Hast du gerade das Bratfett in die Spüle gekippt, weil es so praktisch war? Stopp – das kannst du dir teuer kaufen. Ich habe bemerkt, dass gerade nach Festtagen und Bratenmonaten viele Rohre komplett zufetten.
Warum du das jetzt lesen musst: Ein kleiner Löffel Fett heute kann eine Riesenrechnung morgen bedeuten. In meiner Praxis als Journalist, der mit Rohrreinigern und Entsorgern in Deutschland gesprochen hat, sieht das Ergebnis immer gleich aus: Ärger, Gestank, Kosten.
Warum deine Rohre jetzt gefährdet sind
Fette und Öle verhalten sich wie Klebstoff: warm flüssig, dann kalt hart. Das Pool aus Fett im Abfluss baut Schichten und zieht Schmutz an – bis nichts mehr geht.
- Verstopfte Rohre: Fett haftet an Rohrinnenwänden und bildet Tarnmassen (Fettberge).
- Starker Geruch und Schädlingsbefall durch verrottende Fettreste.
- Hohe Reparaturkosten: Von einfacher Reinigung bis zum Rohrtausch können schnell hunderte Euro anfallen.
- Umwelt: Fett landet im Kanalnetz, belastet Abwasserreinigung und Gewässer.
Welches Öl genau meint der Rohrreiniger?
Viele denken nur an Bratfett – aber es betrifft mehr:
- Pflanzen- und Bratöle (Raps-, Sonnenblumen-, Olivenöl)
- Tierische Fette (Schmalz, Bratfett)
- Altöl/Motoröl — das ist toxisch und darf niemals in den Ausguss oder in die Umwelt.
- Ätherische Öle oder Speiseöle in grossen Mengen (z.B. aus Gastronomie)

Was Rohrreiniger wirklich tun — und was es kostet
Ich habe mit mehreren Klempnern in Berlin, München und Hamburg gesprochen: Die Methoden reichen von Saugen über mechanisches Ausfräsen bis zu Hochdruckspülungen.
- Kleine Verstopfung: 60–150 € (je nach Region).
- Hartnäckige Fettberge oder lange Rohrstrecken: ab 200 € bis 800 €.
- Kompletter Leitungs- oder Kanaltausch: mehrere tausend Euro.
Ja, das ist ärgerlich — und oft vermeidbar.
Die 5 schnellen Fakten, die jeder übersieht
- Kaltes Wasser löst Fett nicht – es macht das Problem schlimmer.
- Sogar kleine Mengen, regelmäßig in den Abfluss, addieren sich über Monate.
- Biotonnen sind selten für Öl gedacht; check deine lokale Müllordnung.
- Enzymreiniger zerstören Fett biologisch, brauchen aber Zeit.
- Chemische Abflussreiniger können Rohre und Dichtungen angreifen — oft mehr Schaden als Nutzen.
Praktischer Hack: So entsorgst du Öl richtig (Schritt-für-Schritt)
Hier mein getesteter, einfacher Ablauf, den ich selbst zu Hause verwende:
- Abkühlen lassen: Öl komplett abkühlen und grobe Reste mit Küchenpapier abwischen.
- Filtern & sammeln: Öl durch ein Küchensieb in ein sauberes Glas oder eine leere PET-Flasche gießen.
- Verschließen: Deckel drauf — kein Auslaufen.
- Entsorgen: In vielen deutschen Städten kannst du die Flasche zum Wertstoffhof oder zur Schadstoffsammlung bringen. Manche Kommunen haben Altöl-Annahmestellen.
- Bei sehr kleinen Mengen: getränktes Küchenpapier in den Restmüll werfen (nicht in die Biotonne).
Übrigens: Du kannst sauberes Bratöl mehrfach verwenden — einfach durch ein Sieb filtern und kühl lagern.
Sofort-Tipp bei leichter Verstopfung
Wenn die Spüle leicht zieht: Gieße heißes (nicht kochendes) Wasser langsam nach, gib Spülmittel dazu und warte. Klopf mit einem Saugglocke (Pömpel). Für festsitzendes Fett empfehle ich einen enzymatischen Reiniger über Nacht — kein Säurebad.

Was tun mit Motoröl oder anderen problematischen Ölen?
Motoröl gehört in die Altöl-Annahme: Tankstellen, Werkstätten oder kommunale Sammelstellen nehmen es oft kostenlos an. Das einfach wegzuspülen ist nicht nur dumm, sondern in Deutschland rechtswidrig und giftig für Umwelt und Grundwasser.
Und jetzt das Entscheidende
Du sparst Zeit und Geld, wenn du Fett schon in der Küche stoppst — nicht später in der Kanalisation. Ich habe bemerkt: Wer einmal das System verstanden hat, ändert schnell seine Gewohnheiten.
Gieß kein Fett in den Abfluss. Punkt.
Hast du schon einmal einen Fettberg oder Rohrreiniger-Rechnung erlebt? Erzähle kurz, was passiert ist — vielleicht hilfst du jemandem, der gerade dasselbe plant.









