Sie bezahlen mehr Strom, ohne es zu merken — weil ein einziges Gerät 24/7 Strom zieht. Ich habe es selbst erlebt: ein vergessener Receiver und ein alter Router summierten sich auf die Kosten einer Monatskarte.
Lesen Sie das jetzt, denn bei den aktuellen Strompreisen in Deutschland kann ein einziger Dauerverbraucher schnell zur kleinen, aber konstanten Geldvernichtungsmaschine werden.
Wie diese Steckdose Sie jeden Monat leerkauft
Viele übersehen ein Gerät, das ständig an einer Steckdose hängt: Router, Satellitenreceiver, alter Desktop-PC, Außenbeleuchtung oder eine schlecht abgeschaltete HiFi-Anlage.
Ein Dauerverbrauch von rund 70 Watt kostet bei ~0,30 €/kWh etwa 15 € pro Monat. Das klingt harmlos — bis man es auf Jahre hochrechnet.
Kurze Rechnung, damit es greifbar wird
So habe ich nachgerechnet (und Sie können das selbst leicht prüfen):
- 70 W = 0,07 kW
- 0,07 kW × 24 h × 30 Tage = ca. 50 kWh/Monat
- 50 kWh × 0,30 €/kWh = 15 €
Welche Geräte sind die Übeltäter?
In meiner Praxis als Journalist und beim Testen von Haushalten habe ich diese Verdächtigen am häufigsten gesehen:

- Alte Desktop-PCs und alte NAS-Systeme
- Satellitenreceiver, Set‑Top‑Boxen und Kabelreceiver
- Router plus Mesh‑Nodes, die nie schlafen
- Netzteile und Ladegeräte, die permanent eingesteckt bleiben
- Außenbeleuchtung oder Heizlüfter mit schlechter Steuerung
Warum das so passiert
Viele Geräte haben einen Standby‑Modus oder ziehen konstant Strom, weil sie Funktionen wie Update‑Prüfungen oder Echo‑Funktionen behalten.
Das ist wie ein tropfender Wasserhahn: keine große Sache — bis die Rechnung kommt.
Was Sie sofort messen können (Life‑Hack)
Ich empfehle ein einfaches Gerät, das man bei MediaMarkt, Conrad, Obi oder online für unter 20 € bekommt: ein Energiemessgerät (Zwischenstecker mit Anzeige).
So gehen Sie Schritt für Schritt vor:
- Stecken Sie das Messgerät in die Steckdose.
- Stecken Sie das zu testende Gerät in das Messgerät.
- Lesen Sie Watt (W) oder kWh über 24 Stunden ab — viele Geräte zeigen auch den Verbrauch pro Stunde/Tag.
- Hochrechnen: Watt → kW × 24 × Tage → kWh × Preis (z. B. 0,30 €/kWh).
Sofort‑Hacks, die wirklich helfen
Ich habe in Haushalten einfache Tricks getestet — die wirkten sofort:
- Steckdosenleiste mit Schalter für TV/HiFi: einmal aus = kein Standby.
- Smarter Zwischenstecker mit Zeitplänen: Router nur nachts dimmen oder gezielt abschalten.
- Alte Geräte ersetzen: Ein moderner Router oder TV hat deutlich niedrigeren Standby‑Verbrauch.
- Geräte komplett trennen statt nur Standby lassen (z. B. Drucker, Ladegeräte).
Schon eine einfache Steckdosenleiste kann Ihre monatliche Stromrechnung sichtbar senken.
Ein bisschen Technik, die kaum jemand nutzt
Router haben oft Energie‑Einstellungen (WLAN‑Zeitschaltung, Eco‑Mode). Viele kennen das nicht — ich auch nicht, bis ich es ausprobiert habe.

Langfristige Maßnahmen
Wenn Sie nachhaltig sparen wollen, denken Sie an:
- Geräte‑Upgrade (Energieeffizienzklasse beachten)
- Smart‑Home‑Steuerung für Lastmanagement
- Stromanbieter vergleichen — in Deutschland zahlt man sehr unterschiedliche Preise
- Regelmäßige Kontrolle: einmal im Jahr die größten Verbraucher messen
Konkreter Schritt‑für‑Schritt‑Plan für heute
Ich empfehle diesen 5‑Minuten‑Plan, den Sie sofort umsetzen können:
- Besorgen Sie ein Energiemessgerät (MediaMarkt/Conrad/Lidl).
- Messen Sie die Steckdose, die am längsten belegt ist (z. B. Wohnzimmer-TV).
- Wenn >50 W dauerhaft: Gerät nachts komplett ausschalten oder Leiste trennen.
- Ersetzen Sie besonders stromhungrige Geräte innerhalb eines Jahres.
- Notieren Sie Ersparnis — das motiviert mehr als Zahlen ohne Bezug.
Übrigens: In vielen Haushalten habe ich gesehen, dass die Einsparung den Preis für das Messgerät und eine Steckdosenleiste oft schon im ersten Monat wieder reinholt.
Mein Fazit — und eine Frage an Sie
Eine Steckdose kann wirklich 15 € im Monat kosten — und das ganz ohne dramatische Geräte. Es ist die Summe kleiner, vergessener Verbraucher, die zusammen die Rechnung erhöhen.
Haben Sie schon mal einen heimlichen Stromfresser erwischt? Schreiben Sie, welches Gerät bei Ihnen die größte Überraschung war — und wie viel Watt es zog.









