Klempner warnen: Diese Fette gehören niemals ins Abflussrohr

Verstopfter Abfluss? Ein fettiger Geruch im Haus oder eine teure Rohrreinigung kann dich schnell in den Wahnsinn treiben. Ich habe Klempner begleitet und gesehen, wie genau bestimmte Fette ganze Häuserleitungen lahmlegen.

Les das jetzt: Kleine Gewohnheiten sparen dir oft mehr Geld als ein Heizkostenvergleich im Winter — und verhindern Ärger mit der Hausverwaltung oder Nachbarn.

Warum heißes Öl dein Abfluss-Feind ist

Du kipst heißes Bratfett in den Ausguss, denkst „das läuft schon weg“ — und das ist der Fehler. Beim Abkühlen verfestigt Fett an Rohrwänden, verbindet sich mit Seifenresten und Haaren und bildet eine Art Kerzenwachs im Rohr.

Gieße niemals heißes Fett ins Waschbecken. Kurzfristig mag Wasser helfen, aber sobald es kälter wird, haftet das Fett wie Sekundenkleber.

Besonders in deutschen Wintern wird das Problem schlimmer: Kälte fördert das Erstarren, und das kann bis zur Verstopfung der öffentlichen Kanalisation führen.

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Diese Fette gehören niemals ins Abflussrohr

  • Speck-, Brat- und Schmalzreste – sehr klebrig, härten aus und haften an Metallrohren.
  • Butter und Margarine – schmecken im Kuchen, verstopfen im Rohr.
  • Pflanzenöle (z. B. Raps-, Sonnenblumenöl) – flüssig beim Einfüllen, fest beim Abkühlen.
  • Frittier- und Bratöl aus der Fritteuse – hochkonzentriert und besonders schmutzbildend.
  • Saucen mit Sahne oder Käse (Béchamel, Käse-Saucen) – dicke Emulsionen, die kleben bleiben.
  • Mayonnaise und Dressings – emulgierte Fette, die sich mit Schmutz verbinden.
  • Nuss- oder Erdnussbutter – liefern Fett und Zucker, die zu zähem Belag werden.

Warum nicht einfach warmes Wasser + Spülmittel?

Viele denken, heißes Wasser spült alles weg. Kurzfristig stimmt das, aber das Fett wandert nur tiefer ins System — und kühlt irgendwann wieder ab. Dann sitzt das Problem an einer Stelle, wo du nicht mehr mit Schwamm ran kommst.

Alltags-Fehler, die du sofort stoppen kannst

  • Pfannen nur mit Wasser ausspülen statt mit Küchenpapier grob auswischen.
  • Ölreste in die Biotonne kippen – lockt Tiere und stinkt.
  • Kein Sieb im Waschbecken: Haare und Fett kombinieren sich zum Albtraum.
  • Regelmäßig scharfe chemische Rohrreiniger verwenden – sie fressen Dichtungen und Rohre.

Praktischer Life-Hack: Fett richtig entsorgen (Schritt-für-Schritt)

  • Pfanne abkühlen lassen, aber nicht so lange, dass das Fett hart wird.
  • Mit Küchenpapier das meiste Fett auswischen.
  • Öl-/Fettreste in ein leeres Glas oder in eine leere Konservendose kippen.
  • Fest werden lassen (im Kühlschrank geht es schneller), verschließen und in den Restmüll werfen.
  • Alternativen: Wiederverwenden (mehrmals filtern), zu einer Sammelstelle bringen, oder — wenn du handwerklich bist — Seife daraus sieden.

Kleiner Extra-Trick: Stelle ein kleines Einmachglas neben den Herd. Direkt nach dem Braten Fett hinein, Deckel drauf — am Ende der Woche ab in den Restmüll.

Wenn’s schon verstopft ist: Erste Hilfe, bevor der Klempner kommt

  • Plunger einsetzen: Mehrere kräftige Stöße, manchmal löst sich der Pfropf.
  • Siphon (U-Rohr) unter dem Waschbecken abschrauben: Eimer drunter, Handschuhe an, Schmodder entfernen.
  • Keinen Backofen-Reiniger nutzen — solche chemischen Keulen zerstören Plastikrohre.
  • Enzymatische Reiniger sind hier die bessere Wahl: Sie bauen organisches Material ab und belasten Rohre weniger.

Wenn das nichts bringt: Ruf den Klempner. In vielen deutschen Städten (auch in Berlin oder München) kostet eine Notfall-Anfahrt schnell über 100 €, aber das ist besser als wiederholte Schäden.

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Was Kommunen in Deutschland schon tun — und was du beitragen kannst

Manche Städte haben Sammelstellen für Speiseöl oder Info-Kampagnen an Müllhöfen (Wertstoffhof). Schau bei deinem örtlichen Entsorger nach Regeln für die Restmüll- oder Schadstoffsammlung.

Einfaches Verhalten spart Gemeinden Zeit und Geld — und dir Ärger mit der Hausverwaltung. Stell dir vor: Ein Fettpfropf arbeitet wie eine tickende Zeitbombe im Rohr.

Zum Schluss: Kurz und praktisch

Wegwischen statt Ausspülen, Glas statt Ausguss, Sieb statt freie Leitung — das sind keine großen Änderungen, aber sie wirken nachhaltig. In meiner Recherche mit Klempnern wurde mir klar: Viele Probleme starten mit einem kleinen Löffel zu viel Öl.

Und nun du: Was ist dein größter Abfluss-Fail, oder welchen Trick nutzt du, um Fett zu entsorgen? Schreib’s in die Kommentare — vielleicht rettest du damit dem Nachbarn das Rohr.

Efrat Wienberg
Efrat Wienberg

Hallo, ich bin Efrat 👋
KI-Texter, Content-Coach & zertifizierter Content-Spezialist (Hubspot sagt es 😉)
Fließend Englisch, Hebräisch ... und menschlich.
Ich helfe Marken, wie Menschen zu klingen - und Menschen verkaufen mehr mit Worten.
Durch Storytelling, UX Writing und Conversion-driven Content unterstütze ich globale und lokale Marken dabei, Inhalte zu erstellen, die sich wie sie anfühlen — und landen.

Artikel: 1998

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