Du hast gerade einen Kratzer in deinem Laminat entdeckt und denkst: „Mist, das sieht billig aus.“ Ich habe das auch gedacht — und Zahnpasta als schnellen Notfalltrick getestet. Warum du das jetzt lesen solltest: Du sparst Zeit und vielleicht ein paar Euro, aber du musst genau wissen, wie. Falsch angewandt verschlimmerst du den Schaden.
Warum Zahnpasta bei Oberflächenkratzern funktionieren kann — und wann nicht
Ich habe bemerkt, dass Zahnpasta bei ganz leichten, oberflächlichen Kratzern das Licht anders bricht und den Schaden optisch reduziert. Mechanisch wirkt sie wie sehr feines Schleifpapier.
Aber: Nicht jede Zahnpasta ist harmlos. Bei tiefen Kratzern oder lackierten Schutzschichten kann sie die Oberfläche weiter angreifen.
- Funktioniert meist bei feinen Kratzern — wenn nur die obere Schutzschicht minimal beschädigt ist.
- Weniger geeignet: tiefe Rillen, abgenutzte Kanten oder wenn Feuchtigkeit ins Laminat gezogen ist.
- Achtung bei weißen oder farbigen Pasten mit Aufhellern — sie können Rückstände hinterlassen.
Was ich in der Praxis ausprobiert habe
Ich testete zu Hause verschiedene Pasten: normale weiße Zahnpasta, Whitening-Gel und ein Zahncreme mit Schälpartikeln. Nur die einfache weiße Paste verbesserte die Optik leicht. Das Gel hinterließ Schlieren, die Schleifpaste mattierte die Oberfläche.

So gehst du Schritt für Schritt vor (funktionierender Life‑Hack)
Teste zuerst an einer unauffälligen Stelle — das ist entscheidend. Arbeitsschutz: Handschuhe sind nett, aber kein Muss.
- 1) Wähle eine einfache, weiße Zahnpasta ohne Gel oder Schleifpartikel.
- 2) Tupfe eine sehr kleine Menge auf ein weiches, sauberes Tuch oder Wattestäbchen.
- 3) Reibe sanft, in Kreisbewegungen — nicht schrubben — über den Kratzer (10–20 Sekunden).
- 4) Wische mit einem feuchten Tuch nach und trockne sofort ab.
- 5) Beurteile das Ergebnis: Bei Verbesserung ab und zu wiederholen, aber nie zu kräftig.
Wenn du ein sichtbares Ergebnis magst, kannst du danach ein Laminat-Pflegemittel aus dem Baumarkt (z. B. OBI, Hornbach oder Bauhaus) auftragen. Das poliert und schützt.
Wenn Zahnpasta versagt: bessere Alternativen
Manchmal reicht das Hausmittel nicht — besonders bei älteren oder matten Laminaten.
- Laminat-Reparatur-Set (ab ca. 5–15 €) aus dem Baumarkt — enthält Füllmasse und Stifte.
- Touch-Up Stifte in Laminatfarbtönen für kleine Kratzer.
- Wachs-Pads für Kratzer, die mehr Glanz als Füllung brauchen.
- Bei großflächigen Schäden: einzelne Dielen ersetzen lassen.
Was du auf keinen Fall tun solltest
- Nie Dampfreiniger auf Laminat: Kein Dampf! Er hebt die Platten.
- Keine Scheuermittel oder Stahlwolle — das macht alles schlimmer.
- Keine farbigen Pasten oder aggressive Bleich-Zahncremes verwenden.

Schnelle Alltagstipps für deutsche Haushalte
In der Heizperiode kriechen kleine Risse und Staub ins Laminat — das macht Kratzer sichtbarer. Ich lege deshalb in stark frequentierten Bereichen günstige Filzgleiter unter Stühle und achte auf Straßenschmutz an Schuhen.
- Filzgleiter: bei IKEA, Hornbach oder online — einfache Prävention.
- Schmutzschleusen vor Haustür: weniger Sand im Haus = weniger Kratzer.
- Regelmäßig mit Laminatreiniger (dm, Rossmann führen passende Produkte) pflegen.
Metapher: Zahnpasta wirkt wie ein dünner Pinselstrich Make-up auf einem Pickel — es kaschiert, ersetzt aber keine medizinische Behandlung, wenn das Problem tiefer sitzt.
Fazit
Zahnpasta kann kurzfristig leichte Kratzer im Laminat optisch mildern — aber nur, wenn du die richtige Sorte und die richtige Technik wählst. Bei größeren Schäden spare dir das Risiko und investiere ein paar Euro in ein Reparaturset oder ruf einen Handwerker.
Wie sind deine Erfahrungen? Hast du Zahnpasta schon mal ausprobiert — oder schwörst du auf ein anderes Hausmittel?









