Zeitungspapier unterm Topf: Der Gärtner-Hack gegen Unkraut im Beet

Unkraut frisst Deine Zeit – und spätestens im Mai bereust Du jeden verlorenen Sonntag im Beet. Ich habe das ausprobiert: alte Zeitung unter Töpfe und Beete legen statt stundenlang zu jäten. Warum Du das jetzt probieren solltest? Wegen des feuchten Frühlings in Deutschland und weil Mulch und Unkrautvlies teuer oder schwer zu entsorgen sein können.

Warum Zeitungspapier überhaupt hilft

Ich habe bemerkt, dass Zeitungspapier wie eine dunkle Decke wirkt: es blockiert Licht, bleibt atmungsaktiv und zersetzt sich nach und nach. Viele übersehen, wie simpel das ist – und wie sehr es den ersten Wachstumsschub von Unkraut ausbremst.

Die Biologie kurz erklärt

Unkrautsamen brauchen Licht oder sehr dünne Erdschichten, um zu keimen. Legst Du mehrere Zeitungsseiten auf die Erde, verhinderst Du genau das. Anders als Plastik kann Zeitung Wasser durchlassen und Bodenleben überleben.

  • Schattiert die Keimlinge effektiv.
  • Lässt Regen und Gießwasser passieren (keine Staunässe wie bei Folie).
  • Zersetzt sich und gibt organische Masse zurück – wenn Du oben Mulch legst.

Was Du beachten musst (da gibt’s Fallen)

Nicht jedes Papier ist gleich. In meiner Praxis fiel auf: glänzende Prospekte und stark eingefärbte Seiten sind weniger geeignet. Auch eine alleinige Zeitungsschicht reicht oft nicht.

  • Keine Glanzseiten oder stark lackierte Magazine verwenden.
  • Mehrere Lagen sind besser: 2–4 Zeitungsseiten übereinander.
  • Ränder überlappen, damit Licht keine Lücken findet.
  • Bei starkem Wind beschweren (Steine, Töpfe oder Rasenkanten).

Zeitungspapier unterm Topf: Der Gärtner-Hack gegen Unkraut im Beet - image 1

So machst Du es Schritt für Schritt (praktisch & schnell)

Ich habe dieses Prozedere in drei Garten-Sessions getestet — zuverlässig und ohne großen Aufwand.

  • Bereich vorbereiten: Grobes Unkraut und Wurzelunkräuter vorher entfernen.
  • Feucht machen: Boden leicht gießen, Zeitung in Streifen legen und ebenfalls anfeuchten – Papier klebt dann besser.
  • Lagen: 2–4 Blatt pro Stelle, bei hartnäckigen Flächen ruhig 5–6.
  • Überdecken: 3–5 cm Mulch, Rindenmulch oder Kompost auflegen. Das sieht besser aus und beschleunigt das Zersetzen.
  • Pflanzen: Löcher einreißen, Pflanze setzen, Ränder andrücken.

Bonus-Tipp: Unter Pflanzkübel funktioniert es hervorragend: stell den Topf auf Zeitung, so bleibt die Umgebung unkrautfrei und Du sparst Dir extra Beetpflege.

Praktische Feinheiten für deutsche Gärten

In Deutschland ist das Klima unberechenbar – nass und dann wieder trocken. Zeitungspapier passt sich dem besser an als Folie. Baumärkte wie OBI oder Hornbach bieten zwar Vlies, aber für den schnellen, kostenlosen Einsatz greifst Du einfach zur alten Zeitung aus dem Briefkasten oder vom Recycling.

  • Bei starkem Regen sackt Zeitung schneller zusammen – regelmäßiges Nachlegen im Frühjahr kann nötig sein.
  • Für Wege oder dauerhafte Beete ist eine Kombination mit Rindenmulch sinnvoll.
  • Wenn Du Kompost auflegst, bleibt der Boden nährstoffreich – anders als bei Plastik.

Was die Nachteile sind (ehrlich)

Es ist kein Wundermittel: Bei tiefwurzelnden Unkräutern wie Disteln hilft Zeitung allein nicht. Und wer sehr auf perfekt ästhetische Beete steht, muss den Papier-Look mit Mulch kaschieren. Stelle Dich auf gelegentliches Nachlegen ein.

Sicherheits-Hinweis

Moderne Druckfarben sind in der Regel auf Pflanzenölbasis und unkritisch. Wenn Du ganz sicher gehen willst, verwende nur schwarz-weiße Zeitungsseiten und keine bunten Werbebeilagen.

Zeitungspapier unterm Topf: Der Gärtner-Hack gegen Unkraut im Beet - image 2

Kurz-Fallstudie aus meinem Garten

Ich legte im April eine 4×2 Meter Fläche mit Zeitung und 4 cm Rindenmulch ab. Bis Juli waren die typischen Löwenzahn- und Vogelmiere-Ausbrüche um etwa 75–90% reduziert. Der Nachteil: An sehr windigen Stellen musste ich nach zwei Wochen nacharbeiten.

Und jetzt für den schnellen Alltag: Die Mini-Checkliste

  • Alte Zeitung sammeln (keine Hochglanzmagazine).
  • Unkraut grob entfernen.
  • 2–4 Lagen Zeitung, Ränder überlappen.
  • Anfeuchten und mit Mulch abdecken.
  • Bei Bedarf nach 4–8 Wochen kontrollieren.

By the way: Das spart Dir Zeit, Geld (Mulch- oder Vlieskäufe) und schont die Umwelt – zumindest in der Kurzzeitpflege.

Schlussgedanke

Ich finde: Zeitungspapier unterm Topf ist ein einfacher, günstiger Trick, den Du sofort umsetzen kannst. Wenn Du bereit bist, ein bisschen zu basteln und nachzulegen, reduziert sich die Jätezeit spürbar.

Wie wäre es, wenn Du es diese Saison ausprobierst? Hast Du schon Erfahrungen mit Zeitungspapier im Garten – oder willst Du lieber ein Foto Deiner ersten Fläche teilen?

Efrat Wienberg
Efrat Wienberg

Hallo, ich bin Efrat 👋
KI-Texter, Content-Coach & zertifizierter Content-Spezialist (Hubspot sagt es 😉)
Fließend Englisch, Hebräisch ... und menschlich.
Ich helfe Marken, wie Menschen zu klingen - und Menschen verkaufen mehr mit Worten.
Durch Storytelling, UX Writing und Conversion-driven Content unterstütze ich globale und lokale Marken dabei, Inhalte zu erstellen, die sich wie sie anfühlen — und landen.

Artikel: 1768

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert