Schwarze Fugen, Kalkränder am Duschboden oder hässliche Schrammen auf den Fliesen — das nervt täglich und kostet Zeit und Geld. Ich bemerkte, wie Klempner und Fliesenleger eine billige Tube aus dem Schrank zogen statt teurer Reiniger. Lies das jetzt, weil du mit einem Euro‑Produkt oft bessere Ergebnisse erzielst als mit teuren Spezialmitteln.
Warum Profis das heimlich nutzen
In meiner Praxis als Heimwerker‑Beobachter fiel mir auf: Handwerker greifen eher zur Zahnpasta, wenn es schnell, günstig und ungefährlich sein soll. Viele übersehen, dass hinter diesem simplen Trick eine Mischung aus mechanischer Reinigung und milden Tensiden steckt.
Was Zahnpasta mit Fliesen macht
- Feine Schleifpartikel entfernen oberflächliche Verkrustungen und Schmutz — ähnlich wie ein sehr feines Schleifpapier.
- Waschaktive Substanzen lösen Fett und Seifenreste.
- Weißer Pastenanteil kaschiert optisch kleine Kratzer und matte Stellen.
Das ist kein Wundermittel, aber für Alltagsschmutz oft effektiver als teure Mittel — vorausgesetzt, du weißt, wie du es anwendest.

Für welche Fälle Zahnpasta taugt (und wann nicht)
- Geeignet: schwarze Fugenflecken, Wasserflecken an Fliesenrändern, seifiger Schmutz, Schuhabrieb.
- Nicht geeignet: tiefe Kalkablagerungen, Schimmel in Fugen (hier braucht es Schimmelentferner) und empfindliche Naturstein‑Flächen wie Marmor oder Kalkstein.
- Vorsicht: Hochglanzglasierte Fliesen oder polierter Naturstein können matte Stellen bekommen — immer erst an einer unauffälligen Stelle testen.
So machst du es richtig: Schritt‑für‑Schritt (mein erprobter Ablauf)
Dieser Ablauf hat mir in Altbau‑Bädern in Berlin und bei Freunden in München immer geholfen:
- Sorge für Belüftung — Dampfwolken und Feuchtigkeit sind sowieso dein Feind im Bad.
- Nutze weiße, nicht‑gelige Zahnpasta (günstig aus DM, Rossmann oder Aldi reicht).
- Trage eine erbsengroße Menge auf die betroffene Stelle auf.
- Mit einer weichen Zahnbürste oder Bügelbürste sanft einreiben (kreisende Bewegungen, 1–2 Minuten).
- 5–10 Minuten einwirken lassen — nicht antrocknen lassen.
- Mit klarem Wasser abspülen und mit einem alten Microfaser‑Tuch trockenwischen.
- Bei Fugen: Nach Reinigung mit Fugendichtmittel oder Imprägnierung (z. B. aus Bauhaus/OBI/Hornbach, ca. 5–15 €) schützen.
Tipp aus der Praxis: Für hartnäckige Ränder wiederholen, statt zu schrubben wie wild — das schont die Oberfläche.
Vergleich: Zahnpasta vs. klassische Hausmittel
- Essig: gut gegen Kalk, aber schadet Marmor und manchen Fliesenglasuren.
- Backpulver: ähnlich abrasiv, braucht oft mehr Aufwand.
- Handelsreiniger: stark, aber teuer und voller Chemie; manchmal besser für tiefen Schimmel.
Die Zahnpasta ist praktisch wie eine Mini‑Werkstatt in der Tube: mildes Scheuermittel plus Reinigungsmittel — ideal für schnelle Korrekturen.

Ein Haken, den Handwerker oft verschweigen
Der Trick funktioniert nur auf Oberflächen, die nicht zu empfindlich sind. Und: Zahnpasta ersetzt keine richtige Reparatur. Wenn Fugen bröckeln oder Fliesen Risse haben, hilft nur fachmännisches Auswechseln.
Kurze Checkliste vor dem Start
- Teststelle (unsichtbar) prüfen
- Keine gelige Zahnpasta verwenden
- Imprägnierung nach der Reinigung auftragen
- Bei Schimmel: spezialisierten Entferner benutzen
Letzte Gedanken
Ich habe das in mehreren Haushalten getestet — für den kleinen Schönheitsfehler im Badezimmer ist Zahnpasta oft die schnellste Lösung. Du sparst Geld (Tube ~1–3 €) und Zeit, vor allem wenn du in einer feuchten Wohnung in Hamburg oder kalkreichen Regionen wie dem Münsterland lebst.
Und jetzt interessiert mich: Welche ungewöhnlichen Hausmittel nutzt du für deine Wohnung? Schreib es in die Kommentare — vielleicht verraten wir uns ja noch ein paar Geheimnisse.









