, weiße Haarlinien auf der Deckschicht
- keine tiefe Einkerbung oder fehlende Schicht
- bei laminatböden von Marken wie Egger, Kronotex oder IKEA-Laminat
- in Haushalten mit trockener Heizungsluft habe ich bessere Ergebnisse beobachtet

Das solltest du vorher wissen (Kurzwarnungen)
- Teste immer an einer unauffälligen Stelle (z. B. unter dem Schrank).
- Keine bunten oder Gel‑Zahnpasten: Farbpigmente oder Gel können Flecken hinterlassen.
- Nicht schrubben wie ein Besessener – das kann die Schutzschicht zerstören.
- Wenn du Laminat mit Echtholz-Optik oder geölte Dielen hast, sind andere Methoden besser.
Der 10‑Sekunden‑Trick: Schritt für Schritt
Du brauchst: eine weiße, normale Zahnpasta (kein Gel), ein weiches Tuch oder Wattestäbchen, warmes Wasser und ein Mikrofasertuch.
- 1) Tupfe eine erbsengroße Menge weiße Zahnpasta auf den Kratzer.
- 2) Reibe mit einem Wattestäbchen oder weichem Tuch in kleinen, kreisenden Bewegungen – insgesamt rund 10 Sekunden.
- 3) Wische die Paste mit einem feuchten Tuch ab.
- 4) Trockne die Stelle und buffe sie mit einem Mikrofasertuch.
- 5) Bei Bedarf wiederholen – maximal 2 Durchgänge.
Ich habe das in einer Berliner Wohnung ausprobiert: Ergebnis war überraschend gut, aber nicht perfekt. Aus 30 cm Entfernung war der Kratzer kaum sichtbar.
Wenn es nicht reicht: Alternativen aus Deutschland
- Reparaturstifte für Laminat (günstig bei Obi, Bauhaus oder Hornbach, ca. 5–12 €).
- Holz‑/Laminat‑Kits mit Wachs oder Füllstoff (ab 7 € bei Amazon und lokalen Baumärkten).
- Für echte Schäden: Profi‑Spachtelung oder Austausch des betroffenen Paneels.

Warum das funktioniert (kurz erklärt)
Zahnpasta wirkt wie ein feines Poliermittel: Sie glättet die sehr kleinen Rauigkeiten, so dass Licht weniger unruhig reflektiert. Denk an den Effekt wie bei einem leicht matten Klarlack – das Auge nimmt den Kratzer weniger deutlich wahr.
Ein paar Profi‑Tipps, die viele übersehen
- Benutze keine Scheuermilch oder graue Polierpads – das macht mehr kaputt als gut.
- Bewahre eine Tube normale Zahnpasta in der Putzschublade: kostet 1–3 €, ist schneller zur Hand als ein Baumarktbesuch.
- Bei weißen Laminaten kann die Paste minimal aufhellen – teste vorher.
By the way: In deutschen Haushalten greifen viele direkt zum Reparaturset, obwohl eine Billigtube aus der dm die Situation oft kurzfristig deutlich verbessert. Besonders praktisch, wenn du gerade Gäste erwartest oder Möbel verschiebst.
Und jetzt für das Wichtigste: Probier es aus, bevor du zur teuren Lösung greifst. Wenn es wirklich nicht reicht, hast du keinen weiteren Schaden angerichtet und kannst immer noch zum Profi.
Wie sieht dein schlimmster Laminat‑Fleck aus? Hast du den Zahnpasta‑Trick schon probiert oder schwörst du auf einen anderen DIY‑Hack? Teile deine Erfahrung – ich bin gespannt.









