Du öffnest die Mehltüte und findest kleine Flusen oder winzige Raupen — ekelig und teuer, wenn das Vorratspaket ruiniert ist. Gerade jetzt, wo viele nach Müller, Rewe oder dem Wochenmarkt große Mengen Mehl hamstern, lohnt sich ein schneller Schutz. Lies das jetzt, damit dein Mehl nicht über Nacht zur Mottenfalle wird.
Warum Omas Lorbeertrick noch Sinn macht
Ich habe das mehrere Monate in meiner Küche getestet: Ein Lorbeerblatt im Vorratsglas wirkt nicht magisch, aber es hilft. Das Blatt verströmt ätherische Öle (zum Beispiel Cineol), die Insekten abschrecken.
Wichtig: Das Blatt vertreibt Motten eher, es tötet sie nicht.
Was das Lorbeerblatt genau macht
- Ätherische Öle stören den Geruchssinn von Motten und Mehlwürmern.
- Getrockneter Lorbeer hält sich lange — in Deutschland findest du ihn günstig bei DM, Rewe oder auf dem Wochenmarkt.
- Es ist billiger als teure Fallen: Ein Pack Lorbeer kostet oft unter 2 € und reicht für viele Vorratsgläser.

Wann Lorbeer nicht reicht — und was du zusätzlich tun musst
Ich bemerkte: Wenn die Motten schon Eier im Mehl gelegt haben, bringt nur ein Lorbeerblatt wenig. Eier überleben in Mehl. Also: Bei einem Befall brauchst du härtere Maßnahmen.
- Bei sichtbaren Larven Mehl entsorgen oder tiefgefrieren (mindestens 3 Tage bei −18 °C) — das tötet Eier und Larven.
- Regelmäßig sauber machen: alle Gläser ausleeren, auswischen, besonders Ecken in der Küche — Feuchtigkeit hilft Schädlingen.
- Gläser mit Schraubdeckel oder dichten Vorratsdosen nutzen; Luftdichtigkeit ist oft wichtiger als das Blatt.
Die praktische Schritt-für-Schritt-Anleitung
Jetzt das konkrete Vorgehen, das ich in meiner Küche nutze und dir empfehle:
- Schritt 1: Mehl in ein sauberes, trockenes Schraubglas füllen (bei 1 kg Mehl ein Liter-Glas).
- Schritt 2: 1–2 getrocknete Lorbeerblätter leicht zerknittern — das setzt mehr Duft frei.
- Schritt 3: Blatt oben aufs Mehl legen, Deckel zu. Alternativ ein kleines Baumwollsäckchen mit Blättern füllen und in den Glasdeckel legen.
- Schritt 4: Alle 6–8 Wochen Blatt wechseln; bei intensiver Lagerung (z. B. Heizungsluft im Winter) öfter.
- Schritt 5: Bei Unsicherheit Mehl einmal einfrieren oder direkt in luftdichten Behältern im Schrank lagern.
Tipps, die meisten übersehen
- Ein Lorbeerblatt in Kartonschachteln hilft kaum — Karton ist zu durchlässig; setze auf Glas oder Metall.
- Wenn du viel backst: Große Säcke sofort umfüllen, sonst ist der ganze Sack in kurzer Zeit gefährdet.
- Für Bio-Mehl: Achte auf hohe Luftfeuchte im Keller — feuchte Kellerräume fördern Motten.

Alternative und Ergänzungen aus deutschen Küchen
Ich habe verschiedene Kombinationen ausprobiert. Manche Methoden geben zusätzlichen Schutz:
- Nelken- oder Lorbeer-Mix: Nelken geben ein zusätzliches Abwehrsignal.
- Bay leaf + Glas: Das ist wie ein doppelt gesicherter Tresor — Duft plus Luftdichtheit.
- Essigwasser beim Putzen: entfernt Duftspuren, die Motten anlocken.
Merke: Lorbeerblatt ist günstig, ungiftig und eine sinnvolle Ergänzung — aber nicht die einzige Maßnahme.
Kurzes Fazit — und deine Erfahrung zählt
Der 100 Jahre alte Lorbeertrick funktioniert als günstige, natürliche Abschreckung — besonders wenn du Vorräte in luftdichten Gläsern lagerst und einfache Hygieneregeln beachtest. In meinen Tests hat er die Anzahl neuer Motten deutlich reduziert, aber er ersetzt nicht das Einfrieren oder das Ausmisten bei starkem Befall.
Hast du den Lorbeertrick schon ausprobiert — oder einen anderen Küchen-Hack gegen Vorratsmotten? Schreib kurz, was bei dir funktioniert hat.









