Der muffige Geruch hinter oder unter dem Kühlschrank nervt nicht nur — er kann ein frühes Zeichen für Feuchtigkeit oder eine undichte Stelle sein. Ich habe bemerkt, dass viele Leute einfach eine offenen Schachtel Backpulver reinstellen, ohne zu wissen, warum.
Deshalb solltest du das jetzt lesen: Es ist billig, schnell gemacht und kann dir Ärger mit Schimmel, Wasserflecken oder teuren Reparaturen ersparen.
Warum Techniker das empfehlen (kurz und praktisch)
Techniker empfehlen oft ein Pulver hinter dem Kühlschrank, weil es drei Dinge gleichzeitig erfüllt: es neutralisiert Gerüche, zeigt Feuchtigkeit an und ist ein günstiger Indikator für Probleme. Es ist kein Heilmittel, aber ein früher Warnmelder, den man gut nutzen kann.
Was wirklich passiert
- Geruchsbindung: Natron (Natriumbicarbonat) reagiert mit sauren Geruchsmolekülen und mildert unangenehme Gerüche.
- Feuchtigkeitsanzeige: Wenn das Pulver verklumpt oder sich verflüssigt, zeigt das hohe Luftfeuchte oder ein Tropfenproblem.
- Kosten-Nutzen: Für wenige Euro bekommst du ein sichtbares Signal—besser als stundenlang zu rätseln, woher der Geruch kommt.
Wichtig: Backpulver vs. Natron
Viele sagen „Backpulver“, wenn sie eigentlich „Natron“ meinen. Ich habe in meiner Praxis gesehen, dass Techniker Natron empfehlen — es ist reiner und wirkt zuverlässiger als Backpulver mit Zusatzstoffen.
- Natron = effektiver Geruchsneutralisierer.
- Backpulver enthält Säure + Stärke und kann weniger sichtbar reagieren.
- In deutschen Drogerien (DM, Rossmann) oder Aldi/REWE kostet eine Packung meist 1–3 €.

Wie du es richtig machst — Schritt für Schritt
Ich habe es selbst ausprobiert und das hier klappt zuverlässig:
- Schritt 1: Kaufe Natron, keine gesüßte Mischung. (200–500 g reichen.)
- Schritt 2: Füll es in eine flache Schale oder ein offenes Glas — keine Plastiktüte, die schimmelt.
- Schritt 3: Stell die Schale hinten neben den Kühlschrank, nicht direkt auf die Elektrik oder die Heizspirale.
- Schritt 4: Kontrolliere alle 4–8 Wochen: ist das Pulver klumpig oder feucht? Dann liegt ein Feuchtigkeitsproblem vor.
- Schritt 5: Wechsel das Natron alle 2–3 Monate oder bei sichtbarer Verklumpung.
Dos & Don’ts — einfacher Überblick
- Do: Nutze eine flache, stabile Schale.
- Do: Achte auf Abstand zu beweglichen/heißen Teilen.
- Don’t: Natron ist kein Ersatz für regelmäßige Reinigung der Kondensatorspulen.
- Don’t: Bei starkem Wasseraustritt sofort Techniker rufen — Natron ist nur ein Frühwarnsystem.
Was Techniker oft noch empfehlen (die Profi-Checks)
Wenn ich mit Monteuren vor Ort war, kamen diese Punkte fast immer dazu:
- Kondensatorspulen reinigen (Staubsauger + Bürste) — bessere Kühlung, weniger Strom.
- 5 cm Abstand zur Wand lassen — sonst staut sich Wärme und Schmutz.
- Abfluss und Auffangschale prüfen — dort sammelt sich auch Schmutzwasser.

Sinnvolle Alternativen
Natron ist günstig, aber nicht perfekt. Wenn du das Problem ernst meinst:
- Silica-Gel oder Spezial-Desiccant: besser gegen Feuchtigkeit, aber teurer.
- Aktivkohle-Behälter: stärker bei Geruchsbindung, kostet etwas mehr.
- Sensoren: Feuchtigkeits- oder Wassersensoren melden dir Lecks sofort — ideal für den Keller oder die Küche.
Übrigens: In feuchten deutschen Wohnungen oder Kellern (besonders im Winter) ist das klumpige Natron oft der erste sichtbare Hinweis auf ein Problem.
Praktischer Life-Hack
Wenn du zwei Minuten sparen willst: füll Natron in einen ausgedienten Marmeladenglasdeckel, stelle den Deckel hinter den Kühlschrank und markiere das Datum mit einem Edding. So siehst du schnell, ob es feucht wurde — und verlierst nicht die Hälfte beim Putzen.
Kurz zusammengefasst: Natron hinter den Kühlschrank ist kein Allheilmittel, aber ein günstiger, einfacher Indikator für Gerüche und Feuchtigkeit — und oft der Unterschied zwischen einem kleinen Handgriff und einer teuren Reparatur.
Hast du das schon ausprobiert oder einen anderen Trick gegen muffige Kühlschränke? Erzähl von deinem besten Tipp — ich bin gespannt, was in deutschen Haushalten am besten funktioniert.









