Du wunderst dich, warum die Stromrechnung wieder gestiegen ist, obwohl du weniger heizt? Ich habe bemerkt: Nicht die Heizung, sondern die unsichtbaren Kleingeräte saugen oft dein Geld auf. Lies das jetzt, bevor die nächste Nebenkostenabrechnung kommt — die Lösung ist einfacher als du denkst.
Warum diese Steckdose still dein Geld schluckt
In meiner Arbeit mit Elektrikern sehe ich immer wieder dasselbe Muster: Eine Steckdose im Flur oder Wohnzimmer, an der mehrere Geräte dauerhaft eingesteckt sind — Router, Receiver, Ladegeräte, Smart-Home-Hubs. Getrennt betrachtet wirkt jedes Gerät harmlos. Zusammen sind sie wie ein kleines Kohlekraftwerk unter deinem Sofa.
Standby- und Dauerverbrauch addieren sich schnell. Bei den heutigen Strompreisen reichen schon 50–70 Watt Dauerleistung, um an die 150–200 € pro Jahr zu kommen.
Welche Geräte am häufigsten schuld sind
- Router + Mesh-Systeme: oft 5–20 W pro Gerät (mehrere im Haus summieren sich).
- TV-Receiver / Sat-Receiver: 10–30 W im Standby, manche deutlich mehr.
- Smart-Home-Hubs, NAS, kleine Server: 10–30 W dauerhaft.
- Alte Ladegeräte & LED-Strips: auch im Leerlauf oft 1–5 W — mehrere Stück = Problem.
- Elektrische Heizgeräte/Mini-Heizlüfter an einer Steckdose: 500–2000 W (hier sind €200 locker übertroffen).

Wie du den Dieb entlarvst (schnell & ohne Elektriker)
Ich habe das selbst getestet: Ein billiges Energieverbrauchsmessgerät (gibt’s bei Hornbach oder OBI) zeigt dir binnen Sekunden, was ein Stecker tatsächlich zieht. Messen ist Pflicht — schätze nicht.
- Schritt 1: Kauf oder leihe ein Steckdosen-Energiekosten-Messgerät (z. B. von Brennenstuhl oder bei MediaMarkt).
- Schritt 2: Stecke das Messgerät in die Steckdose, dann das Gerät an das Messgerät.
- Schritt 3: Lies Watt (W) ab oder Warte 24 Stunden für genauere kWh-Angaben.
- Schritt 4: Rechnung: kWh/Jahr = (Watt / 1000) × 24 × 365. Multipliziere mit deinem kWh-Preis (in Deutschland aktuell ca. 0,33–0,42 €/kWh).
Beispiel: 60 W Dauerlast → 0,06 kW × 24 × 365 ≈ 525 kWh → bei 0,38 €/kWh ≈ 200 € im Jahr. Klingt überraschend? Genau das habe ich wiederholt beobachtet.
Sofortmaßnahmen, die wirklich helfen
- Steckdosenleiste mit Schalter: Alle Geräte nachts abschalten — simpel, schnell, wirksam.
- Intelligente Steckdosen mit Energie-Messfunktion: Zeitpläne setzen (kaufen bei Saturn, Amazon oder lokal im Elektrofachhandel).
- Router prüfen: Viele modernen Modelle haben Energiesparmodi; frage deinen Anbieter oder tausche alte Geräte.
- Unnötige Standby-Geräte ausstecken: Ladegeräte ziehen auch ohne angeschlossenes Handy.
- Bei alten Heizquellen sofort Fachbetrieb kontaktieren — kleine Reparatur kann große Einsparung bringen.
Lebens-Hack: 3-Minuten-Check, der Geld spart
- Gehe durch deine Wohnung mit einem Blick auf Steckdosen: Was ist dauerhaft eingesteckt?
- Stelle eine Steckdosenleiste mit Schalter an die problematische Stelle.
- Schalte abends alles aus, was nicht über Nacht laufen muss (Router ausgenommen, wenn du ihn brauchst).
Das ist so simpel wie das Abschalten einer Lampe — wirkt aber wie das Stoppen eines undichten Wasserhahns.

Wann du doch den Profi rufen solltest
Wenn eine einzelne Steckdose ungewöhnlich warm wird, Sicherungen öfter springen oder du versteckte Lasten vermutest (z. B. fest angeschlossene Boiler oder alte Elektrokabel), ruf einen Elektriker. In Deutschland hilft der örtliche Elektrikerbetrieb oder die Kundenberatung deines Netzbetreibers weiter.
Übrigens: Ersatzteile und Messgeräte bekommst du leicht bei Hornbach, OBI, MediaMarkt oder online — aber bei Unsicherheit immer den Fachmann fragen.
Fazit
Viele übersehen die kleinen Stromfresser im Alltag. Ich habe gesehen, wie ein simpler Wechsel zu einer geschalteten Steckdosenleiste oder ein Austausch eines alten Routers die Jahreskosten spürbar senkt. Fang mit Messen an — das ist die einzig sichere Basis für echte Einsparungen.
Hast du eine Steckdose, die dich überrascht hat? Schreib kurz, was dran hängt — vielleicht lohnt sich ein schneller Check.









