Klempner warnen: Niemals diese Fette in den Abfluss

Du denkst, ein Löffel Bratfett mehr im Ausguss ist keine große Sache? Ich habe das jahrelang beobachtet — bis der Hausmeister mir morgens ein Rohrstück zeigte, das aussah wie verkrusteter Kuchen. Das kann dich teuer zu stehen kommen (Handwerker in Deutschland verlangen oft 80–120 €/h). Lies das jetzt, bevor du wieder mit heißem Wasser spülst.

Warum das plötzlich nicht mehr funktioniert

Viele übersehen, dass Fett sich in Rohren verhärtet. Warmes Wasser spült es nicht weg — es verteilt es nur weiter. In meiner Praxis als jemand, der viel mit Handwerkern gesprochen hat, sah ich folgende Regel: Fett verbindet sich mit Schmutz und Haaren wie Klebstoff und bildet riesige Verstopfungen.

Was im Winter schlimmer wird

Besonders in deutschen Altbauten ohne gute Rohrisolierung kühlt Fett schneller ab und setzt sich an kalten Stellen ab. Das ist ein bisschen wie Kerzenwachs, das in engen Spalten aushärtet — nur dass du nicht so einfach auskratzen kannst.

Diese Fette darfst du niemals in den Abfluss kippen

  • Bratfett, ausgelassene Speckrückstände (Schmalz/Grieben)
  • Butter und Margarine
  • Frittieröl und Reste von Pflanzenölen (Sonnenblumen-, Rapsöl)
  • Mayonnaise, Sahnesaucen und dicke Suppen mit Fett
  • Kokosöl und feste pflanzliche Fette (verhärten bei Raumtemperatur)

Ich habe oft gehört: „Aber es ist nur ein Schuss Öl.“ Genau das summiert sich — in Mehrfamilienhäusern entstehen so nach Monaten richtig große Fatbergs.

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Was wirklich hilft — praktische Tipps, die funktionieren

Übrigens: heißes Wasser + Spülmittel ist kein Dauerlösung. Manchmal hilft es kurzfristig, aber es verschiebt das Problem nur. Hier meine bewährten Vorgehensweisen:

  • Wegschaben statt Ausgießen: Nach dem Braten Fett mit Küchenpapier in den Restmüll wischen.
  • Ölfiltration und Wiederverwendung: Sauber filtern (Kaffeefilter) und in einer Flasche im Keller sammeln — viele nutzen das ein weiteres Mal.
  • Große Mengen in verschließbare Plastikflaschen gießen und zum Wertstoffhof bringen. Manche Gemeinden sammeln Altspeiseöl für Biodiesel.
  • Feste Fette in leere Joghurtbecher oder Milchkartons füllen, auskühlen/erhärten lassen und dann in den Restmüll.
  • Regelmäßige Pflege: einmal im Monat heißes Wasser mit etwas Spülmittel durchlaufen lassen, um leichte Ablagerungen zu minimieren.

Life-hack: So entsorgst du Fett smart (Schritt-für-Schritt)

Ich mache das so in meiner Küche — funktioniert und kostet nichts extra:

  • 1. Nach dem Braten etwas abkühlen lassen (nicht sofort kalt).
  • 2. Mit Küchenrolle das heiße Fett kurz aufnehmen.
  • 3. Restfett in ein altes Marmeladenglas oder eine leere PET-Flasche gießen.
  • 4. Glas/Flasche fest verschließen und in die Restmülltonne oder zum Wertstoffhof geben.

Wenn du in einer Großstadt wie Berlin, München oder Hamburg wohnst: Erkundige dich bei deinem Wertstoffhof — viele haben Sammelstellen für Speiseöl. In kleineren Gemeinden reicht oft die Restmüllentsorgung.

Was du auf keinen Fall tun solltest

  • Nie: Öl in die Biotonne kippen — das stört die Kompostier-Prozesse.
  • Nie: Nur heißes Wasser als dauerhafte Lösung — Fett wandert und verfestigt sich weiter unten.
  • Nie: Regelmäßig aggressive chemische Rohrreiniger benutzen — die können Rohre und Dichtungen angreifen.

Ich habe Klempner gefragt: Enzym-basierte Reiniger sind milder und bauen Fett biologisch ab. Sie brauchen länger, aber beschädigen selten die Rohre.

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Wenn’s schon verstopft ist — schnelle Erste Hilfe

Du hörst gurgeln oder das Wasser läuft kaum ab? Probier diese Schritte, bevor du den Handwerker rufst:

  • Mechanisch versuchen: Saugglocke (Pömpel) verwenden.
  • Spirale (Rohrreinigungsspirale) macht oft binnen Minuten freien Lauf.
  • Enzymreiniger über Nacht einwirken lassen, statt scharfer Chemie.
  • Wenn nichts hilft: Handwerker rufen — Fotos vom Geruch/Ansammlung helfen beim Kostenvoranschlag.

Ein Tipp aus der Praxis: Notiere dir die Uhrzeit und mache ein Foto — viele Handwerker berechnen Anfahrtskosten, aber manche Kleinbetriebe in deiner Nachbarschaft (z. B. lokale Sanitärbetriebe, nicht die großen Ketten) kommen günstiger.

Warum du das jetzt ändern solltest

Ich habe Kunden gesehen, die mehrere hundert Euro bezahlten, weil sie Fett jahrelang in den Ausguss entsorgt hatten. Das ist vermeidbar — mit minimalem Aufwand. Ein einfacher Lappen oder ein leeres Glas kann dir den Rohrkollaps sparen.

Zum Schluss: Welche Methode benutzt du bisher, um Fett zu entsorgen? Hast du einen Trick, den ich noch nicht kenne?

Efrat Wienberg
Efrat Wienberg

Hallo, ich bin Efrat 👋
KI-Texter, Content-Coach & zertifizierter Content-Spezialist (Hubspot sagt es 😉)
Fließend Englisch, Hebräisch ... und menschlich.
Ich helfe Marken, wie Menschen zu klingen - und Menschen verkaufen mehr mit Worten.
Durch Storytelling, UX Writing und Conversion-driven Content unterstütze ich globale und lokale Marken dabei, Inhalte zu erstellen, die sich wie sie anfühlen — und landen.

Artikel: 2022

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