Das Geschirr wird nach dem Spülen matt, klebrig oder riecht leicht seifig? Viele von uns kämpfen täglich mit Wasserflecken und diesem faden Kalkfilm. Ich habe bemerkt: In Profi-Küchen in Berlin bis München ist ein einfacher Trick Standard — und er kostet weniger als ein Euro pro Flasche.
Warum du das jetzt lesen solltest: Wenn du in Deutschland mit hartem Wasser zu tun hast (Hallo, Bayern und Nordrhein-Westfalen), kann ein Esslöffel Essig im Spülwasser die tägliche Schrubberei drastisch reduzieren.
Was passiert wirklich im Spülwasser?
Essig enthält Essigsäure. Diese Säure ist schwach, greift aber Kalk- und Seifenreste an, sorgt fürs Auflösen von Fett und neutralisiert Gerüche. In meiner Praxis als Küchenbeobachter habe ich gesehen, wie ein Basisset Essigwasser Teller schneller glänzen lässt — ohne Chemie-Geruch.
Kurz gesagt: Essig macht Schmutz löslicher und Spülen effizienter.
Die 6 Gründe, warum Profis Essig nutzen
- Glanz statt Wasserflecken — Essig verhindert Kalkrückstände, die bei hartem Wasser typisch sind.
- Seifenfrei aussehen — er neutralisiert Seifenreste, die sonst einen fettigen Film hinterlassen.
- Gerüche weg — Essig überdeckt nicht nur, er neutralisiert leichte Gerüche.
- Schnelleres Trocknen — Wasser perlt ab wie nach einem Klarspüler.
- Kostengünstig — eine Flasche Tafelessig kostet in Aldi, Lidl oder Rewe oft deutlich unter 1 €.
- Einfach und schnell — kein Spezialprodukt, das in Profiküchen oft fehlt.
Was Essig nicht schafft
Viele übersehen: Essig ist kein Desinfektionsmittel à la Krankenhausklasse. Er reduziert Bakterien, ersetzt aber nicht immer eine gründliche Desinfektion.

Wichtig: Nicht mit Chlorbleiche mischen — gefährliche Gase entstehen.
Wie viel Essig? Der Profi-Hack (Schritt-für-Schritt)
In meiner Küche habe ich das so getestet — einfache, verlässliche Regeln:
- Für normales Spülwasser: 1 bis 2 Esslöffel (15–30 ml) Haushaltsessig (5%) pro Liter Wasser.
- Bei starkem Kalk: lieber öfter mit normaler Konzentration spülen als Essigessenz (25%) pur nutzen.
- Essigessenz (25%) nur stark verdünnt verwenden: 1 Teil Essenz : 4 Teile Wasser als maximale Richtlinie.
So geht der Ablauf:
- Becken mit warmem Wasser füllen (kein kochendes).
- Essig hinzugeben, kurz umrühren.
- Geschirr wie gewohnt spülen, am Ende kurz mit klarem Wasser nachspülen (bei empfindlichen Teilen).
- Abtrocknen oder an der Luft trocknen lassen — Flecken sind meist weg.
Profi-Tipps, die viele übersehen
- Für Gläser: Essig ins Spülwasser verhindert schnell milchige Ränder nach dem Trocknen.
- Bei Spülmaschinen: Kein Essig direkt in das Reinigungsmittelfach dauerhaft geben — Gummidichtungen können leiden. Ab und zu einen Entkalkungsdurchlauf mit Essig (leer) arbeiten lassen.
- In Restaurants wird oft günstiger Tafelessig verwendet — billiger als spezielle Klarspüler.
Regionale Anmerkung
Viele deutsche Haushalte kaufen Tafelessig oder Essigessenz bei Aldi, Lidl, Rewe oder im Drogeriemarkt. Wenn du in einer Region mit sehr hartem Wasser lebst (z. B. Teile von Bayern oder dem Ruhrgebiet), wirst du den Effekt sofort merken.
Wann du Essig besser nicht benutzt
- Bei Marmor, Kalkstein oder säureempfindlichen Arbeitsplatten — Essig kann die Oberfläche matt machen.
- Aluminium empfindlich? Teste eine Ecke: Essig kann Verfärbungen verursachen.
- Nie mit Chlor/bleichenden Mitteln mischen.
Übrigens: Der Essiggeruch verfliegt beim Trocknen; er ist kein Dauergeruch danach.

Und jetzt für den praktischsten Trick
Mein persönlicher Life-Hack: Wenn du morgens schnell saubere Gläser brauchst, fülle ein großes Gefäß mit lauwarmem Wasser, einen Esslöffel Essig pro Liter und lege die Gläser kurz hinein (30–60 Sekunden). Herausnehmen, kurz abschütteln, an der Luft trocknen lassen — Profi-Glanz in 2 Minuten.
Das funktioniert besonders gut bei Berliner WG-Partys oder beim Grillen im Sommer — weniger Nacharbeit, mehr Zeit für Gäste.
Aber es gibt eine Nuance: Empfindliche Dekore oder alte Silberbeschläge solltest du separat behandeln.
Abschließend
Essig im Spülwasser ist kein Zaubertrick, sondern ein simpler, kostensparender Kniff, den Profi‑Küchen täglich nutzen. Er spart Zeit, reduziert Kalk und macht Geschirr sichtbar sauberer.
Hast du es schon ausprobiert — oder gibt es einen anderen Küchen-Trick, den du schwörst? Schreib’s in die Kommentare.









