Schimmel in der Dusche ist nicht nur hässlich — er macht Dir das Leben schwer und riecht oft noch Tage nach dem Lüften. Ich habe ausprobiert, wie eine einfache Salzlösung Fugen sauberer hält, ohne teure Spezialmittel. Lies weiter, wenn Du diesen Winter das typische Schimmelproblem schnell und günstig reduzieren willst.
Warum Salz hier überhaupt hilft
Salz entzieht dem Schimmel das, was er zum Wachsen braucht: frei verfügbares Wasser. In meiner Praxis mit DIY-Reinigungen fiel mir auf, dass salzhaltige Oberflächen trockener bleiben und somit weniger Nährboden bieten.
Das heißt nicht, dass Salz jede Spore sofort tötet — viele Schimmelpilze sind robust. Aber in Kombination mit Reinigung und gründlichem Trocknen ist Salz ein wirksamer Vorbeugungs- und Abschwächungs‑Trick.
Kurz & knapp: Was Salz bewirkt
- Es entzieht Feuchtigkeit (hygroskopisch).
- Es schafft kurzfristig eine lebensfeindlichere Oberfläche.
- Es ist ungiftig, günstig und in Deutschland überall erhältlich (dm, Rossmann, Lidl, Bauhaus).

Wann das funktioniert — und wann nicht
Viele übersehen: Bei Algen oder starken Tiefenbefall hilft Salz kaum. Wenn Fugen porös sind oder der Schimmel tiefer im Mörtel sitzt, ist eine Sanierung nötig.
- Gut geeignet: oberflächlicher Schimmel in schlecht gelüfteten Bädern.
- Weniger geeignet: Naturstein (Marmor) — dort kann Salz Flecken verursachen.
- Unbedingt Profi holen, wenn die befallene Fläche größer als ~1 m² ist oder der Geruch sehr stark ist.
Und jetzt für den praktischsten Teil: Mein 10‑Euro‑Plan
Ich habe das mehrfach getestet — das Ergebnis: sauberere Fugen, weniger Rückkehr des Schwarzschimmels. Kostenpunkt in Deutschland: Salz 1–3 €, Sprühflasche 2–5 €, Bürste 2–5 €. Macht zusammen ~10 €.
So mischst und wendest Du die Lösung an (Step‑by‑Step)
- Grunde Reinigung: Schrubbe die Fugen mit normalem Allzweckreiniger oder Seifenlauge und einer alten Zahnbürste. Entferne sichtbaren Schimmel mechanisch.
- Trocknen lassen: So gut wie möglich trocknen lassen oder mit einem Fön nachhelfen.
- Salzlösung anrühren: 100 g normales Kochsalz (Kochsalz) in 1 Liter warmem Wasser auflösen = ~10% Lösung. Für hartnäckige Stellen kannst Du die Konzentration leicht erhöhen, aber nicht übermäßige Sättigung empfehlen.
- Auftragen: Lösung in eine Sprühflasche füllen, die Fugen großzügig einsprühen. 10–15 Minuten einwirken lassen.
- Nachbearbeiten: Mit einer Bürste leicht nachschrubben, dann mit sauberem Wasser abspülen und gründlich trocknen.
- Wiederholung: In der ersten Woche 2×, dann wöchentlich zur Vorbeugung für 3–4 Wochen. Danach nach Bedarf.
By the way: Für die Sprühflasche reicht ein günstiges Modell aus dem Drogeriemarkt; Du brauchst keine Profi‑Ausrüstung.
Tipps aus meiner Praxis, die Du sonst nicht liest
- Nach dem Duschen: Fenster kippen oder Abluft an — Schimmel liebt stehend feuchte Luft.
- Handtücher nicht in der Dusche trocknen lassen; das erhöht die lokale Luftfeuchte massiv.
- Wenn Du einen Duschvorhang hast: Auch den gelegentlich mit Salzlösung einsprühen und an der Luft trocknen.
- Für extra Schutz: Nach dem Trocknen eine dünne Schicht flüssigen Silikonneutral‑Silikons (keine saure Variante) zusetzen — das dichtet Fugen ab.

Kleine, aber wichtige Warnungen
Salz ist nicht neutral für alle Materialien. Bei Marmor oder Kalkstein kann Salz Flecken und Beschädigungen hinterlassen.
Bei großflächigem oder wiederkehrendem Schimmel: Profi rufen. In Deutschland gibt es Schimmel‑Gutachter und Sanierungsfirmen — das spart auf lange Sicht Nerven und Gesundheitsrisiken.
Kurzes Fazit
Der Salz‑Trick ist kein Wundermittel, aber ein günstiger, leicht anwendbarer Weg, um oberflächlichen Schimmel in Fliesenfugen zu reduzieren und Schimmelbildung zu verzögern. Ich verwende ihn selbst in Mietwohnungen und empfehle ihn als erste Maßnahme vor stärkeren Mitteln.
Und jetzt Du: Hast Du solche Tricks schon probiert — oder triffst Du lieber sofort den Profi? Schreib Deine Erfahrung in die Kommentare.









