Du hast muffige Wäsche, die Maschine stinkt oder die Tür schließt nicht mehr richtig? Das sind die ersten Anzeichen, die ich in meiner Arbeit immer wieder sehe.
Deshalb greifen viele Techniker zur einfachen Flasche Essig — und zwar regelmäßig. Warum das so ist, und wie du es sicher selber machen kannst, liest du hier jetzt.
Warum deine Maschine heimlich Probleme baut
Waschmaschinen sammeln Wasser, Wärme und Faserrückstände — die perfekte Brutstätte für Schimmel und Kalk. Ich habe oft gesehen, wie ein verstopfter Siphon oder ein schimmliger Gummirand eine Maschine binnen Monaten unbrauchbar macht.
Wenn du es spät bemerkst, kostet die Reparatur schnell mehrere hundert Euro — oder du brauchst ein neues Gerät.
Was genau passiert im Inneren?
- Gummidichtungen und Waschmittelschublade sammeln Feuchte und Biofilm.
- Kalk lagert sich an Heizstab und Trommel an — schlechteres Waschergebnis, höherer Stromverbrauch.
- Gerüche entstehen durch Bakterien, nicht nur durch Schimmel.
Warum Mechaniker Essig verwenden (und oft monatlich)
In meiner Praxis habe ich zwei Effekte beobachtet: Essig löst Kalkreste an schwer zugänglichen Stellen und wirkt antibakteriell gegen manche Geruchsquellen.
Mechaniker, Hausmeister und Betreiber von Ferienwohnungen nutzen Essig regelmäßig, weil er billig, erhältlich und schnell wirkt — besonders bei häufiger Nutzung der Maschine.

- Essig ist günstig: 1–2 € bei Discountern wie Aldi oder Lidl.
- Er erreicht Stellen, die du mit Bürste kaum säuberst (z. B. Pumpen, Ablauf).
- Bei hoher Luftfeuchte in deutschen Kellern oder im Norden sorgt regelmäßige Reinigung für längere Haltbarkeit.
Aber es gibt einen Haken
Vorsicht: Nicht jede Maschine und nicht jedes Material mag Essig. Einige Hersteller (z. B. bestimmte Premium-Marken) raten von Essig ab, weil die Säure Dichtungen angreifen kann.
By the way: Essig niemals mit Bleichmitteln (z. B. Chlor) mischen — das kann tödliche Gase freisetzen.
Wann du lieber auf Alternativen zurückgreifen solltest
- Wenn das Handbuch Essig ausdrücklich verbietet — dann Zitronensäure oder spezialisierte Entkalker verwenden.
- Bei gummiartigen Dichtungen, die bereits porös sind, lieber sanfter reinigen.
Praktischer Life-Hack: So machst du es richtig (Schritt-für-Schritt)
Ich habe das mehrfach an Maschinen aus Waschkellern und Ferienwohnungen getestet — hier die Methode, die funktioniert, ohne zu riskieren, dass Elemente beschädigt werden.
- Leere die Trommel vollständig.
- Gib 200–300 ml weißen Haushaltsessig (5% Essigsäure) in die Waschmittelschublade.
- Stell das Programm auf 60–90 °C (heißes Kurzprogramm) und starte ohne Wäsche.
- Wisch nach dem Lauf Gummidichtung und Schublade mit einem Lappen ab, der in Essig getränkt war.
- Öffne die Tür und lass die Maschine vollständig trocknen.
Tipp: In Regionen mit sehr hartem Wasser (z. B. Teile Bayerns) ist es sinnvoll, zusätzlich alle 3 Monate eine Zitronensäure-Kur zu machen — das greift Gummi weniger an.
Fehler, die ich oft sehe — vermeide sie
- Zu viel Essig: Mehr als 300–400 ml regelmäßig kann Dichtungen angreifen.
- Essig mit Bleichmittel kombinieren — gefährlich.
- Nur kurze Programme verwenden — Hitze hilft, Kalk und Keime zu lösen.
- Nach der Reinigung die Tür geschlossen lassen — das fördert neuen Schimmel.
Was kostet das im Vergleich zur Reparatur?
Ein Liter Essig kostet in Deutschland oft unter 2 €. Ein monatlicher Kurzzyklus mit Essig kostet dich also kaum etwas.

Im Vergleich: Eine Reparatur der Pumpe oder ein Dichtungstausch liegt schnell bei 80–200 € plus Anfahrt. Klarer Rechenvorteil.
Lokale Tipps für Deutschland
- Essig in Discountern: Aldi, Lidl, Netto — günstig und einfach verfügbar.
- Bei Airbnb oder Ferienwohnungen in beliebten Regionen (Nordsee, Alpen) macht eine monatliche Reinigung wirklich Sinn.
- In Mietshäusern mit Gemeinschaftswaschküchen: Sprich mit dem Hausmeister — oft wird eine regelmäßige Reinigung kollektiv organisiert.
Und jetzt für den kritischen Teil
Ich habe Maschinen gesehen, die nach monatelanger Vernachlässigung wieder fit waren — dank einer einfachen Essig-Kur. Anderes Mal hat Essig nur kurzfristig geholfen und es war doch ein Fachmann nötig.
Deshalb: Prüfe das Handbuch, beobachte das Ergebnis und passe die Frequenz an.
Kurz-Fazit
Essig ist kein Allheilmittel, aber ein starkes, günstiges Werkzeug im Pflege-Kit. Viele Mechaniker nutzen ihn regelmäßig, weil er praktisch und effektiv ist — besonders bei häufiger Maschinenbenutzung.
Probier die obige Schritt-für-Schritt-Methode aus und sag mir: Hast du Effekte bemerkt? Welche Hausmittel nutzt du sonst noch?









