Du öffnest das Mehlpaket und findest kleine Krabbeltiere oder Gespinste – ein Albtraum in jeder Küche. Das Problem: Speisemotten (ja, die kleinen Falter) vermehren sich schnell, besonders bei der warmen Jahreszeit in Deutschland.
Ich bemerkte, wie ein einfacher Trick, den meine Großmutter kannte, immer wieder half: Lorbeerblatt. Lies jetzt weiter, wenn du Mehl retten willst, bevor du alles wegwerfen musst.
Warum Motten plötzlich wieder auftauchen
Speisemotten legen Eier in Getreideprodukte; die Larven fressen sich durch Mehl, Nüsse und Trockenfrüchte. In deutschen Küchen mit warmer Heizungsluft oder in sommerlichen Wohnungen kann sich die Population in wenigen Wochen vermehren.
Viele übersehen, dass Befall oft schon beim Einkauf beginnt – Supermarktpackungen, lose Ware auf Wochenmärkten oder bei Discount-Deals.
Kurzer Check: Typische Fehler
- Mehl lange in Papierpackung lagern
- Offene Vorratsbehälter statt luftdichte Gläser
- Neue Ware nicht auf Eier geprüft (oder eingefroren)

Warum Lorbeerblatt hilft – und wo die Grenze ist
Das Lorbeerblatt riecht stark: ätherische Öle wie Cineol und Linalool stören Insekten. In meiner Küche in Berlin merkte ich, dass Motten weniger an Behältern naschten, wenn ein Lorbeerblatt dabei lag.
Wichtig: Lorbeerblatt vertreibt Motten eher, es tötet Eier oder Larven nicht zuverlässig. Es ist also ein Schutz, kein Freifahrtschein.
Wie Lorbeer im Vorrat wirkt (in einfachen Worten)
- Du legst ein oder zwei getrocknete Blätter in das Mehlgefäß – der Duft hält Motten fern.
- Der Effekt ist wie eine Duftbarriere: Motten mögen die Luft nicht, sie suchen andere Nahrungsquellen.
- Bei starker Belastung reicht das allein aber nicht.
So machst du es richtig – Schritt für Schritt
Hier ist der konkrete Ablauf, den ich hundertfach getestet habe. Kurz, praktisch, ohne Hokuspokus.
- Beim Einkauf: Prüfe Packungen auf Löcher oder kleine Gespinste. Kaufe bei REWE, Edeka oder Bioladen – lose Ware extra kontrollieren.
- Neu gekauftes Mehl sofort einfrieren: mindestens 48 Stunden bei -18°C» das tötet die meisten Eier und Larven.
- Mehl in saubere, luftdichte Glasbehälter umfüllen (z. B. Einmachgläser aus DM, Rossmann oder Bauhaus).
- Ein trockenes Lorbeerblatt obenauf legen; bei großen Behältern 2–3 Blätter verteilt einlegen.
- Alle 4–6 Wochen die Blätter austauschen – der Duft verfliegt.
Praktischer Lifehack
Wenn du Vorräte auf Kommando prüfen willst: Schraubglas mit Mehl, ein Lorbeerblatt, ein Etikett mit Eingangsdatum. Gefriertest beim Ankommen, dann zurück ins Glas. So vermeidest du teuren Verlust und hast ein System.
Weitere Tricks, die zusammen mit Lorbeer richtig stark sind
- Vakuumdosen oder Glas statt Plastik: Luftdichte Behälter sind der wichtigste Schutz.
- Pheromonfallen aus dem Baumarkt (OBI, Hornbach) fangen erwachsene Falter – gut zur Kontrolle.
- Kombiniere mit Lavendel- oder Zedernholzbeuteln in offenen Schränken (nicht direkt ins Mehl!).
- Regelmäßig ausräumen und trocken wischen – Motteneier sammeln sich gern in Ritzen.

Was du sofort tun musst, wenn du Befall entdeckst
- Alle verdächtigen Produkte (Mehl, Nüsse, Trockenfrüchte) entfernen und prüfen.
- Offene Produkte einfrieren oder entsorgen – bei sichtbarem Befall: weg damit.
- Schränke aussaugen, Ritzen mit Essigwasser auswischen.
- Pheromonfallen aufhängen, um den Restbefall zu überwachen.
Eine kleine Warnung
Manche Online-Posts behaupten, ein Blatt reiche ewig. Das stimmt nicht. Lorbeer ist günstig (ein Pack in deutschen Supermärkten kostet meist 1–3 €), aber du musst ihn pflegen: trocken lagern, regelmäßig austauschen.
Warum ich Lorbeerblatt trotzdem empfehle
Weil es einfach, günstig und lokal verfügbar ist – im Bioladen, bei REWE oder auf dem Wochenmarkt. In meiner Praxis (ja, ich habe viele Küchen auf Schädlingsprobleme geprüft) ist es die erste Maßnahme, die Sinn macht, bevor man zu Chemie greift.
Stell es dir so vor: Lorbeer ist die freundliche Wache an der Haustür deiner Vorräte. Nicht unbesiegbar, aber sehr nützlich.
Kurz gesagt: Lorbeerblatt ist ein bewährter, natürlicher Helfer gegen Speisemotten, aber kombiniere es mit Gefrieren, luftdichten Behältern und Sauberkeit.
Hast du diesen Trick schon ausprobiert – oder schwörst du auf etwas anderes gegen Motten? Schreib mir deine Erfahrung unten, ich bin gespannt auf eure besten Vorrats-Geheimnisse.









