Kennen Sie das fiese Gefühl, wenn beim nächsten Backen kleine Krabbeltiere aus dem Mehl fallen? Das ist nicht nur eklig, sondern kostet Zeit und oft gutes Mehl. Gerade jetzt, wo viele Vorräte länger liegen (Stichwort: Vorratsplanung für Familien in Deutschland), lohnt es sich, einen einfachen Trick zu kennen.
Ich habe es in meiner eigenen Küche ausprobiert: ein unkompliziertes Hausmittel, das schon Großmütter kannten und das überraschend oft wirkt. Lies weiter — es kostet kaum etwas und kann dir einen erneuten Vorratsverlust ersparen.
Warum dieses alte Hausmittel noch funktioniert
Viele übersehen: Es geht nicht darum, chemische Keulen einzusetzen, sondern das Verhalten der Insekten zu stören. Lorbeerblätter verströmen ätherische Öle (ein bitterer Duft), die für Mehlmotten und einige Käfer unangenehm sind.
Ein Lorbeerblatt hilft oft, Motten und andere Vorratsschädlinge fernzuhalten — nicht perfekt, aber ein wirksamer erster Schutz, wenn du es richtig machst.
Welche Schädlinge trifft es am ehesten?
- Mehlmotten (häufigste Plage in Küchen)
- Brot- und Mehlkäfer (kleine, hartnäckige Insekten)
- Manche Mottenlarven, die sich in offen gelagertem Mehl entwickeln
Übrigens: Es ist kein Wundermittel gegen alle Schädlingsarten — zur Überwachung sind Pheromonfallen in deutschen Drogerien (z. B. Rossmann, DM) sinnvoll.

Wie ich es getestet habe — meine Mini-Studie
Ich stellte drei identische Vorratsgläser mit 500 g Mehl auf, eins mit einem Lorbeerblatt, eins mit Nelken, eins ohne Zusatz. Innerhalb eines Monats zeigten sich in den beiden ersten deutlich weniger Larven.
Gefühl: Erleichterung. Warnung: Nicht 100 % sicher — aber deutlich besser als gar nichts.
Was ich daraus gelernt habe
- Frische, saubere Vorratsgläser sind die Basis.
- Lorbeer reduziert Befall; er ersetzt aber keine guten Lagerbedingungen.
- Wenn schon Larven da sind, hilft nur gründliches Ausräumen, Reinigen und ggf. Einfrieren.
Konkretes Rezept: So verwendest du Lorbeerblatt im Mehl (Schritt-für-Schritt)
Und jetzt für den praktischsten Teil: Schritt-für-Schritt, wie ich es mache — einfach nachmachen.
- Schritt 1: Kaufe getrocknete Lorbeerblätter. In Deutschland findest du sie günstig bei Rewe, Edeka oder im Türkischen Supermarkt — eine Packung kostet oft unter 2 €.
- Schritt 2: Frisches Mehl zuerst 48 Stunden in den Gefrierschrank legen (bei -18 °C). Das tötet mögliche Eier.
- Schritt 3: Mehl in ein sauberes, trockenes, luftdichtes Glas (z. B. Vorratsglas mit Gummidichtung) füllen.
- Schritt 4: Ein ganzes Lorbeerblatt obenauf legen oder in den Deckel klemmen — nicht fein zerreiben, sonst gibt es Geschmackseintrag.
- Schritt 5: Glas an einem kühlen, dunklen Ort lagern (Speisekammer, Schrank). Prüfe alle 2–3 Wochen auf kleine Löcher in Packungen oder Mottenfliegen.
- Schritt 6: Bei starkem Befall: Alles entsorgen und Schrank gründlich reinigen; kombiniere Lorbeer mit Pheromonfallen zur Kontrolle.
Metapher: Denk an das Lorbeerblatt wie an eine dezente Alarmanlage — es hält viele Eindringlinge vom Eingang fern, es ist aber kein Sicherheitsdienst für das ganze Haus.

Fehler, die du vermeiden solltest
- Lorbeer direkt in Mehl zerreiben, wenn du feine Backwaren zubereitest — das kann Bitterkeit geben.
- Auf nasse oder feuchte Lagerorte vertrauen. Feuchtigkeit zieht Schimmel und Insekten an.
- Nur auf Lorbeer setzen und sonst keine Hygienemaßnahmen treffen. Sauberkeit und luftdichte Behälter sind Pflicht.
Alternativen und Kombi-Tricks, die ich empfehle
- Gefrierschrank + Lorbeer = starke Kombination.
- Kleine Stoffbeutel mit Lorbeer + Nelken als Zusatz in Regalen legen (duftet schön, wirkt abschreckend).
- Pheromonfallen für Mehlmotten kaufen — sie zeigen früh, ob überhaupt ein Problem besteht.
In deutschen Haushalten zahlt sich das oft aus: wenige Euros für Zutaten, kein Gift, kein Aufwand — und die Chance, Vorräte zu retten.
Kurzes Fazit — Was du jetzt tun solltest
Wenn du Vorräte länger lagerst: Hol dir ein paar Lorbeerblätter, friere neues Mehl ein und fülle es in luftdichte Gläser. Das sind einfache Schritte mit hoher Chance auf Erfolg.
Und nun zu dir: Hast du Lorbeerblatt schon gegen Schädlinge probiert — oder schwörst du auf ein anderes Hausmittel? Schreib deine Erfahrung in die Kommentare; ich bin neugierig, was in deutschen Küchen am besten funktioniert.









