Gärtner warnen: Diese eine Pflanze zerstört Ihr Fundament langfristig

Sie haben vielleicht einen Sichtschutz gesucht und sich für Bambus entschieden — praktisch, dicht, pflegeleicht. Ich habe in meiner Praxis gesehen, wie genau diese Entscheidung Häuser über Jahre in teure Reparaturen treiben kann. Lesen Sie das jetzt, bevor Sie ein Rhizom ins Beet setzen: Eine falsche Art oder ein falsch platzierter Bambus kann Fundament, Pflaster und Abwasserleitungen angreifen.

Warum Bambus plötzlich so gefährlich wirkt

Viele unterschätzen Bambus, weil er so schnell wächst und wie ein natürlicher Sichtschutz wirkt. Ich habe Beobachtungen gemacht, die immer wieder dieselbe Warnung liefern: Nicht jeder Bambus ist harmlos.

Wie Bambus das Fundament angreift

  • Bambus bildet unterirdische Rhizome, die sich seitlich ausbreiten wie ein unterirdisches Netz.
  • Auf lehmigen Böden (wie sie in vielen Regionen Deutschlands vorkommen) saugen Pflanzen Wasser, der Boden setzt sich, und das Fundament kann absinken.
  • Rhizome drängen sich in Risse von Platten und Fundamentsfugen und vergrößern diese mechanisch.
  • Bambus kann Wasseradern nahe Leitungen anziehen — das fördert Korrosion und Setzungen.

Wichtig: Nicht alle Bambusarten sind gleich. Es gibt kumpeligen, horstbildenden Bambus (z. B. Fargesia), der deutlich weniger invasiv ist, und die ausbreitungsfreudigen Phyllostachys-Arten, die Probleme machen.

Wo in Deutschland das Risiko besonders hoch ist

In Regionen mit lehmigen oder tonigen Böden — zum Beispiel Teile von Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen oder Baden-Württemberg — ist die Gefahr größer. Auch in älteren Siedlungen mit flachen Fundamenten oder in Gebieten mit wechselnder Feuchtigkeit (Winterfrost, nasse Frühjahre) ist Vorsicht geboten.

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Und noch etwas Praktisches: Die Baumärkte, bei denen viele Gartenbesitzer einkaufen — Obi, Hornbach, Bauhaus — verkaufen Wurzelsperren und Bambus-spezifische Produkte. Das ist nützlich, aber kein Freibrief: falsch montiert nützt selbst die beste Sperre nichts.

Sofortmaßnahmen: Was Sie noch heute prüfen können

  • Schauen Sie entlang der Hauswand: Gibt es neue Risse oder herausgedrückte Pflastersteine?
  • Haben Sie Bambus im Garten? Notieren Sie die Art — Phyllostachys ist ein Alarmsignal.
  • Prüfen Sie den Abstand: Pflanzungen näher als 3–5 Meter am Haus erhöhen das Risiko.
  • Fotografieren Sie die betroffenen Stellen — für Beobachtung oder späteren Gutachter.

Erste schnelle Hilfe

Wenn Rhizome schon sichtbar sind, schneiden Sie sie ab und entfernen Sie die sichtbaren Stücke. Das ist keine dauerhafte Lösung, reduziert aber kurzfristig das Ausbreitungs-Potenzial. Ich habe damit oft Zeit gewonnen, bevor eine dauerhafte Maßnahme folgen musste.

Langfristige Lösungen — Schritt-für-Schritt-Anleitung

Hier ein Life-Hack, den ich empfehle: Eine kombinierte Barriere-Methode schützt am zuverlässigsten.

  • Schritt 1: Pflanzen Sie den Bambus nie näher als 3–5 m zum Haus. Bei Phyllostachys eher 5 m.
  • Schritt 2: Kaufen Sie eine Wurzelsperre (HDPE, mindestens 60–90 cm hoch). In Deutschland kosten gute Bahnen etwa 20–60 € pro Meter.
  • Schritt 3: Graben Sie einen Graben entlang der Pflanzzone, setzen Sie die Sperre senkrecht ein und lassen Sie 5 cm über dem Boden herausragen.
  • Schritt 4: Kontrollieren Sie jährlich: schneiden Sie auftauchende Rhizome ab und entfernen Sie neue Triebe.
  • Schritt 5: Bei massivem Befall: komplette Rhizom-Entfernung oder Fachfirma beauftragen; rechnen Sie bei Hausnähe mit mehreren hundert bis mehreren tausend Euro Reparaturkosten, falls das Fundament Schaden nimmt.

By the way: Wenn Sie die Sperre selbst kaufen, fragen Sie bei Obi/Hornbach nach einer Anleitung — oft gibt es kurze Einlegehilfen oder Videos für die korrekte Montage.

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Alternativen zum problematischen Bambus

  • Setzen Sie auf horstbildende Arten wie Fargesia (gut für deutsche Gärten).
  • Nutzen Sie Heckenpflanzen wie Liguster oder Hainbuche als sicheren Sichtschutz.
  • Oder pflanzen Sie Bambus in große Container oder Hochbeete mit Bodenabschluss.

Der Schaden ist oft schleichend

Ich habe Fälle gesehen, in denen Eigentümer erst nach Jahren kleine Risse bemerkten — und dann eine Setzung, die den Keller betraf. Das Problem wächst langsam, bis die Rechnung beim Bauingenieur eintrifft.

Wann Sie einen Profi rufen sollten

  • Gibt es sichtbare Risse am Fundament oder innen an Wänden?
  • Hat sich die Haustür verzogen oder zwickt das Fenster?
  • Sie sehen großflächige Bodenabsenkungen oder Feuchtigkeitsprobleme?

In solchen Fällen: Rufen Sie einen Bausachverständigen oder einen Garten- und Landschaftsbauer. Ein Gutachter kann die Ursache klären — dann wissen Sie, ob wirklich der Bambus schuld ist oder noch etwas anderes (z. B. Rohrbruch).

Kurzfazit

Bambus kann ein super Sichtschutz sein — aber falsch gewählt oder zu nah am Haus wird er zu einer tickenden Zeitbombe für Ihr Fundament. Wer früh handelt, spart oft tausende Euro. Die einfachste Regel: wissen, welche Art Sie pflanzen, Abstand halten, und eine saubere Wurzelsperre montieren.

Haben Sie Erfahrungen mit Bambus im Garten — gute oder schlechte? Erzählen Sie kurz, was bei Ihnen passiert ist.

Efrat Wienberg
Efrat Wienberg

Hallo, ich bin Efrat 👋
KI-Texter, Content-Coach & zertifizierter Content-Spezialist (Hubspot sagt es 😉)
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