Du öffnest das Mehlpaket und findest kleine Gespinste oder fliegende Motten — ein Albtraum, der in deutschen Küchen fast jede:n erwischt. Warum solltest du das jetzt lesen? Weil ein einfacher Lorbeerblatt‑Trick, den schon unsere Großeltern kannten, oft hilft, bevor du neue Vorräte kaufen musst.
Ich habe das selbst ausprobiert: erst zweifelnd, dann erleichtert. In meiner Praxis im Haushalt hat sich gezeigt, dass man mit wenig Aufwand großen Ärger vermeiden kann.
Warum Großmutter Lorbeer ins Mehl legte
Viele übersehen: Lorbeer (Laurus nobilis) enthält ätherische Öle wie 1,8‑Cineol und Linalool. Diese Stoffe riechen stark und stören Geruchssinn und Verhalten von kleinen Schädlingen.
- Historisch wurde Lorbeer seit Jahrzehnten in Vorratskammern genutzt — nicht als wissenschaftliche Wunderwaffe, aber als natürlicher Geruchsschutz.
- Die Methode ist billig: In Deutschland kostet ein Glas Lorbeerblätter im Supermarkt (Rewe, Edeka) meist unter 2 €.
- Praktisch: Lorbeer ist trocken, lange haltbar und lässt sich in Bio‑Läden wie Alnatura oder türkischen Supermärkten in größeren Mengen finden.
Was Lorbeer wirklich macht — kurz und klar
Es tötet nicht sofort Eier oder Larven. Vielmehr verringert die Wahrscheinlichkeit, dass Motten sich in diesem Bereich ansiedeln, weil der Geruch abschreckt.
Übrigens: Das ist kein medizinischer Rat gegen echte „Pest“-Krankheiten — hier geht es um Vorratsschädlinge wie Mehlmotten.

So wendest du den Lorbeer‑Hack richtig an (Schritt für Schritt)
Ich nenne dir die Methode, die ich mehrfach getestet habe. Ergebnis: weniger Stress, weniger Wegwerfen.
- 1. Verpacke offen gekauftes Mehl nach dem Einkauf sofort in ein luftdichtes Glas (Einmachglas oder Schraubglas).
- 2. Lege 1–2 getrocknete Lorbeerblätter oben drauf — nicht direkt ins Mehl, sondern in ein kleines Teefilter‑Säckchen oder Papierbeutel.
- 3. Verschließe das Glas und stelle es kühl, dunkel und trocken – in Deutschland oft die Speisekammer oder ein oberes Regal im Hauswirtschaftsraum.
- 4. Ersetze die Lorbeerblätter alle 6–8 Wochen, oder wenn der Geruch deutlich nachlässt.
- 5. Bei bereits sichtbarer Befall: Mehl sofort entsorgen oder für 72 Stunden bei −18 °C einfrieren, um Eier abzutöten; danach verschließen und mit frischem Lorbeer sichern.
Warum das so praktisch ist
Es ist schnell, günstig (ein Lorbeerglas reicht Monate) und funktioniert gut kombiniert mit anderen Maßnahmen:
- Luftdichte Aufbewahrung (Einmachgläser statt Plastiktüten).
- Regelmäßiges Ausmisten und Absaugen der Regale.
- Pheromonfallen für Mehlmotten als Kontrollinstrument (bei starkem Befall).
Was viele falsch machen
Ich habe gesehen, wie Leute nur Lorbeerblätter in offenen Packungen streuen und sich dann wundern. Das ist zu wenig.
- Fehler 1: Lorbeer direkt in das Mehl legen — das kann Geschmack verändern.
- Fehler 2: Auf frische Vorräte verzichten und nur auf „Hausmittel“ hoffen.
- Fehler 3: Kein regelmäßiges Kontrollieren der Vorräte — Motten vermehren sich schnell.
Wenn du Lorbeer benutzt, tue es als Teil eines Systems, nicht als alleiniges Heilmittel.

Alternativen und Ergänzungen
Wenn du keinen Lorbeer magst oder empfindlich bist, probiere eines dieser Haus‑Alternativen:
- Gewürznelken oder getrocknete Lavendelblüten (in kleinen Säckchen).
- Zedernholz‑Streifen im Regal — riecht angenehm und hält ebenfalls Schädlinge fern.
- Einmal pro Saison die trockenen Vorräte prüfen und bei Befall professionell entsorgen.
Einfacher Vergleich
Stell dir den Lorbeer vor wie einen Türsteher: Er stoppt die meisten Einbrecher, aber wenn du die Tür offen lässt, kommen sie trotzdem rein.
Meine persönlichen Tipps aus der Praxis
- Beim Einkauf: Mehl kurz schütteln — grobe Klumpen können auf Feuchtigkeit oder Befall hinweisen.
- Lagere Mehl in 1‑kg‑Gläsern statt in großen 5‑kg‑Säcken, wenn du selten backst.
- Kaufe Lorbeerblätter in der Frischeabteilung eines türkischen Supermarkts oder im Wochenmarkt‑Gewürzstand — oft günstiger und aromatischer als Supermarktgläser.
- Wenn du regelmäßig backst: Halte einen kleinen Vorrat im Gefrierschrank; das verlängert die Haltbarkeit und tötet eventuell vorhandene Eier.
Aber es gibt einen Haken: Bei starkem Befall helfen nur radikale Maßnahmen — ausräumen, tief reinigen, befallene Vorräte wegwerfen.
Fazit
Lorbeerblatt ist kein Wundermittel, aber ein günstiger, bewährter Baustein gegen Küchen‑Schädlinge. In meiner Erfahrung reduziert es Stress und verhindert oft das erste Aufflammen eines Problems — vor allem, wenn du es richtig anwendest.
Was ist deine Erfahrung: Legst du Lorbeerblätter in die Vorratskammer oder schwörst du auf ein anderes Hausmittel? Schreib es in die Kommentare — ich bin gespannt, was bei dir funktioniert.









