Dein Hof sieht aus wie ein Unkraut-Experiment? Jeder Riss in der Terrasse wird zur Mini-Dschungelzone, und die chemischen Mittel im Baumarkt sind dir suspekt — zurecht. Lies das jetzt, bevor du wieder zur Sprühflasche greifst: Ich habe das mit Salz und wenig Aufwand getestet und überraschend gute Ergebnisse erzielt.
Das funktioniert nicht für jede Fläche, aber oft reicht es, um die lästigen grünen Pioniere loszuwerden — ohne Gift, ohne teure Spezialmittel.
Warum herkömmliche Mittel oft enttäuschen
Du sprühst, wartest und eine Woche später sind die gleichen Pflanzen wieder da. Ich habe das auch erlebt. Gründe dafür:
- Unkrautmittel treffen oft nur die Blätter, die Wurzel bleibt.
- Viele Produkte sind teuer und werden in Deutschland zunehmend kritischer bewertet.
- Wind und Regen verteilen Chemie dort, wo sie nicht hingehört — Kanalisation, Beete, Nachbars Rasenkante.
Wie Salz wirkt — simpel wie ein Hebel
Salz entzieht Pflanzen Wasser und stört den osmotischen Haushalt. Bei Pflanzen zwischen Pflastersteinen reicht das oft, um sie auszutrocknen. Mir ist aufgefallen: wenn du Salz gezielt nutzt, wirkt es schnell und punktgenau.

Aber Achtung — Salz ist nicht intelligent. Es trifft alles, was im Boden lebt, wenn du es falsch anwendest.
Das passiert mit dem Boden
- Direkt an der Stelle kann Salz die Bodenstruktur verschlechtern.
- Bei heftigem Einsatz bildet sich eine Salzschicht, die andere Pflanzen langfristig stört.
- Starker Regen verteilt Salz in die Kanalisation oder in tiefer liegende Erdschichten.
Sicher anwenden — so machst du es richtig (mein Test‑Protokoll)
Ich habe verschiedene Varianten ausprobiert: trockenes Salz, Salzlösung, nur warmes Wasser. Hier ist die Methode, die für mich am besten funktioniert hat — effektiv, kontrollierbar und risikoarm.
- Nur für harte Flächen: Verwende Salz nur auf Pflaster, Terrassenfugen oder Gehwegen. Nicht in Vorgärten, Blumenbeeten oder Rasen.
- An einem trockenen, windstillen Tag arbeiten — Regen verflüchtigt den Effekt, Wind verteilt das Salz.
- Schütze Abflüsse: Decke Gullys mit einem alten Deckel oder einer Plastikfolie ab.
Step-by-step: Salzwasser-Hack
Das ist der praktische Teil — kurz, klar, erprobt:
- Material: grobes Steinsalz oder normales Speisesalz, heißes Wasser, Gießkanne mit Ausguss, Besen, Handschuhe.
- Mischung: Etwa 100–200 g Salz in 1 Liter heißem Wasser auflösen (einfacher Richtwert für kleine Stellen).
- Anwendung: Langsam die Lösung direkt auf das Unkraut in den Fugen gießen — nicht großflächig auf den Boden.
- Nachbehandlung: Nach 24–48 Stunden abgestorbene Pflanzenteile ausfegen. Nicht in die Beete kehren.
- Wiederholung: Einmal nach 7–14 Tagen bei hartnäckigen Exemplaren. Mehrfaches Salzen vermeide ich — es schadet dem Untergrund.

Alternativen und Pflege, damit Unkraut nicht zurückkommt
Salz ist ein Werkzeug, kein Allheilmittel. Kombiniere es mit diesen Tipps, damit du langfristig weniger Unkraut hast.
- Mechanik: Fugenkratzer oder Drahthaken entfernen Wurzeln gründlich.
- Vorbeugen: Fugen mit Fugensand (z. B. im Hornbach, Bauhaus, Obi) auffüllen oder polymeren Fugenmörtel nutzen.
- Regelmäßig fegen: Staub und Samen entfernen — das reduziert Neubefall.
- Vegetationsfreie Zonen: Bei denkmalgeschützten oder öffentlichen Flächen lieber professionelle Lösungen prüfen.
Was du vermeiden musst (wirklich wichtig)
- Kein Salz in der Nähe von Gemüse, Obstbäumen, Rasen oder Bienenweiden.
- Nicht großflächig ausbringen — das schädigt langfristig die Bodenökologie.
- Keine Anwendung vor starkem Regen — das spült Salz weg und belastet Kanal/Grundwasser.
By the way: In Deutschland bekommst du Steinsalz günstig bei Aldi, Bauhaus oder im Straßenbauzubehör. Aber billig ist nicht gleich harmlos — dosiere bewusst.
Meine Erfahrungen nach drei Monaten
Ich habe mehrere Pflasterstellen getestet. Die ersten Tage sieht man sofort Wirkung. Nach zwei Wochen war das meiste Unkraut weg, bei tiefwurzelnden Arten musste ich nacharbeiten. Wichtig: wenig, gezielt, nicht melodramatisch.
Das ist kein Ersatz für professionelle Belagsarbeiten, aber für den schnell sichtbaren Effekt im eigenen Hof ist es ein solides Werkzeug — umweltfreundlicher als Viele denken, wenn man es verantwortungsvoll nutzt.
Probier es aus — und sag mir: Hast du Salz schonmal gegen Unkraut verwendet, oder schwörst du auf eine andere Methode? Teile deine Erfahrung.









