Streifen und Schmierereien auf dem Fenster, obwohl du gerade erst geputzt hast? Das frustriert – besonders nach nassen Wintertagen in deutschen Städten, wenn Salz und Autostaub alles wieder schmutzig machen.
Ich habe das ausprobiert: Kartoffelschalen aus der Küche statt teurem Glasreiniger. Warum du das jetzt lesen solltest? Weil es schnell, günstig und überraschend effektiv ist – und den Chemiegeruch erspart.
Warum dein Glasreiniger oft nicht reicht
Ich habe bemerkt, dass viele klassische Reiniger bei hartnäckigem Straßendreck oder fettigen Fingerabdrücken streifen hinterlassen.
Typisch Probleme in deutschen Haushalten:
- Salzsprühnebel im Winter
- Küchenfette an Glasschiebetüren
- Hartes Wasser (besonders in Regionen wie dem Rhein-Main-Gebiet)
Die Lösung muss nicht teuer sein – oft reicht ein Küchenabfall, den du sowieso wegwirfst.

Wie Kartoffelschalen wirklich putzen
Das klingt erst wie ein Küchenmythos. In meiner Praxis als Haushalts-Tester habe ich festgestellt: Kartoffelstärke wirkt leicht polierend und bindet Fett.
Die Mechanik ist simpel, fast wie ein Filter: Stärke löst nicht alles, aber sie lockert Schmutz und verteilt ihn, sodass du ihn leichter abwischen kannst.
Was Kartoffelschalen können
- Lockerung von Fett und leichten Ablagerungen
- Sanfte Politur ohne Kratzer
- Nachhaltig: du verwendest Küchenreste statt Plastikflaschen
So stellst du den Kartoffelschalen-Glasreiniger her
Hier kommt der praktische Teil – Schritt für Schritt, wie ich es mache. Günstig, schnell und mit Zutaten aus der Küche oder dem Drogeriemarkt (DM, Müller).
Du brauchst
- Schalen von 2–3 Kartoffeln
- 500 ml warmes Wasser
- 1 Spritzer Essig (Haushaltsessig, ca. 1–2 EL)
- Ein weiches Mikrofasertuch
Anleitung (5 Minuten)
- Die Schalen in 500 ml warmes Wasser legen und 5–10 Minuten ziehen lassen.
- Schalen herausnehmen und die Flüssigkeit leicht abkühlen lassen.
- 1–2 EL Essig einrühren – das hilft gegen Kalk und erhöht die Fettlösekraft.
- Mit einem Mikrofasertuch Glas mit kreisenden Bewegungen abreiben, dann mit trockenem Tuch polieren.
Wichtig: Nicht stark reiben oder kratzige Schwämme benutzen – die Stärke poliert, sie kratzt nicht.
Tipps, die wirklich helfen (aus meiner Erfahrung)
- Fenster bei schattigem Wetter putzen – direkte Sonne lässt Reiniger zu schnell trocknen und sorgt für Streifen.
- Bei hartnäckigem Schmutz erst mit Essigwasser vorspülen, dann Kartoffellösung verwenden.
- Für nagelneue oder beschichtete Scheiben zuerst an einer Ecke testen (Autofenster mit Tönung meiden).
- Du sparst Geld: Ein Glasfertiger kostet oft 2–4 €; Kartoffelschalen sind kostenlos, wenn du sowieso kochst.
Aber es gibt eine Nuance
Das Kartoffelschalen-Rezept ersetzt nicht jeden Spezialreiniger. Bei fetten Industrieölen, Graffiti oder wasserabweisenden Beschichtungen reicht es nicht.

Für normale Haushaltsfenster und Balkonverglasungen in deutschen Wohnungen ist es aber eine echte Alternative – besonders wenn du Müll reduzieren willst.
Meine kleine Checkliste für blitzblanke Fenster
- Schritt 1: Groben Schmutz mit Wasser abspülen
- Schritt 2: Kartoffelschalen-Lösung auftragen
- Schritt 3: Mit feuchtem Tuch nachwischen
- Schritt 4: Mit trockenem Mikrofasertuch polieren
Vergleich: Es fühlt sich an, als würdest du deinem Fenster eine sanfte Gesichtsmassage verpassen – das Ergebnis ist klarer Blick statt chemischer Nebelschwade.
Letzte Warnung
Keine Anwendung auf Antireflex- oder Spezialbeschichtungen ohne Test. Bei Unsicherheit lieber an einem kleinen Bereich prüfen oder auf herkömmlichen Reiniger zurückgreifen.
Ich habe das in meiner Berliner Wohnung ausprobiert – nach einem Regentag mit viel Straßenstaub waren die Fenster sichtbar sauberer, und der Essiggeruch verflog schnell. Du kannst das morgen selbst testen, beim nächsten Frühjahrsputz oder einfach, wenn du ein schnelles, umweltfreundliches Mittel brauchst.
Probier es aus und sag mir: Hast du Kartoffelschalen schon mal als Reiniger benutzt oder würdest du es wagen? Teile dein Ergebnis – Bilder erwünscht!









