Du hast wieder diese fetten Spritzer innen, und sobald du die Tür öffnest, schlägt dir ein Geruch entgegen? Viele schieben die Mikrowelle vor sich her — dabei geht es schnell und billig. Ich habe das selbst getestet und zeige dir einen einfachen Weg, wie du in wenigen Minuten hartnäckigen Schmutz und Gestank loswirst.
Warum normale Putzmittel oft versagen
Viele greifen zur Universalreiniger-Sprühflasche und schrubben wie wild. Ergebnis: Kratzer, Chemiegeruch, und die Flecken sind noch da.
Ich bemerkte in meiner Praxis: Bei den meisten Haushalten sitzen Spritzer so fest, weil sie eingetrocknet sind — da hilft kein schnelles Drüberwischen.
Das Prinzip, das wirklich funktioniert
Es geht nicht um Kraft, sondern um Wasserdampf und eine chemische Reaktion, die Schmutz löst – ähnlich wie ein Dampfreiniger, nur ohne teures Gerät.
Essig löst Fett und neutralisiert Gerüche; Natron (nicht identisch mit Backpulver) reagiert mit Essig leicht schäumend und unterstützt die Reinigung mechanisch.

Essig vs. Backpulver: Was du wirklich brauchst
Viele sagen „Backpulver“ und meinen damit Natron. Aber Achtung: Backpulver enthält zusätzliche Zutaten und ist weniger effektiv beim Neutralisieren von Gerüchen.
- Natron (Baking soda) — ideal für Pasten und Geruchsbeseitigung; bei DM/Rossmann oder im Supermarkt für ~1–3 €.
- Weißer Haushaltsessig — günstig (bei Lidl/Aldi/Rewe ~0,70–1,50 €/l), stark gegen Fett.
- Wasser — erzeugt den heißen Dampf, der den Schmutz anlöst.
Schritt-für-Schritt-Hack: So machst du es richtig
Ich mache das seit Monaten so — minimaler Aufwand, sichtbarer Effekt.
- Fülle eine mikrowellenfeste Schüssel mit 200–250 ml Wasser.
- Gib 2 EL weißen Essig dazu.
- Erhitze die Mischung auf hoher Stufe für 4–6 Minuten, bis die Scheibe innen beschlägt.
- Lass die Tür noch 3–5 Minuten geschlossen — der Dampf arbeitet nach.
- Vorsichtig Schüssel herausnehmen (heiß!). Dann mit einem feuchten Tuch die gelösten Spritzer abwischen.
- Für hartnäckige Stellen: Paste aus 2 EL Natron + wenig Wasser anrühren, auftragen, kurz einwirken lassen, abwischen.
Bei mir hat diese Kombination oft die erste halbe Stunde Arbeit ersetzt — keine scharfen Chemikalien, nur Hausmittel, die du in jedem deutschen Haushalt findest.

Sicherheitshinweise und Fehler, die du vermeiden musst
- Nie eine leere Mikrowelle laufen lassen — das kann das Gerät beschädigen.
- Benutze nur mikrowellenfeste Gefäße (Porzellan oder Glas, kein Metall).
- Essiggeruch? Öffne das Fenster kurz — in kleinen Berliner Altbauwohnungen hilft frische Luft schnell.
- Backpulver ≠ Natron: Verwende für Paste lieber echtes Natron (auf der Packung steht „Natron“).
- Achtung bei Elektronik-Displays: keine nassen Tücher direkt auf Knöpfen reiben.
Extra-Tricks, die kaum jemand kennt
- Bei hartnäckigem Geruch: Schüssel mit Wasser + 1 TL Natron 10 Minuten erwärmen — Gerüche verschwinden schneller.
- Für die Drehplatte: Natronpaste auftragen, leicht schrubben, mit Essig-Wasser abspülen.
- Nach der Reinigung: ein paar Tropfen Zitronensaft ins Wasser geben — frischer Geruch ohne Chemie.
By the way, ich habe das zuerst ausprobiert, weil ich in einer WG in München kein Platz für große Reinigungsgeräte hatte — das Ergebnis hat mich echt überrascht.
Fazit
Mit wenig Aufwand bekommst du eine saubere Mikrowelle: Essig löst Fett, Natron hilft gegen Geruch und mechanische Rückstände. Probiere die Methode bei deinem nächsten „Jetzt reicht’s“-Moment.
Und du? Hast du einen eigenen Mikrowellen-Hack — oder warst du Team „Sprühzeug und schrubben“ bisher? Teile es unten.









