Was Klempner absolut nicht in den Abfluss gießen – auch nicht „abbaubar“

Verstopfte Rohre, übler Geruch und eine Rechnung, die du lieber nicht sehen würdest — das passiert schneller, als du denkst. Ich habe bei Einsätzen in Berliner Altbauwohnungen und Neubauten in München gesehen: Was als „biologisch abbaubar“ verkauft wird, sorgt trotzdem für teure Notfälle.

Jetzt lesen, weil du morgen vielleicht eine Packung Feuchttücher oder ein Glas Öl entsorgst. Diese Liste spart dir Zeit, Ärger und den Gang zum Wertstoffhof.

Warum „biologisch abbaubar“ nicht gleich Rohr-freundlich ist

Ich habe bemerkt, dass viele Begriffe auf Verpackungen irreführend sind. „Abbaubar“ heißt nicht automatisch: löst sich im Abfluss auf.

Biologisch abbaubare Stoffe brauchen Luft, Zeit und bestimmte Mikroben — genau die Bedingungen, die in einer Kanalisation oder in Rohrbögen meist fehlen.

Städtische Kläranlagen in Deutschland können einiges, aber sie sind keine Wundertüten: Fette verklumpen, Feuchttücher zerlegen Rohre wie Sandpapier und Medikamente stören die Mikroflora.

Die 7 No‑Go‑Materialien

  • Fett, Speiseöl und Bratreste
  • Kaffeesatz
  • Feuchttücher & „flushable“ Hygienetücher
  • Katzenstreu und klumpende Einstreu
  • Medikamente und Chemikalien (Lacke, Lösungsmittel)
  • Kompostierbare Beutel & PLA-Verpackungen
  • Große Essensreste und Eierschalen

1. Fett und Speiseöl

Fett verhält sich in Leitungen wie flüssiger Zement: warm fließt es, warm bleibt es an Rohrwänden haften, kühlt und verfestigt sich. Ich habe Rohre gesehen, die nach Jahren wie mit einer Wachsschicht ausgekleidet waren.

Übrigens: In vielen Gemeinden kannst du Altöl oder größere Mengen bei deinem Wertstoffhof abgeben — das ist besser als die Biotonne.

Was Klempner absolut nicht in den Abfluss gießen – auch nicht „abbaubar

2. Kaffeesatz

Klingt harmlos, ist aber ein Magnet für Fett und Haare. Kaffeesatz bildet einen filterähnlichen Pfropf — stell dir einen nassen Teebeutel vor, der im Abfluss hängenbleibt.

3. Feuchttücher („flushable“)

Marketingtrick: Auch wenn sie sich im Labor zersetzen, reisen sie durch Rohre als feste Stoffe. Feuchttücher sorgen für die meisten Blockaden in Haushalten — und für teure Reinigungsaktionen in Kommunen.

4. Katzenstreu

Klumpende Streu saugt Wasser wie ein Schwamm und quillt auf — im Rohr ein unlösbares Problem. Ich habe bei Einsätzen Siphons aufgefahren und halbvolle Kieselberge herausgeholt.

5. Medikamente & aggressive Chemikalien

Tabletten und flüssige Medikamente verändern die Biologie der Kläranlagen. Farben, Verdünner und aggressive Reiniger schädigen Dichtungen und Rohre — und sind meist Sondermüll.

6. Kompostierbare Beutel und PLA

Kompostierbar heißt oft: industriell kompostierbar. Im kalten, dunklen Rohr verrotten diese Kunststoffe nicht — sie bleiben als Plastikteile oder verklumpen.

7. Große Essensreste

Es ist verführerisch, Gemüseenden und Knochen wegzuspülen. Die Folge: verstopfte Siphons und Gerüche. Dein Abfluss ist kein Mülleimer.

Praktische Regeln — Was du stattdessen tun solltest

  • Öl und Fett: Nach dem Kochen in ein leeres Glas gießen, auskühlen lassen, verschließen und in den Restmüll oder zur Altölannahme bringen.
  • Kaffeesatz: In den Kompost (wenn du einen hast) oder in die Biotonne — nie ins Waschbecken.
  • Feuchttücher: Immer im Restmüll entsorgen; lege eine kleine Abfallbox neben das WC für Gäste.
  • Katzenstreu: In den Restmüll; streu-beutel niemals ins Klo.
  • Medikamente: Rückgabe in Apotheken (in Deutschland üblich) — nicht in den Abfluss.

Ein konkreter Life‑Hack: So entsorgst du Bratfett richtig (Schritt für Schritt)

Ich habe diese Methode oft empfohlen — sie spart dir Verstopfungen und ist simpel:

  • Schritt 1: Abkühlen lassen, bis das Fett nicht mehr heiß ist.
  • Schritt 2: In ein leeres Schraubglas oder eine leere PET-Flasche kippen.
  • Schritt 3: Deckel drauf, ins Glasregal oder Gefrierfach (fester wird es leichter), dann in den Restmüll.
  • Schritt 4: Für kleine Mengen: Backpapier mit Küchenrolle auswischen und in den Restmüll.
  • Extra-Tipp: In vielen Städten gibt es Sammelstellen für Speiseöle — frag beim Wertstoffhof oder in der Kommune nach.

Was Klempner absolut nicht in den Abfluss gießen – auch nicht „abbaubar

Rohre reinigen, ohne alles zu zerstören

Und jetzt das Interessante: Chemische Rohrreiniger sind oft aggressiver als das Problem.

Probier das zuerst — ich mache das bei fast jedem Haushaltseinsatz:

  • Plunger (Saugglocke) verwenden — 1–2 Minuten kräftig pumpen.
  • Wenn das nicht reicht: Siphon unter dem Waschbecken abschrauben (Eimer drunter!), reinigen, wieder montieren.
  • Für tiefer sitzende Verstopfungen: eine Rohrspirale (Spirale) aus Baumärkten wie Obi oder Bauhaus nutzen — keine Hochdruckreiniger zu Hause.

Mythen, die du vergessen kannst

Viele denken: „Biologisch abbaubar = ohne Risiko“. Ich habe das oft gehört — und dann beseitigte ich verstopfte Rohre, die das Gegenteil bewiesen.

Mythos wegwischen: Feuchttücher sind nicht die einzige Ursache, aber sie sind der häufigste Verursacher in Privathaushalten. Einmal rein — jahrelang Ärger.

Letzte Worte

Dein Abfluss ist kein Mülleimer und kein natürliches Labor. Kleine Gewohnheitsänderungen sparen dir Nerven und Kosten — und schonen die städtischen Kläranlagen.

Merke dir: Nicht alles, was „abbaubar“ heißt, gehört ins Rohr.

Welche Entdeckung hast du beim Abfluss gemacht, die dich überrascht oder teuer zu stehen kam? Schreib’s in die Kommentare — vielleicht rettet deine Erfahrung jemand anderem die Rohrreinigungskosten.

Efrat Wienberg
Efrat Wienberg

Hallo, ich bin Efrat 👋
KI-Texter, Content-Coach & zertifizierter Content-Spezialist (Hubspot sagt es 😉)
Fließend Englisch, Hebräisch ... und menschlich.
Ich helfe Marken, wie Menschen zu klingen - und Menschen verkaufen mehr mit Worten.
Durch Storytelling, UX Writing und Conversion-driven Content unterstütze ich globale und lokale Marken dabei, Inhalte zu erstellen, die sich wie sie anfühlen — und landen.

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