Die Maschine riecht muffig, Wäsche wird nicht mehr richtig sauber und der Gummi ist voller schwarzer Ränder? Du bist nicht allein — ich habe das selbst erlebt und getestet.
Warum Techniker oft zur Flasche Essig greifen, erkläre ich dir kurz und ehrlich. Lies das jetzt, bevor sich Kalk und Schimmel dauerhaft einnisten.
Was Techniker sehen, bevor du es merkst
In meiner Praxis als Tester und Haushaltsprüfer sehe ich immer die gleichen Fehler: zu viel Pulver, kalte Kurzprogramme, und Wasser mit viel Kalk — besonders in Teilen von Bayern oder dem Ruhrgebiet.
Das Ergebnis: Waschmittelrückstände, Kalkablagerungen und ein muffiger Geruch. Techniker nennen das die „unsichtbare Baustelle“ in jeder Trommel.
Was Essig sofort anstellt
- Gerüche neutralisieren: Essig löst organische Rückstände, die nach einigen Waschgängen stinken.
- Kalkanfällige Stellen werden weich gemacht — die Trommel und Leitungen atmen wieder.
- Schimmel auf der Türmanschette lässt sich leichter abwischen.
- Essig ist günstig: 500 ml Haushaltsessig bekommst du in Deutschland für ca. 1–2 € (DM, Rossmann, Aldi).

Aber Vorsicht: Nicht alle Techniker schwören darauf
Ich habe mit mehreren Serviceleuten gesprochen: einige nutzen Essig, andere warnen davor. Warum die Spannung?
Essig ist Säure — und Säure greift auf Dauer Dichtungen und Metallteile an. Bei älteren Maschinen kann das Probleme verursachen.
Was Profis stattdessen empfehlen
- Zitronensäure (Zitronensäurepulver): wirkt ähnlich, ist aber schonender für Gummi und Metall.
- Kommerzielle Entkalker / Maschinereiniger (z. B. Dr. Beckmann): empfohlen von Herstellern wie Bosch/Siemens.
- Regelmäßiges Heißprogramm (90 °C) ohne Wäsche zur Entfernung von Ablagerungen.
Das genaue Warum — kurz, technisch, verständlich
Stell dir die Trommel wie einen Teekessel vor: Kalk setzt sich überall fest, Waschmittel bildet Rückstände wie ein Filter. Essig löst beides an und spült es weg.
Techniker nutzen Essig oft als schnellen First-Aid-Strip: Geruch weg, Maschine lauffähig, Kunde zufrieden. Für die langfristige Pflege empfehlen viele aber Zitronensäure.

Praktischer Life-Hack: So reinigst du sicher (Schritt-für-Schritt)
Ich habe beide Methoden ausprobiert. Hier kommt die sichere, getestete Version — geeignet für die meisten Haushalte in Deutschland.
- Variante A (Kurz und günstig, Duft entfernt): Gieße 200–300 ml weißen Haushaltsessig in das Waschmittelfach.
- Starte ein Vollprogramm bei 60–90 °C (wenn deine Maschine 90 °C zulässt, ist das besser).
- Nach dem Programm: Tür öffnen, die Gummidichtung mit einem Tuch abwischen — oft kommt jetzt Schmutz heraus.
- Variante B (sicher für Dichtungen, gegen Kalk): Streue 100–200 g Zitronensäurepulver direkt in die Trommel.
- Auch hier: heißes Programm (60–90 °C). Danach Trommel und Schublade mit klarem Wasser nachspülen.
- Wichtig: Nie Essig und Chlorbleiche mischen. Das erzeugt giftige Gase.
Wie oft? — Die Faustregel
- Hartes Wasser / viel Wäsche: einmal im Monat.
- Normale Nutzung: alle 2–3 Monate.
- Sehr seltene Nutzung: alle 6 Monate.
Praktische Tipps aus dem Alltag
- Kontrolliere die Türmanschette einmal pro Woche — schneller Check, großes Ergebnis.
- Weiche Waschmittelreste mit einem feuchten Tuch aus der Schublade aus.
- Wenn Geruch sofort wiederkommt: prüfe den Ablauf und Siphon — oft dort das Problem.
- Herstellerhinweis lesen: Siemens, Bosch & Co. empfehlen meist spezielle Reiniger; Garantiebedingungen beachten.
In meiner Nachbarschaft in NRW sah ich, dass viele Leute mit Zitronensäure bessere Langzeitergebnisse haben als mit ständigem Essiggebrauch. In jedem Fall gilt: lieber ordentlich und selten, als oft und aggressiv.
Kurze Risiko-Checkliste
- Essig kann Gummi und Kleinteile schädigen — bei älteren Geräten vorsichtig sein.
- Kein Mischbetrieb mit Bleichmitteln.
- Bei Unsicherheit: Handbuch konsultieren oder den Kundendienst anrufen (in Deutschland oft per Hotline erreichbar).
Ich sehe das so: Essig ist ein schneller Helfer, aber kein Allheilmittel. Die kluge Pflege ist eine Mischung aus regelmäßiger Reinigung, der richtigen Chemie und dem Blick auf die Maschine.
Also: Probier die Zitronensäure-Methode beim nächsten Reinigungszyklus — und sag mir: Hast du Essig oder Zitronensäure benutzt? Was hat bei dir besser funktioniert?









