Klamotten riechen muffig, Leder wird weich und dieses eine Hemd zeigt erste dunkle Punkte — Feuchtigkeit im Schrank ist heimlich, teuer und nervt. Ich habe das jahrelang ignoriert und dann eine einfache, alte Methode wiederentdeckt: Zeitungspapier. Lies das jetzt, bevor der nächste Regen ins Haus kriecht.
Ich habe es selbst getestet in einem Berliner Altbau und in einem feuchten Kellerraum in Hamburg — überraschend zuverlässig, billig und sofort spürbar.
Warum Zeitungspapier plötzlich wieder relevant ist
Viele übersehen die einfachsten Mittel, wenn teuerer Kram im Supermarkt lockt. Zeitungspapier ist keine Magie, aber es funktioniert.
Die Fakten, kurz und praktisch
- Zeitungspapier saugt Feuchtigkeit auf — wie ein Mini-Schwamm für die Luft.
- Es reguliert lokale Luftfeuchte in Schubladen, Schuhen und Schränken.
- Es neutralisiert leichte Gerüche, besonders wenn du frische Seiten nimmst.
In meiner Praxis hat sich gezeigt: eine Schicht Zeitung in Schubladen reduziert muffige Gerüche innerhalb weniger Tage.
Wie Zeitungspapier besser ist als teure Tütchen
Silicagel-Beutel sind praktisch, aber kosten Geld und sind begrenzt effektiv in großen Schränken. Zeitungspapier ist überall verfügbar und praktisch kostenfrei.
- Kosten: 0–2 € (wenn du lokale Anzeigenblätter nutzt oder alte Tageszeitungen sammelst).
- Umwelt: Altpapier kann mehrfach genutzt werden, danach ab in die Papiertonne.
- Zugänglichkeit: Kiosk, Supermarkt (Kassenbereich), oder die kostenlose Wochenzeitung aus dem Hausflur.

Genau so machst du es: Schritt-für-Schritt-Hack
Das ist der Teil, bei dem viele scheitern — zu wenig Papier, falsch platziert, nie gewechselt. Folge diesen klaren Schritten:
- Sammle 6–10 Zeitungsseiten (keine Hochglanzbeilagen).
- Faltest die Seiten locker und lege sie in Ecken, Schubladen, und unter Regalbretter.
- Für Schuhe: Papier kugelig stopfen und über Nacht einlegen.
- Für empfindliche Kleidung: Zeitung in ein Tuch oder Baumwollsäckchen wickeln, damit Druckerschwärze nicht übergeht.
- Wechsel: alle 2–4 Wochen je nach Luftfeuchte; bei sichtbarer Nässe öfter.
Wichtig: Keine glänzenden Inserate verwenden, und Zeitung nicht direkt auf weiße oder seidenartige Stoffe legen.
Materialliste kurz
- Alte Zeitung (kein Hochglanz)
- Baumwollsäckchen oder dünnes Tuch (optional)
- Gummiband oder Wäscheklammern
Fehler, die ich beobachtet habe — vermeide sie
- Zu wenig Papier: 1–2 Seiten bringen kaum Effekt.
- Nie wechseln: Papier wird gesättigt und fängt an, Gerüche zu übertragen.
- Direkter Kontakt mit empfindlichen Stoffen ohne Schutz: Flecken durch Druckerschwärze möglich.
Wann Zeitungspapier nicht reicht
Bei richtigem Schimmelbefall, starken Wasserschäden oder andauernder hoher Luftfeuchte hilft Papier allein nicht. Dann brauchst du:
- Ursachenklärung (undichte Fenster, Heizprobleme, Mauerdurchfeuchtung).
- Professionelle Trocknung oder elektrische Entfeuchter (Mietgeräte bei OBI, Hornbach oder Bauhaus in Deutschland).
By the way: In vielen deutschen Wohnungen ist die kombinierte Lösung am besten — Zeitungspapier für Schränke, ein kleiner elektrischer Luftentfeuchter für den Raum.

Das kleine Extra: Geruchs-Boost
Willst du das Muffproblem doppelt bekämpfen? So machst du es.
- Falte Zeitung, lege oben eine kleine Stofftasche mit 1–2 EL Backpulver oder Natron dazu.
- Das Papier zieht Feuchte, das Natron absorbiert Gerüche — wie zwei Partner, die sich ergänzen.
Wie oft wechseln?
In normalen Wohnungen reicht alle 2–4 Wochen. In feuchten Kellern: wöchentlich prüfen. Ich habe im Winter in Hamburg alle 10 Tage gewechselt und das Ergebnis war deutlich.
Mini-Case: Mein Test im Berliner Altbau
Ein alter Kleiderschrank, Ausdünstungen von Lederjacken und zwei Monate nasses Herbstwetter — nach 14 Tagen mit Zeitungspapier war der Geruch merklich schwächer. Stoffe fühlten sich trockener an, und das Schimmelrisiko schien deutlich niedriger.
Es fühlte sich befreiend an: nicht immer an den teuren Entfeuchter denken zu müssen.
Fazit — kurz und direkt
Zeitungspapier ist kein Allheilmittel, aber eine sofort verfügbare, günstige und umweltfreundliche Erste-Hilfe gegen Feuchtigkeit im Schrank. Probier es für 2–4 Wochen — die Wirkung ist oft überraschend.
Hast du Zeitungstricks schon ausprobiert — oder hast du einen besseren Low-Budget-Hack gegen muffige Schränke? Schreib deine Erfahrung unten.









