Knarrende Türen am Morgen nerven mehr, als man denkt. Du greifst zur Hand, hörst das Quietschen — und weißt: Das muss sofort weg. Ich habe bemerkt, dass viele Profis für genau diesen Moment ein überraschend simples Mittel nutzen: Olivenöl.
Warum du das hier und jetzt lesen solltest? Weil es schnell, günstig und praktisch ist — aber nicht immer die beste Wahl. In meiner Praxis habe ich das ausprobiert, mit Tests in Berliner Altbauwohnungen und auf Baustellen in München.
Warum das Scharnier plötzlich wieder flüstert
Ein Scharnier knarrt, wenn Metall auf Metall reibt und dabei winzige Unebenheiten (und Rost) hat. Schmierfilm reduziert die Reibung. Punkt.
Warum gerade Olivenöl?
- Es ist überall in deutschen Haushalten: Aldi, Lidl, Rewe — selbst im Baumarkt findest du kleinere Flaschen.
- Es ist ungiftig und geruchsneutral genug für Innenräume.
- In Notfällen wirkt es sofort und kostet nur ein paar Euro.
Olivenöl ist also oft die schnellste Lösung, wenn du keine Flasche Maschinenöl zur Hand hast. Ich habe das in Altbauwohnungen mit schmalen Türen getestet — Ergebnis: sofort ruhiger Klang.
Die handwerkliche Logik dahinter
Stell dir das Scharnier wie einen kleinen, trockenen Pfannkuchen vor. Fett drauf — Pfannkuchen gleitet. So einfach ist es.

- Olivenöl legt einen dünnen Film über die Reibflächen.
- Der Film fängt kleine Korrosionsstellen ab und gleicht Ungleichmäßigkeiten aus.
- Bei gelegentlichem Gebrauch wird das Öl verteilt und hält die Bewegung geschmeidig.
Was viele übersehen
Ich habe bemerkt: Nach Wochen kann Olivenöl klebrig werden und Staub anziehen. Vor allem in staubigen Treppenhäusern in deutschen Wohnhäusern siehst du das schnell.
Das ist kein Wundermittel für alles. Für schwer belastete Haustüren oder feuchte Keller ist es keine Dauerlösung.
Praktischer Life-Hack: So machst du es richtig (Schritt für Schritt)
Das ist mein Standardverfahren — simpel, sauber, funktioniert in 5 Minuten.
- Benötigt: kleine Flasche Olivenöl, Wattestäbchen oder Lappen, Küchenpapier, optional Spritze ohne Nadel (1–2 ml).
- 1) Tür öffnen und Scharnier prüfen — wo genau knarrt es?
- 2) Mit Küchenpapier groben Schmutz und Rost abwischen.
- 3) 1–2 Tropfen Olivenöl in die Scharnierachse träufeln (oder mit Spritze dosieren).
- 4) Ein paarmal die Tür langsam öffnen und schließen, damit sich das Öl verteilt.
- 5) Überschuss abtupfen, sonst zieht er Staub an.
Einfach. Schnell. In Berlin habe ich so eine alte Wohnungstür wieder ruhig bekommen, bevor die Nachbarin Kaffee trinken kam.

Alternativen und wann du auf Profi-Mittel wechseln solltest
Olivenöl ist praktisch — aber nicht immer ideal. Hier die Alternativen:
- WD-40 oder Silikonspray: besser für langfristige Schmierung und Feuchtigkeit.
- Maschinenöl (Nähmaschinenöl): dünnflüssiger, verharzt weniger.
- Graphitpulver: gut für Schlösser, kein Schmutz anziehend.
Wenn die Tür draußen ist, im Dauerregen steht oder viel Gewicht trägt, investiere 5–10 € beim Baumarkt (OBI, Hornbach, Bauhaus) in das passende Öl.
Kurzer Fehler-Guide
- Nicht mit Margarine/Butter schmieren — zieht Ratten und Mücken an.
- Zu viel Öl = Staubfänger = bald wieder Knarren.
- Rost vorher mechanisch entfernen (Drahtbürste), sonst schmiert du Rost nur weiter ins Gelenk.
By the way — was der Geruch verrät
Olivenöl hat einen leichten Duft, der in der kalten Jahreszeit (heizen!) stärker wirkt. In kleinen Mengen stört das kaum. In öffentlichen Gebäuden würde ich jedoch ein neutrales Maschinenöl bevorzugen.
Fazit
Olivenöl ist ein schneller, haushaltsüblicher Notfall-Trick für quietschende Scharniere — ideal, wenn du gerade nichts anderes zur Hand hast. Für dauerhaften Schutz und starke Beanspruchung solltest du aber auf spezialisiertes Öl setzen.
Hast du einen Lieblingstrick gegen knarrende Türen — oder hast du Olivenöl schon ausprobiert? Verrate es unten in den Kommentaren.









