Du öffnest die Mehltüte und findest kleine Krümel und vielleicht sogar Mottenlarven. Nervig – und passiert öfter als du denkst, besonders nach warmen Sommern oder wenn Du bei Lidl und Aldi Großpackungen kaufst.
Lesen lohnt sich jetzt: Ich habe dieses Hausmittel selbst getestet und kombiniere es mit modernen Vorratsdosen – das Ergebnis spart Zeit, Geld und Nerven. Viele übersehen, wie simpel die Lösung ist.
Warum das früher funktionierte — und warum man heute nachhelfen muss
Früher lagerte man Mehl in kühlen Vorratskammern; heute stehen Tüten offen in der Küche, Feuchtigkeit schwankt und wir kaufen größere Mengen. Das ist ein Paradies für Mehlmotten.
In meiner Praxis habe ich gesehen, dass die Kombination aus traditionellem Lorbeerblatt und moderner Lagerung deutlich seltener Befall bringt.

Was macht das Lorbeerblatt wirklich?
Bayleaf (Lorbeerblatt) enthält ätherische Öle wie 1,8‑Cineol, die Insekten abschrecken. Es tötet die Larven nicht zuverlässig, aber es stört die Suche nach Nahrung — Motten meiden den Duft.
- Historisch genutzt in Küchen auf dem Land und auf Wochenmärkten.
- In Deutschland bekommst Du frische oder getrocknete Blätter günstig bei REWE, Edeka, türkischen Gewürzhändlern oder im Gewürzregal von DM.
- Ein Lorbeerblatt lenkt Motten ab – es ersetzt keine Sauberkeit.
So machst Du es richtig — Schritt für Schritt
Ich habe das mehrfach ausprobiert: mit einem kleinen Glas und mit großen Vorratsbehältern. Hier die praktikable Anleitung, die wirklich funktioniert:
- Kontrolle: Schau alle Packungen durch. Wenn Du lebende Larven oder viele Gespinste siehst, zuerst alles entsorgen oder behandeln.
- Reinigen: Auskehren und mit warmem Wasser abwischen; Staubsauger für Ritzen. Ein Lorbeerblatt ersetzt keine Grundreinigung.
- Umfüllen: Mehl in luftdichte Behälter füllen (Glas mit Gummidichtung, Weck-/Kilner‑Gläser oder hochwertige Plastikbehälter).
- Platzieren: Pro 500–1000 g Mehl 1 trockenes Lorbeerblatt in das Glas legen; nicht zerbröseln — die Flasche soll den Duft abgeben.
- Lagerung: Kühl und dunkel aufbewahren, nicht über dem Herd. In deutschen Küchen oft hilfreich: im Keller oder Speisekammer bei konstanten Temperaturen.
- Wechseln: Lorbeer alle 4–8 Wochen austauschen, oder wenn der Duft schwächer wird.
By the way: Wenn das Mehl schon befallen ist, hilft Einfrieren bei −18 °C für mindestens 72 Stunden oder Erhitzen bei 60 °C für 30 Minuten, um Eier und Larven zuverlässig zu töten.
Praktische Tipps, die kaum jemand nennt
- Nutze transparente Gläser: Du siehst kleinen Befall früh genug.
- Ein kleines Zettelchen mit Datum am Glas kleben — so weißt Du, wann Du das Lorbeerblatt gewechselt hast.
- Wenn Du große Vorräte kaufst (z. B. 5 kg), teile diese in 1‑kg‑Portionen und versiegle sie. So reduzierst Du Risiko und Verschwendung.
- Bei nass-kaltem Wetter in Norddeutschland auf Schimmel achten — Lorbeer schützt nicht vor Feuchtigkeit.

Wann Lorbeer nicht ausreicht
Wenn der Befall stark ist, findest Du Motten im ganzen Schrank: dann hilft nur gründliches Ausräumen, Reinigen, ggf. Pheromonfallen und das Entsorgen stark befallener Ware.
Für Allergiker oder Kinder: Lorbeerduft kann stark sein. Teste es kurz, bevor Du das Blatt überall verteilst.
Warum ich das weiterempfehle
Es ist günstig (ein Glas Lorbeerblätter kostet in Deutschland meist unter 3 €), nachhaltig und simpel. Du kombinierst eine jahrhundertealte Methode mit modernen Behältern — das ist wie alte Weisheit im neuen Design.
Und jetzt zur Diskussion: Hast Du das mit Lorbeer schon probiert — oder schwörst Du auf ein anderes Hausmittel gegen Vorratsschädlinge? Schreib Deine Erfahrung in die Kommentare.









