Mehl voller Mottenlarven entdeckt? Ich habe bemerkt, wie schnell ein kleiner Vorrat zur Nervenprobe wird — vor allem an feuchten Sommertagen in Deutschland. Lies weiter, wenn Du sofort handeln willst: das kostet fast nichts, klappt häufig besser als teure Sprays und schützt Deinen Vorrat ohne Chemie.
Warum Großmutter oft Lorbeer nahm — und warum es jetzt wieder Sinn macht
Vor hundert Jahren legten Haushalte Lorbeerblätter in Mehlsäcke. Das war kein Aberglaube, sondern Erfahrung: die ätherischen Öle der Blätter stören den Geruchssinn von Schadinsekten.
In meiner Praxis — ich habe das in mehreren Küchen getestet — funktionierte die Methode besonders gut als Prävention. Wichtig: Es ersetzt keine sorgfältige Lagerung, es ergänzt sie.
Was Lorbeer wirklich kann (und was nicht)
- Wirkstoff: Lorbeer enthält Cineol, Eugenol und Linalool — Gerüche, die Motten & Co. meiden.
- Prävention: Stark — hält viele Schädlinge fern, bevor sie überhaupt Eier legen.
- Bei aktiver Plage: Schwacher Effekt — vorhandene Larven überleben; dann helfen Einfrieren oder Erhitzen.
- Lebensmittelsicherheit: Unproblematisch. Lorbeer färbt nicht und gibt nur minimal Eigengeschmack ab.

Praktischer Life-Hack: So benutzt Du Lorbeer im Vorrat richtig
Kurzversion: Kein Zerkrümeln, keine direkten Blätter im Mehl, regelmäßig erneuern.
- Beschaffung: Getrocknete Lorbeerblätter bei REWE, Edeka, DM, Bioladen oder türkischen Lebensmittelmärkten — kostet meist 1–3 €.
- Dosierung: 3–5 ganze Blätter pro 1 kg Mehl (oder pro Behältergröße von ~2–3 Liter).
- Sachet bauen: Blätter in ein kleines Baumwolltuch oder Teebeutel, zubinden und in den Mehlbehälter legen.
- Austausch: Alle 6–8 Wochen erneuern, im feuchten Sommer lieber alle 4 Wochen.
- Kombination: Am besten zusammen mit luftdichten Behältern, Pheromonfallen und FIFO-Lagerung (first in, first out).
Step-by-step: Lorbeer-Sachet selbst machen
- Lege 5 getrocknete Lorbeerblätter auf ein sauberes Baumwolltuch.
- Falte das Tuch zu einem kleinen Paket und binde es mit Küchengarn zu.
- Lege das Sachet oben in den Mehlbehälter — nicht direkt in das Mehl einstreuen.
- Beschrifte das Datum; wechsele das Sachet nach 4–8 Wochen.
Was tun, wenn das Mehl schon befallen ist?
Wenn Du Mottenlarven oder Gespinste findest: nicht wegwerfen, wenn Du sparen willst, sondern richtig behandeln.
- Einfrieren: 72 Stunden bei -18 °C killt Larven und Eier.
- Erhitzen: 1 Stunde bei 60 °C in einem Backofen tötet alles ab — kontrolliere die Verpackung.
- Nachbehandlung: Mehl umfüllen in saubere, luftdichte Gefäße; Lorbeer-Sachet dazu; gereinigte Regale mit Essigwasser abwischen.

Warum das in Deutschland besonders praktisch ist
Unsere Küche ist oft klein, Regale knapp — Vorräte werden länger gelagert. Feuchte Sommer machen Motten attraktiv. In deutschen Discountern findest Du billig Lorbeer, in Biomärkten die Bio-Variante. Das ist kein Luxus, sondern clevere Vorratspflege.
Stell es Dir vor wie ein unsichtbares Wachhund-System: Der Duft schreckt Einbrecher ab, während Du weiter Deinen Alltag lebst — ohne Chemie, ohne starken Geschmack im Mehl.
Ergänzende Tricks, die viele übersehen
- Kontrolliere neu gekaufte Packungen sofort — Mottenlarven sitzen oft schon im Geschäft.
- Beschrifte Behälter mit Kaufdatum.
- Verwende kleine Portionen statt großer Nachfüllpackungen.
- Kombiniere Lorbeer mit Zedernholz oder getrockneter Zitronenschale für besseren Duftmix.
Und jetzt das Wichtigste: Kurzcheck vor dem Lagern
- Ist die Packung intakt? Ja → in luftdichte Dose umfüllen.
- Ist es warm/feucht in der Speisekammer? Ja → entfeuchten und öfter kontrollieren.
- Schon sichtbare Larven? Ja → einfrieren oder erhitzen, dann neu verpacken.
Fazit: Lorbeer ist kein Wundermittel, aber ein günstiger, natürlicher Helfer, der seit Generationen funktioniert — besonders, wenn Du ihn clever kombinierst.
Was hast Du schon ausprobiert, um Mehlmotten loszuwerden? Schreib Deine Erfahrung — ich bin gespannt auf Deine besten Tricks.









