Backpulver und Zahnbürste: Wie Sie Fugen wie neu machen

Schwarze, vergilbte Fugen im Bad oder in der Küche drücken mehr ins Auge, als du denkst — und sie saugen an deinem Selbstbewusstsein, wenn Gäste kommen. Ich habe gelernt: Für viele Fälle reicht kein teures Spezialmittel. Mit Backpulver und einer alten Zahnbürste bekommst du oft mehr als nur eine oberflächliche Reinigung — und das in kurzer Zeit.

Warum das übliche Putzen oft versagt

Viele schrubben mit Allzweckreiniger, aber die Fuge bleibt matt oder dunkelt schnell wieder nach. Das liegt daran, dass Schmutz tief in die Poren sitzt und manche Reiniger nur die Oberfläche angreifen.

In meiner Praxis zuhause bemerkte ich außerdem: Feuchtigkeit und schlechte Belüftung (Hallo, deutsches Winterwetter!) fördern Schimmel, und dann reicht eine Zahnbürste allein nicht mehr.

Was Backpulver wirklich kann — und was nicht

  • Backpulver (Backpulver vs. Natron: ja, es gibt Unterschiede) ist leicht abrasiv und zieht organische Rückstände an.
  • Es bleicht nicht wie Chlor, es entfernt aber oft hartnäckigen Schmutz ohne aggressive Chemie.
  • Bei schwarzem Schimmel ist es manchmal zu schwach — dann brauchst du Sauerstoffbleiche oder ein spezielles Antischimmelmittel.

Das praktische 6-Schritte-Hack: Backpulver + Zahnbürste

Ich mache das so — und es funktioniert in Küche und Bad schnell und günstig. Hol dir vorher eine alte, feste Zahnbürste oder eine günstige Fugenbürste aus dem Drogeriemarkt (dm, Rossmann oder Lidl, meist unter 3 €).

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Du brauchst

  • Backpulver (aus dem Supermarkt, z. B. von Dr. Oetker)
  • Wasser oder weißen Essig (Achtung: Essig nicht auf Naturstein!)
  • alte Zahnbürste oder Fugenbürste
  • Gummihandschuhe, Lappen, Schwamm

So geht’s Schritt für Schritt

  • Menge: 2 EL Backpulver in eine kleine Schale geben.
  • Paste anrühren: Langsam Wasser zugeben, bis eine streichfähige Paste entsteht (nicht zu flüssig).
  • Auftragen: Paste mit dem Finger oder Löffel in die Fugen streichen.
  • Einwirken lassen: 10–15 Minuten. Bei starken Verfärbungen 30 Minuten.
  • Schrubben: Mit der Zahnbürste kräftig schrubben — in kleinen Abschnitten vorgehen.
  • Abspülen: Mit warmem Wasser abspülen und mit einem trockenen Tuch nachwischen.

Übrigens: Für extra Power sprühst du nach dem Auftragen etwas weißen Essig auf die Paste — es zischt und löst Schmutz. Nur nicht auf Marmor, Kalkstein oder empfindlichen Fliesen verwenden.

Wenn die Paste nicht reicht — das sind meine nächsten Schritte

Manchmal ist die Verfärbung hartnäckig. Dann probiere nacheinander:

  • Sauerstoffbleiche (Pulver, laut Packung anrühren) — wirkt oft sogar gegen dunkle Ablagerungen.
  • 3% Wasserstoffperoxid (Apotheke) punktuell auftragen — gut gegen Schimmel.
  • Mechanisch: Hartnäckige Stellen mit einer Fugenbürste oder einer Nylonbürste an einem Akkuschrauber bearbeiten (Vorsicht bei empfindlichen Fliesen!).

Worauf du in Deutschland besonders achten solltest

  • Viele Altbauten haben poröseren Fugenmörtel — teste an einer unauffälligen Stelle.
  • Während der Heizsaison trocknet die Luft, aber Feuchträume bleiben kritisch — regelmäßig lüften.
  • Günstige Produkte bekommst du bei dm, Rossmann, Lidl oder Bauhaus; Profis im Baumarkt beraten bei großen Sanierungen.

Fehler, die ich selbst gemacht habe — und wie du sie vermeidest

Ich habe einmal Essig auf Marmor verwendet — das hat den Glanz angeätzt. Seitdem teste ich immer zuerst. Blitzsauber ist nicht gleich schonend.

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  • Nicht mischen: Niemals Chlorreiniger mit Essig oder Wasserstoffperoxid kombinieren — giftige Gase können entstehen.
  • Versiegelte Fugen: Aggressive Reinigungsmittel zerstören oft die Versiegelung; anschließend wird die Fuge wieder schmutzig.

Langfristiger Tipp: So bleibt’s länger sauber

Nachdem die Fugen wieder strahlen, lohnt sich eine einfache Routine:

  • Wöchentlich kurz mit einem feuchten Tuch und mildem Reiniger nachwischen.
  • Feuchtigkeit reduzieren: Nach dem Duschen lüften oder Badlüfter 10–15 Minuten laufen lassen.
  • Alle 1–2 Jahre Fuge neu versiegeln (Fugenversiegelung aus dem Baumarkt).

Ich war überrascht, wie oft ein kleines Ritual installiert werden kann, das das ganze Bad frisch aussehen lässt — ohne großen Aufwand oder teure Handwerkerrechnung.

Kurzes Fazit

Backpulver und Zahnbürste sind kein Zauberstab, aber oft genau das richtige Erste-Hilfe-Set für matte Fugen. Testen, schonend vorgehen, und bei Schimmel oder sehr alten Fugen professionelle Hilfe ziehen.

Hast du diesen Trick schon ausprobiert — oder hast du einen anderen Haushaltstrick, der Fugen wirklich wie neu macht? Erzähl’s in den Kommentaren.

Efrat Wienberg
Efrat Wienberg

Hallo, ich bin Efrat 👋
KI-Texter, Content-Coach & zertifizierter Content-Spezialist (Hubspot sagt es 😉)
Fließend Englisch, Hebräisch ... und menschlich.
Ich helfe Marken, wie Menschen zu klingen - und Menschen verkaufen mehr mit Worten.
Durch Storytelling, UX Writing und Conversion-driven Content unterstütze ich globale und lokale Marken dabei, Inhalte zu erstellen, die sich wie sie anfühlen — und landen.

Artikel: 1999

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