Deine Bohnen dauern ewig, grünes Gemüse wird matschig oder die Kartoffeln bleiben hart? Ich habe das in meiner Küche oft erlebt.
Ich bemerkte, dass ein winziges Küchentrick—ein wenig Natron im Kochwasser—oft alles verändert. Gerade jetzt, wo viele in Deutschland mit hartem Leitungswasser kämpfen, lohnt es sich, das zu wissen.
Les weiter: Du bekommst praktische Dosierungen, Warnungen und einen schnellen Hack, den ich selber benutze.
Warum Köche Natron nehmen
In meiner Praxis sah ich drei Effekte sofort:
- Natron macht hartes Wasser weicher — das bricht Pektin in Hülsenfrüchten auf und beschleunigt das Garen.
- Grünes Gemüse bleibt intensiver grün, wenn man sehr sparsam dosiert und kurz arbeitet.
- Es reduziert teilweise die Kochzeit bei Kichererbsen und Bohnen deutlich.
Die Chemie in einem Satz
Natron (Natriumbikarbonat) erhöht den pH-Wert des Wassers; das lockert Zellwände und Pektin — deshalb wird’s schneller weich.

Wie du Natron richtig einsetzt (konkret)
Viele übertreiben—das ist der häufigste Fehler. Ich gebe oft nur eine kleine Menge und passe die Reihenfolge an.
- Für getrocknete Bohnen/Kichererbsen: 1/4–1/2 Teelöffel Natron pro Liter Kochwasser. Vor dem Kochen kurz einweichen, dann das Natron ins Kochwasser geben.
- Bei grünem Gemüse: eine Messerspitze (wirklich winzig) pro Liter – nur 30–60 Sekunden kochen, dann sofort in Eiswasser abschrecken.
- Nach dem Kochen: Wasser abgießen und die Bohnen kurz abspülen. Das reduziert den Natron-Geschmack und überschüssiges Natrium.
Mein Ablauf beim Bohnenkochen
- Bohnen über Nacht einweichen (wenn möglich).
- Ein längerer Kochtopf mit frischem Wasser füllen, 1/4–1/2 TL Natron pro Liter hinzufügen.
- Aufkochen, aufschäumendes Material abschöpfen, dann bei niedriger Hitze köcheln lassen.
- Garprobe machen, abgießen und abspülen — fertig.
Ich merkte: Das spart Zeit, besonders in Regionen mit viel Kalk (in Deutschland z. B. Rhein-Main, München Umgebung).
Vorsicht: Wann du Natron nicht benutzen solltest
Es gibt aber auch Fallen. Ich habe gelernt, diese Fehler zu vermeiden:
- Zu viel Natron macht seifigen Geschmack und zerstört empfindliche Vitamine (B-Vitamine).
- Bei Pasta und Teig ist Natron schlecht: Es verändert Proteine und macht Texturen gummiartig.
- Mit Aluminium-Kochgeschirr reagieren Natronlösungen und können dunkle Flecken oder metallischen Geschmack erzeugen — nutze Edelstahl oder emaillierte Töpfe.
By the way — ein schneller, überraschender Hack
Wenn du in Deutschland lebst und hartes Leitungswasser hast: ein halber Teelöffel Natron im Spülwasser für Kochutensilien hilft, Kalkreste schneller zu lösen. Aber nur kurz einwirken lassen und gründlich abspülen.

Step-by-step: Der Schnell-Hack für perfekte grüne Bohnen
- Wasser zum Kochen bringen (1 L pro 200 g Bohnen).
- Eine Messerspitze Natron ins kochende Wasser geben.
- Bohnen 1–2 Minuten hart kochen, dann sofort in Eiswasser legen.
- Abtropfen und servieren — intensives Grün, knackig, kein schlechter Geschmack.
Wo du Natron in Deutschland bekommst
Natron gibt es günstig bei DM, Rossmann, REWE, Edeka, Lidl oder Aldi — meist unter 1–2 € pro Packung. Schau in der Back- oder Drogerieabteilung.
Und noch ein Vergleich, der hängen bleibt: Denk an Natron wie an einen Weichspüler fürs Wasser — praktisch, aber zu viel macht die Wäsche (oder das Essen) kaputt.
Ich benutze Natron regelmäßig, aber gezielt: Es ist kein Allheilmittel, sondern ein Werkzeug im Kochkasten.
Fazit
Natron kann Kochzeiten verkürzen, Farbe erhalten und hartes Wasser ausgleichen — aber nur in kleinen Mengen und mit Bedacht.
Probier den Bohnen-Trick beim nächsten Einkauf (bei REWE oder Lidl sind die Packungen günstig) — und sag mir: Hast du schon mal Natron beim Kochen ausprobiert? Was hat bei dir funktioniert oder nicht?









