Dein Abfluss läuft langsam oder stinkt nach ein paar Tagen? Das ist kein Zufall. Ich habe in Gesprächen mit Klempnern und nach persönlichen Tests immer wieder dieselben Fehler gesehen — und die Rechnung kann schnell 100–300 € bei einem Hausmeister oder Klempner in Deutschland landen.
Jetzt handeln lohnt sich: Du sparst Nerven, Geld und vermeidest eine verstopfte Leitung genau dann, wenn es regnet und die Handwerker ausgebucht sind. Lies weiter — es sind einfache Dinge, die viele übersehen.
Warum dein Abfluss heimlich leidet
Ein Abfluss ist kein Mülleimer. Er funktioniert wie ein feines Filtersystem: Kleine Partikel sammeln sich, Fett haftet an Rohren, Fasern vernetzen sich — und plötzlich ist der Weg dicht.
Viele glauben, „spülbar“ heißt „ok“ — das ist ein Trugschluss. Besonders in Altbauten mit älteren Rohren in Städten wie Berlin oder Hamburg merkt man das schnell.
1) Fette und Öl — die unsichtbare Bombe
Warum es gefährlich ist:

- Fette verfestigen sich beim Abkühlen und lagern sich an Rohrwänden an.
- Sie binden andere Partikel wie Haare und Essensreste — das wird schnell zu einer zähen Masse.
- Geruchsprobleme und Verstopfungen folgen häufig Wochen später.
Was du stattdessen tun solltest:
- Gekühltes Fett in ein Einmachglas geben und im Restmüll entsorgen oder in die Biotonne, wo erlaubt.
- Kleiner Trick: Ein altes Schraubglas neben die Herdplatte, Fett hineinschütten — kostet praktisch nichts und spart Klempnerbesuche.
- Altöl und größere Mengen gebrauchter Fritteusen-Öle zur Schadstoffannahme beim Wertstoffhof bringen.
2) Feuchttücher & Hygieneartikel — die „unsichtbaren“ Rohrkiller
Warum das schlimm ist:
- Viele Feuchttücher lösen sich nicht auf. Sie verhaken sich wie Netze im Rohr.
- Selbst Toilettenpapier-Alternativen können in älteren Leitungen Probleme machen.
Merke: „Flushable“ auf der Verpackung heißt nicht automatisch „gut fürs Rohr“.
Was du statt dessen tun solltest:
- Feuchttücher in den Restmüll, nie in die Toilette.
- In öffentlichen Gebäuden oder Mietwohnungen ein kleines Mülltäschchen neben dem WC platzieren.
3) Farbe, Lösungsmittel, Medikamente — gefährlich für Rohr und Umwelt
Warum du das nie kippen solltest:
- Chemikalien greifen Dichtungen und Rohre an und können langfristig Schäden verursachen.
- Sie gelangen ins Abwasser und belasten Kläranlagen und Umwelt.
Richtige Entsorgung in Deutschland:

- Farbreste, Lösungsmittel und Medikamente zur Schadstoffannahme/Apotheke bringen.
- Altöl und Lacke zu kommunalen Sammelstellen (Wertstoffhof) bringen — oft kostenlos.
Praktischer Life-Hack: Siphon reinigen in 7 Schritten (ohne Rohrreiniger)
Wenn das Wasser schon steht, probiere das zuerst. Ich habe das Dutzende Male selbst gemacht — es rettet oft einen Klempner-Auftrag.
- 1) Stelle einen großen Eimer unter den Siphon.
- 2) Schließe den Ablauf und schalte Wasserquellen aus.
- 3) Löse die Mutter(n) am Siphon mit der Hand oder einer Zange (linksrum).
- 4) Zieh den Siphon vorsichtig heraus — oft kommt die komplette «Suppe» heraus.
- 5) Reinige ihn mit Küchenpapier und einer Bürste, spüle mit heißem Wasser (nicht kochend bei PVC).
- 6) Überprüfe Dichtungen, setze alles wieder zusammen und ziehe handfest nach.
- 7) Test: Wasser aufdrehen, nach Lecks prüfen.
Extra-Tipp: Ersatzdichtungen und ein kleiner Rohrschlüssel kosten bei Bauhaus, Obi oder Hornbach oft unter 10 € — günstiger als ein Monteur.
Vorbeugen: Kleine Handgriffe, große Wirkung
- Ein feines Sieb (Abflusskorb) kostet 2–5 € — benutze es konstant.
- Kein Öl in den Ausguss: Sammelglas statt Spülbecken.
- Regelmäßig heißes Wasser (nicht kochend bei Kunststoffrohren) laufen lassen, um Ablagerungen zu reduzieren.
- Keine aggressiven chemischen Rohrreiniger: sie schaden Rohren und Umwelt.
Wann du den Profi rufen solltest
Wenn das Wasser trotz Siphon-Reinigung nicht abläuft, oder du wiederkehrende Gerüche hast, ist es Zeit für den Klempner. In Großstädten wie München oder Köln liegen die Kosten oft höher — rufe vorher nach einer Kostenschätzung.
Ich habe gesehen, wie drei einfache Gewohnheiten eine verstopfte Küche verhindern können. Es ist kein Hexenwerk — eher ein bisschen Disziplin und ein Einmachglas.
Welche der drei Fehler hast du schon mal gemacht — und wie hast du das Problem gelöst? Schreib es in die Kommentare.









