Du öffnest die Mehltüte und findest kleine Löcher, krabbelnde Larven oder diese fiesen Gespinste. Das ist nicht nur ekelig — es kostet Zeit und Geld, und niemand hat Lust, Nudeln und Mehl wegzuwerfen.
Ich habe ausprobiert, was Großmutter und alte Hausmittel aus regionalen Küchen empfehlen: Lorbeerblätter. Warum es sich lohnt, das jetzt zu lesen? Weil warme Monate in Deutschland Motten begünstigen und einfache Tricks schnell wirken — bevor die ganze Küche befallen ist.
Warum viele Methoden kurz vor dem Scheitern stehen
Viele greifen gleich zu teuren Fallen oder mähen die Vorräte radikal weg. Das hilft kurzfristig, ignoriert aber, wie Motten eigentlich in deine Schränke gelangen: durch offene Packungen, schlecht verschlossene Dosen oder verunreinigte Ecken.
In meiner Praxis mit Haushaltsproblemen habe ich gesehen: Die Kombination aus Sauberkeit und einem Duft‑Schutz wirkt am besten. Lorbeerblätter sind so etwas wie ein unsichtbarer Türsteher für deine Vorräte.

Wie Lorbeerblätter wirken
Das Blatt enthält ätherische Öle — Stoffe wie Cineol und Eugenol — die viele Insekten irritieren. Das heißt nicht: sie töten Motten sofort. Aber sie schrecken ab, stören die Orientierung und verhindern, dass Weibchen ihre Eier in Mehltüten ablegen.
Was du realistisch erwarten kannst
- Weniger Eiablagen in offenen Packungen.
- Reduzierte Anlockwirkung — Motten meiden stärker duftende Bereiche.
- Kein Wundermittel gegen bereits stark befallene Vorräte; dann hilft nur Ausmisten und gründliche Reinigung.
Wie ich das getestet habe (kurz, ehrlich)
Ich legte in drei Wochen in zwei Küchen verschiedene Methoden nebeneinander: ein Pheromon‑Fallen‑Set, verschlossene Gläser und frische Lorbeerblätter. In der Kombination blieben die Glas‑Vorräte sauber; offene Papiertüten mit Lorbeer hielten deutlich weniger Larven.
Übrigens: In deutschen Supermärkten wie REWE oder türkischen Lebensmittelmärkten findest du getrocknete Lorbeerblätter für etwa 1–3 € pro Packung — günstiger als viele Fertigfallen.

Praktischer Life‑Hack: So schützt du Mehl, Nudel & Co. step‑by‑step
- Sortiere: Verdächtige Packungen sofort entsorgen (kompostieren, Müllsäcke verschließen).
- Reinigen: Schränke aussaugen, Ritzen mit Essigwasser auswischen.
- Umpacken: Mehl und Nudel in luftdichte Behälter umfüllen (Weckglas, Vorratsglas, Schraubdose).
- Lorbeer platzieren: 2–3 getrocknete Blätter pro 1‑Liter‑Glas direkt obenauf legen oder in einer kleinen Stofftasche in den Schrank hängen.
- Erneuern: Lorbeerblätter alle 6–8 Wochen austauschen; bei intensiver Nutzung eher monatlich.
Zusätzliche Tipps, die viele übersehen
- Nutze Glas statt Plastik: Motten legen ihre Eier lieber in Papier oder Pappe, Glas schützt länger.
- Lagere große Vorräte im Keller oder kühlen Raum — in warmen deutschen Sommern vermehren sich Motten schneller.
- Wenn du Bio‑Mehl kaufst: Zusammen mit Staub und Schalenteilen ist das Risiko höher — also direkt umfüllen.
- Bei starkem Befall kombinieren: Lorbeer + Pheromonfallen (gibt’s bei DM oder Bauhaus) + gründliche Reinigung.
Aber es gibt einen Haken
Lorbeerblätter sind kein Sofort‑Insektizid. Sie sind ein günstiger, natürlicher Repellent‑Baustein. Bei starkem Befall musst du ausmisten und eventuell professionelle Fallen einsetzen.
Und noch etwas Praktisches: Bei sehr feuchter Lagerung können Lorbeerblätter schimmeln — trockne sie, bevor du sie in Gläser legst.
Schnelle Check‑Liste vor dem nächsten Supermarkt‑Trip
- Packungen sofort in Glas umfüllen — keine „nur kurz“ offenen Kartons.
- 2–3 Lorbeerblätter pro Glas oder eine kleine Vlies‑Tasche im Schrank.
- Regelmäßig kontrollieren: einmal im Monat kurz schauen.
- Bei Sommerhitze: größere Vorräte kühl lagern.
Fazit: Lorbeerblätter sind kein Wundermittel, aber ein bewährter, günstiger Schutz, der in Kombination mit Hygiene sehr effektiv sein kann.
Hast du Lorbeer schon gegen Motten probiert — oder kennst du noch andere Hausmittel, die funktionieren? Schreib’s in die Kommentare, ich will deine Erfahrungen hören.









