Klempner warnen: Diese Fette gehören niemals in dein Abflussrohr

Der Geruch aus dem Ausguss, das langsame Abfließen nach dem Sonntagsbraten, die teure Rechnung vom Klempner: das sind rote Flaggen. Ich bemerkte bei Reportagen in Berliner Altbauküchen und beim Testen von Haushaltstipps, dass viele genau dieselben Fehler machen. Lies das jetzt — spätestens bevor du das nächste Mal Fett in den Abfluss kippst.

Warum Fette Rohre stilllegen

Fett wirkt nicht wie Wasser: warm flüssig, kalt fest. In unseren Rohren kühlt es ab, bindet Haare, Kaffee- und Essensreste und bildet Klumpen — ähnlich wie ein Filter, der sich zusetzt. In meiner Recherche sah ich Rohre, die voller verfestigter Fette waren — der Geruch blieb monatelang.

Ein mal aus dem Kühlschrank an den Abfluss — und du hast im Sommer ein Problem, im Winter ein Betonklumpen.

Die 7 Fette, die du niemals in den Ausguss kippen darfst

  • Bratöl und Frittierfett (Rapsöl, Sonnenblumenöl, Fritteusenfett)
  • Schmalz, Speckfett und Bratbutter
  • Sahne-, Käse- und Milchfett (z. B. Restsoßen mit Sahne)
  • Mayonnaise und Dressings auf Öl-Basis
  • Butterreste und gebackene Teigreste mit Fett
  • Tierische Fette aus Fond oder Brühen
  • Nussöle und hochwertige Pflanzenöle (auch kleine Mengen summieren sich)

Viele übersehen: auch kleine Mengen, täglich ausgeschüttet, addieren sich über Wochen. In meiner Praxis als Reporter, der Klempner begleitet hat, endeten solche Fälle oft mit einer teuren Rohrreinigung.

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Was passiert, wenn du Fett kippst

Erst seifenblasen — später ein Fettberg. Fett verbindet sich mit Seifenresten, bildet zähe, klebrige Klumpen. Das ist kein lokales Problem: In Städten wie Hamburg oder Berlin haben Abwasserbetriebe echte „Fettberge“ gefunden, die Kanalisationen gefährden.

Und jetzt zum Interessantesten: heißes Wasser allein löst das Problem selten dauerhaft. Heißes Wasser + Spülmittel hilft kurzfristig, aber es verschiebt das Fett weiter ins System, wo es wieder abkühlt und fest wird.

Mythen, die dich in die Kostenfalle bringen

  • Boiling water fixes everything — falsch: es verschiebt den Stau.
  • Biotonne ist die Lösung — falsch: Fett gehört nicht in die Biotonne (es verdirbt die Kompostprobe).
  • Chemische Rohrreiniger lösen große Fettklumpen — gefährlich: sie können Rohre beschädigen und sind schlecht für die Umwelt.

Praktischer Hack: So entsorgst du Fett richtig (Schritt-für-Schritt)

Übrigens: Das ist mein täglicher Küchen-Trick, den ich in mehreren Berliner Küchen getestet habe — simpel, günstig und klappt immer.

  • Schritt 1: Nach dem Braten das Öl in eine hitzebeständige Dose oder Schüssel gießen.
  • Schritt 2: Abkühlen lassen, bis das Fett fest oder zäh wird.
  • Schritt 3: Mit einem Löffel oder Küchenpapier in ein altes Marmeladenglas oder eine leere Joghurtverpackung schaben.
  • Schritt 4: Glas verschließen und in den Restmüll (Nicht Biotonne!) werfen.
  • Schritt 5: Pfanne mit Küchenpapier auswischen, dann normal spülen oder für hartnäckige Reste: heißes Wasser + Spülmittel.

In deutschen Supermärkten wie Rewe, Lidl oder Drogerien (dm, Rossmann) findest du günstige Vorratsgläser — perfekt zum Wiederverwenden. Das spart Müll und Nerven.

Wenn’s schon zu spät ist: Erste Hilfe gegen Verstopfungen

Du hörst es gluckern? Sofort handeln:

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  • Zieh den Siphon unter der Spüle ab (wenn du handwerklich fit bist) und säubere ihn.
  • Nutze eine Saugglocke (Pömpel) — oft reicht das.
  • Mechanische Spirale (Hand-Antenne) für tiefer sitzende Fettklumpen.
  • Bleibt hartnäckig: Klempner rufen — besser jetzt als nach dem Wochenende, wenn die Rechnung höher ist.

In meiner Reportage kostete eine Notfallreinigung in München an einem Sonntag leicht mehrere hundert Euro. Lokalregeln: Viele Stadtwerke bieten günstige Beratung oder Workshops an — schau bei deiner Stadt nach.

Langfristig schützen — einfache Gewohnheiten

  • Pfannen vor dem Spülen mit Küchenpapier ausreiben.
  • Fett in Einmachgläser sammeln und einmal pro Woche entsorgen.
  • Keine Essensreste in den Ausguss schieben; Restmüll statt Biotonne für Fett.
  • Einfacher Filter im Abfluss (bei Aldi, Obi oder Baumarkt) fängt größere Reste ab.

Das ist so, als würdest du einen Regenschirm vor jeder Duschwolke aufspannen: kleine Mühe, großer Nutzen.

Zum Schluss

Fett im Abfluss ist kein kleines, sondern ein schleichendes Problem — und du kannst es mit minimalem Aufwand vermeiden. Ich sah zu viele Haushalte, die es ignorierten, und dann die Rechnung kamen.

Was war dein schlimmster Abfluss-Moment? Teile deine Geschichte oder deinen besten Tipp — ich bin gespannt, welche Tricks in deutschen Küchen noch im Umlauf sind.

Efrat Wienberg
Efrat Wienberg

Hallo, ich bin Efrat 👋
KI-Texter, Content-Coach & zertifizierter Content-Spezialist (Hubspot sagt es 😉)
Fließend Englisch, Hebräisch ... und menschlich.
Ich helfe Marken, wie Menschen zu klingen - und Menschen verkaufen mehr mit Worten.
Durch Storytelling, UX Writing und Conversion-driven Content unterstütze ich globale und lokale Marken dabei, Inhalte zu erstellen, die sich wie sie anfühlen — und landen.

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