Bäcker enthüllen: Deshalb kommt eine Prise Salz in den Pizzateig

Kennst Du das: Der Teig riecht nach nichts, ist klebrig und die Kruste bleibt blass? Viele backen Pizza zuhause und wundern sich, warum es nie wie beim Italiener wird.

Ich habe ausprobiert, verbessert und Fehler gemacht — bis ich verstand, dass eine einfache Prise Salz oft den Unterschied macht. Lies das jetzt, bevor Du wieder ohne planlos knetest.

Warum viele das Salz weglassen — und das ist ein Fehler

In meiner Küche höre ich oft: „Salz hemmt die Hefe“ oder „Ich will es salzarm“. Klar, Gesundheit zählt — trotzdem ist das Weglassen meist ein Geschmackskiller.

Die Faustregel ist simpel: Salz ist kein reines Gewürz, es formt den Teig. Wer es ignoriert, verliert Aroma, Struktur und Backverhalten.

Was Salz im Teig wirklich macht

  • Es stärkt das Gluten: Der Teig wird elastischer, reißt weniger und lässt sich besser formen.
  • Es reguliert die Gärung: Salz verlangsamt die Hefe leicht — das verhindert Übergare bei wärmeren Küchen (typisch in deutschen Wohnungen im Winter).
  • Mehr Geschmack: Salz balanciert Säure und hebt Tomatensoße, Käse und Belag hervor.
  • Bessere Kruste: Durch kontrollierte Gärung karamellisiert der Rand schöner und wird knuspriger.
  • Textur: Der Teig klebt weniger — das Kneten wird entspannter.

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Die richtige Menge: So machst Du es ohne Risiko

Ich habe verschiedene Rezepte getestet: zu viel Salz macht den Teig zäh, zu wenig führt zu fadem Ergebnis.

Nutze die einfache Regel: 2% Salz bezogen auf das Mehlgewicht. Das ist in Restaurants und heimischen Bäckereien Standard.

  • 500 g Mehl → 10 g Salz
  • 300 g Mehl → 6 g Salz
  • 1 kg Mehl → 20 g Salz

Praktischer Hack: Schritt-für-Schritt für 2 Pizzen (realistisch für deutsche Küchen)

Ich habe das in einer normalen Wohnungsofen-Küche getestet (mein Ofen schafft 250 °C). Ergebnis: deutlich besserer Geschmack und Kruste.

  • 500 g Mehl (Tipo 00 oder Mischmehl 405+550)
  • 320 ml Wasser (64 % Hydration)
  • 10 g Salz (2 %)
  • 2–3 g Trockenhefe oder 10 g frische Hefe
  • 15 ml Olivenöl optional

So mache ich es:

  • 1) Wasser und Mehl mischen, 20–30 Minuten stehen lassen (Autolyse). Ich bemerkte: der Teig wird geschmeidiger.
  • 2) Hefe im Wasser auflösen (wenn frische Hefe: leicht wärmeres Wasser). Salz getrennt hinzugeben—erst nach der Autolyse einmischen.
  • 3) Salz und Hefe unterkneten (8–10 Minuten per Hand oder 6–7 Minuten Maschine).
  • 4) 1 Stunde bei Raumtemperatur gehen lassen oder besser: 24–72 Stunden kalt im Kühlschrank (4 °C) für mehr Aroma.
  • 5) Auf Backstein/Backblech bei höchster Ofentemperatur backen, vorheizen 45 Minuten. In deutschen Öfen oft 250 °C — länger vorheizen und Stein verwenden.

Fehler, die ich gelernt habe zu vermeiden

  • Salz direkt auf die Hefe streuen — das kann Hefezellen schädigen. Lieber mit Mehl oder Wasser mischen.
  • Zu viel Salz: >2.5 % macht den Teig zäh und trocken.
  • Nur grobes Salz verwenden ohne korrektes Wiegen – Volumen täuscht. Wiegen ist in Gramm zuverlässiger.

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Tipps speziell für Deutschland

Ich hole Mehl oft bei REWE oder dem Bio-Laden; Tipo 00 ist hier erhältlich, kostet meist €2–5 pro kg. Meersalz oder feines Jodsalz sind ok — achte nur aufs Gewicht.

In kalten deutschen Wohnungen hilft die Kaltgare im Kühlschrank: weniger Hefe, längere Zeit, besserer Geschmack — perfekt für Wochenendpizzen.

Und jetzt für das unauffällige Extra

Life-hack, den viele übersehen: Wenn Du wenig Ofentemperatur hast (typisch bei Mietwohnungen), mach einen sehr dünnen Boden und backe auf maximal vorgeheiztem Stein. Salz hilft dem dünnen Teig, trotzdem Volumen zu halten.

  • Für besonders knusprig: Teig dünn ausrollen, kurz 30–60 Minuten ruhen, dann backen.
  • Für mehr Aroma: 48 Stunden Kühlschrankgare – keine Hektik, mehr Geschmack.

Ich war überrascht, wie oft eine kleine Umstellung (Salz korrekt dosieren) das Ergebnis verbessert hat. Es ist kein Zauber — eher eine kleine, gezielte Korrektur.

Zum Schluss: Probier’s aus bei der nächsten Pizza-Session. Sag mir: Benutzt Du Salz im Teig — und wenn ja, welche Menge hat bei Dir am besten funktioniert?

Efrat Wienberg
Efrat Wienberg

Hallo, ich bin Efrat 👋
KI-Texter, Content-Coach & zertifizierter Content-Spezialist (Hubspot sagt es 😉)
Fließend Englisch, Hebräisch ... und menschlich.
Ich helfe Marken, wie Menschen zu klingen - und Menschen verkaufen mehr mit Worten.
Durch Storytelling, UX Writing und Conversion-driven Content unterstütze ich globale und lokale Marken dabei, Inhalte zu erstellen, die sich wie sie anfühlen — und landen.

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