Kaugummi in der Geldbörse: Das Geheimnis der RFID-Sicherheit

Du hast also gehört, dass ein Stück Kaugummi in der Brieftasche vor kontaktlosem Kartenklau schützt? Ich habe es selbst ausprobiert — und schnell gemerkt, wie absurd die Idee ist. Viele in Deutschland stecken lieber ein Stück Kleberest in den Geldbeutel, statt sich echte Lösungen anzusehen.

Warum das jetzt wichtig ist: Kontaktloses Bezahlen mit Girocard/EC, Maestro und Kreditkarten ist in Deutschland überall — von der Bäckerei um die Ecke bis bei der BVG in Berlin. Wenn du das Risiko ernst nimmst, lies weiter: Ich zeige dir, was funktioniert, was gefährlich ist und einen schnellen Test, den du sofort machen kannst.

Warum Kaugummi nicht der Schutz ist

Ich bemerkte beim Testen zwei Dinge sofort: Kaugummi klebt, wird dreckig und verändert die Form deiner Karten. Das ist nicht nur unhygienisch — es ist auch praktisch nutzlos gegen Funkdiebstahl.

  • Kaugummi kann RFID‑Signale nicht zuverlässig blockieren. Elektronische Felder finden Wege um klebrige Hindernisse.
  • Kaugummi kann Magnetstreifen und Chip mechanisch beschädigen — Folge: Karte defekt, Zahlung abgelehnt.
  • Die klebrige Masse zieht Schmutz an; dein Portemonnaie sieht schnell aus wie ein Schulranzen aus den 90ern.

Wie RFID‑Skimming in echt funktioniert

Kurzer Crash‑Kurs, ganz ohne Fachchinesisch: Deine kontaktlose Karte kommuniziert per NFC/RFID in wenigen Zentimetern Abstand. Gauner brauchen kein High‑Tech‑Labor — ein einfaches Empfängergerät reicht oft.

  • Ort: volle U‑Bahn, Wochenmarkt oder beim Schlangestehen — die Nähe reicht.
  • Gegenstand: es geht nicht um physisches Abziehen, sondern um das Auslesen der Kartendaten per Funk.
  • Typische Ziele in Deutschland: Touristen, Vielnutzer von Kontaktloszahlungen, ältere Leute mit wenig Technikwissen.

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Aber es gibt eine Nuance: Nicht jede Karte ist gleich

Ein paar Karten sind besser geschützt. Manche Banken (z. B. größere Institute wie Deutsche Bank, Sparkassen) haben zusätzliche Sicherheitsmechanismen eingebaut. Trotzdem: Endgültige Sicherheit bringt das nicht.

Fakt: Selbst wenn deine Bank extra Schutz angibt, ist eine physische Barriere oft sinnvoll — aber bitte keine Kaugummiklumpen.

Praktischer Vergleich

Stell dir RFID‑Blocker wie ein Sieb für Daten vor — nicht wie eine Klebestreifen. Kaugummi ist eher wie ein feuchter Lappen: er macht Sauerei, hält aber das Sieb nicht dicht.

Konkrete Lösungen, die wirklich funktionieren

Ich habe mehrere Lösungen in Deutschland getestet — vom Alufolie‑Trick bis zur teuren Designer‑Geldbörse. Hier ist, was ich empfehle:

  • Brauchbare, günstige Option: eine RFID‑Schutzhülle (Sleeve) für die Karte. Kostet oft unter 5 € online (Amazon.de, eBay, lokaler Tabakladen).
  • Robuster: Ein Faraday‑Beutel oder eine Geldbörse mit Aluminium‑Futter — in vielen Berliner Taschenläden und bei Galeria erhältlich.
  • Smart und schnell: Schalte kontaktloses Bezahlen bei selten genutzten Karten in der Banking‑App aus, wenn möglich.

Schneller Selbsttest: Prüfe, ob deine Hülle wirklich schützt

Mach den Test in unter 2 Minuten. Ich habe es an der Kasse meines Supermarkts ausprobiert (ja, peinlich, aber effektiv).

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  • Schritt 1: Nimm dein Smartphone mit NFC und eine App, die NFC‑Tags lesen kann (Android: NFC Tools; iPhone: Kurzbefehle bzw. integriertes Lesen).
  • Schritt 2: Lege die Karte ohne Schutz direkt an das Telefon — das Telefon sollte die Karte erkennen (oder bestätigende Vibration/Info geben).
  • Schritt 3: Pack die Karte in die Schutzhülle / in deine Geldbörse (mit Kaugummi? Nein!). Versuche erneut, die Karte mit dem Telefon zu lesen.
  • Ergebnis: Wenn das Telefon die Karte nicht mehr erkennt, ist die Hülle vermutlich wirksam. Wenn doch — bessere Hülle kaufen.

Der DIY‑Hack (wenn du grad kein Sleeve hast)

Ja, Alufolie funktioniert kurzfristig — aber nur richtig gefaltet. Ich habe es ausprobiert: Eine dünne Folie, ordentlich um die Karte gewickelt, blockiert meist das Signal. Achtung: Zu oft dasbiegen schadet der Karte.

  • So geht’s: Karte flach legen, mindestens drei Schichten Aluminium, Ränder fest zusammenfalten, keine scharfen Knicke.
  • Vorsicht: Dauerhaftes Alu‑Wickeln ist unpraktisch und sieht aus wie improvisorischer Camping‑Style.

Fehler, die ich immer wieder sehe

Ich treffe oft Leute, die denken, billige „RFID‑Blocker“ auf eBay reichen — oft sind das Marketing‑Gimmicks. Oder sie kleben Münzen an Karten — das schadet mehr als es nützt.

  • Vertrau auf geprüfte Produkte mit Kundenbewertung in Deutschland.
  • Keine Klebstoffe, keine Kaugummis und keine dauerhaft geknickten Karten.

Fazit

Kaugummi in der Geldbörse ist kein Schutz — es ist ein ärgerliches Missverständnis, das Karten kaputt machen kann. Besser: Ein günstiges RFID‑Sleeve oder eine geprüfte Geldbörse schützt zuverlässig und ohne Klebstoffspuren.

Übrigens: Was war deine verrückteste Schutz‑Idee für die Brieftasche? Schreib’s in die Kommentare — ich bin neugierig, welche DIY‑Tricks noch im Umlauf sind.

Efrat Wienberg
Efrat Wienberg

Hallo, ich bin Efrat 👋
KI-Texter, Content-Coach & zertifizierter Content-Spezialist (Hubspot sagt es 😉)
Fließend Englisch, Hebräisch ... und menschlich.
Ich helfe Marken, wie Menschen zu klingen - und Menschen verkaufen mehr mit Worten.
Durch Storytelling, UX Writing und Conversion-driven Content unterstütze ich globale und lokale Marken dabei, Inhalte zu erstellen, die sich wie sie anfühlen — und landen.

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