Klempner warnen: Niemals dieses Öl in den Abfluss gießen

Stinkt dein Abfluss oder hast du schon wieder eine Verstopfung? Viele denken, ein Schuss Öl oder Bratfett im Spülbecken ist harmlos – bis das Wasser nicht mehr abläuft. Lies das jetzt: Ein kleiner Fehler heute kann in wenigen Wochen teure Rohrreparaturen und Ärger mit dem Vermieter oder der Kommune bringen.

Was genau passiert, wenn Öl in den Abfluss kommt

Ich habe das oft gesehen: Erst fließt alles normal, dann baut sich langsam ein festes, fettiges Hindernis. Fett verhärtet und klebt wie Karamell an den Rohrwänden, vor allem wenn die Temperatur sinkt.

In meiner Recherche und bei Reparaturen, die mir Freunde erzählten, zeigte sich immer dasselbe Muster: das Öl bindet Schmutz, Haar und Seifenreste – daraus wird ein Pfropfen.

Kurz und schmerzhaft

  • Heißes Fett fließt weiter, kühlt ab und härtet
  • Rohre verengen sich, Rückstau und schlechte Gerüche entstehen
  • In der Kanalisation bilden sich sogenannte „Fatbergs“ – ein echtes Problem in deutschen Städten

Gängige Mythen — warum heißes Wasser keine Lösung ist

Viele schwören: „Kipp heißes Wasser drauf, dann löst sich das Fett.“ Ich habe das ausprobiert und beobachtet: kurzfristig hilft es, aber oft transportierst du das Fett nur weiter – bis es an einer kühleren Stelle wieder fest wird.

Klempner warnen: Niemals dieses Öl in den Abfluss gießen - image 1

  • Mythos: Heißes Wasser löst das Problem dauerhaft — falsch.
  • Mythos: Kleine Mengen sind unbedenklich — häufig falsch, besonders in Altbauten mit älteren Rohren.
  • Enzymreiniger helfen manchmal bei leichter Verunreinigung, aber nicht bei hartem Fettpfropf.

Diese Folgen sind real — nicht nur Theorie

  • Verstopfte Rohre und Rückstau in Küche oder Bad
  • Schimmel durch stehendes Wasser in Wänden oder Schränken
  • Hohe Reparaturkosten für Installateur oder Austausch von Leitungsabschnitten
  • Belastung der städtischen Kläranlagen — in Deutschland müssen Kommunen das oft teuer beseitigen
  • Im Winter: Fett härtet schneller, Probleme tauchen saisonal gehäuft auf

Was Du stattdessen tun solltest — konkrete, deutsche Lösungen

Ich habe verschiedene Methoden getestet und mit Klempnern gesprochen. Das funktioniert zuverlässig:

  • Abkühlen lassen, dann in ein verschließbares Glas oder eine leere Flasche füllen und zum Recyclinghof bringen (Wertstoffhof / Recyclinghof).
  • Bei Motoröl: auf keinen Fall in den Abfluss! Altöl gehört zur Schadstoffannahme im Wertstoffhof oder zur Werkstatt.
  • Kleine Reste auf Haushaltspapier geben, eintüten und in den Restmüll entsorgen — nicht in die Biotonne.
  • Informiere dich bei deiner Stadtverwaltung: viele Gemeinden in Deutschland bieten Sammelstellen für Speiseöle an.

Merke: In den meisten Kommunen ist Altöl sowie größere Mengen Speiseöl Sondermüll — entsorg es korrekt, statt den Klempner zu bezahlen.

Life-hack: So entsorgst Du gebrauchtes Bratöl richtig — Schritt für Schritt

  1. Nach dem Braten abkühlen lassen (niemals heiß in ein Glas kippen).
  2. Öl durch ein Sieb in ein sauberes, hitzebeständiges Gefäß abgießen.
  3. Gefäß fest verschließen und im Vorrat sammeln — einmal pro Monat zum Recyclinghof bringen.
  4. Für sehr kleine Mengen: mit Küchenpapier aufsaugen, in eine Tüte und in den Restmüll.

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Wenn es schon verstopft ist — zuerst diese einfachen Schritte

Ich habe beim Bekannten mal den Siphon ausgebaut: oft sitzt der Pfropf genau dort und ist leicht zu entfernen.

  • Siphon (Geruchsverschluss) unter dem Waschbecken demontieren, ausleeren und reinigen.
  • Plunger einsetzen und kräftig pumpen; bei Erfolg nachspülen.
  • Bei hartnäckigen Fällen: enzymatische Rohrreiniger statt ätzender Chemiekeulen wählen — schonender für Rohr und Umwelt.
  • Wenn nichts hilft: ruf den Installateur. Beschreibe genau, dass es wahrscheinlich Fett ist — das spart Zeit beim Service.

Eine kleine Anekdote

Bei einem Bekannten in Berlin habe ich gesehen, wie ein einzelner Pizzakarton mit Fett in die Spüle geschüttet wurde. Zwei Wochen später war der Herdbereich überflutet. Die Rechnung des Installateurs war ärgerlich hoch — und das ganze hätte mit einem Einmachglas und einem Recyclinghof-Besuch vermieden werden können.

Fazit

Das Wichtigste: Gieß kein Öl in den Abfluss. Es ist ein winziger Schritt in deinem Alltag — aber er kann großen Ärger verhindern. In Deutschland gibt es lokale Entsorgungsstellen, also nutze sie.

Wie gehst du mit altem Öl um? Hast du schon mal eine fette Rohrverstopfung erlebt — und wie hast du sie gelöst? Schreib es in die Kommentare.

Efrat Wienberg
Efrat Wienberg

Hallo, ich bin Efrat 👋
KI-Texter, Content-Coach & zertifizierter Content-Spezialist (Hubspot sagt es 😉)
Fließend Englisch, Hebräisch ... und menschlich.
Ich helfe Marken, wie Menschen zu klingen - und Menschen verkaufen mehr mit Worten.
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