Rohrleger warnen: Diese drei Fette gehören niemals ins Abwasser

Verstopfte Rohre, stinkende Gerüche aus dem Abfluss und eine Rechnung beim Klempner, die Dich schlucken lässt — das passiert schneller, als Du denkst. Ich habe bemerkt, dass viele Leute in Deutschland immer noch Frittieröl oder Bratensatz einfach in die Spüle kippen. Jetzt handeln spart Zeit, Ärger und oft mehrere hundert Euro Reparaturkosten.

Warum normales Fett die Kanalisation ruiniert

Fett ist zuerst flüssig, aber es kühlt ab und wird fest — genau dort, wo Du es nicht brauchst: in Rohrbögen, Siphons und im städtischen Kanalsystem. Ich habe in meiner Arbeit gesehen, wie ein kleines Glas Bratfett über Monate zu einem fetten Block wachsen kann.

Kurzer Vergleich: Fett verhält sich wie Kerzenwachs in einem Rohr — es legt sich an die Innenwände und sammelt Haare, Seifenreste und Essensreste. Das Ergebnis: ein „Fatberg“, der mancherorts in deutschen Großstädten für Schlagzeilen sorgt.

Was genau passiert, wenn Fett reinkommt

  • Fett verklumpt beim Abkühlen und bildet Ablagerungen.
  • Emulgierte Fette (mit Spülmittel) wandern weiter und verfestigen sich später an kalten Stellen.
  • Große Ablagerungen führen zu Rückstau, Geruch und teuren Rohrreinigungen.

Die 3 Fette, die Du NIE ins Abwasser kippen darfst

1. Gebrauchtes Brat- und Frittieröl (z. B. Pommes- oder Frittieröl)

Das Öl aus der Fritteuse bleibt flüssig lange genug, um tief in die Rohre zu gelangen — und bildet dann Blockaden weiter unten.

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  • Beispiele: Altes Sonnenblumen-, Raps- oder Frittieröl.
  • Viele Leute denken, heißes Wasser löst das Problem — das verschiebt es nur.

2. Tierische Fette (Schmalz, Bratensatz, Speckreste)

Tierische Fette erstarren schnell bei Raumtemperatur und kleben am Siphon. Ich habe oft gesehen, wie Speckfett Ablagerungen bildet, die sich monatelang aufbauen.

  • Beispiele: Bratenfett, ausgelassenes Speckfett, Schmalzreste.
  • Diese Fette sind besonders klebrig — wie Karamell im Rohr.

3. Butter, Margarine und Backfette

Fette aus dem Backen oder Rühren erscheinen harmlos, sind aber reich an Zusatzstoffen, die im Rohr verklumpen. In meiner Praxis verursachen gerade Backfette oft überraschend hartnäckige Verstopfungen.

  • Beispiele: Butterreste vom Topf, Margarine aus der Restschüssel, Backfett-Abfälle.
  • Sie mischen sich mit Restmüll und bilden kompakte Klumpen.

Praktische Hacks: So entsorgst Du Fett richtig (Schritt für Schritt)

Übrigens: Es kostet kaum Zeit, und Du brauchst keine sonderlichen Tools.

  • Warten, bis das Fett etwas abgekühlt ist (noch warm, aber nicht heiß).
  • In ein hitzebeständiges Gefäß gießen — altes Einmachglas, leere Kaffeekanne oder Tetra Pak.
  • Gefäß verschließen und in den Restmüll werfen. Für kleine Mengen ist das der sicherste Weg.
  • Große Mengen: Beim Wertstoffhof/Altöl-Sammelstelle in Deiner Stadt (z. B. beim städtischen Betriebshof) abgeben — viele Gemeinden in Deutschland nehmen gebrauchtes Speiseöl an.
  • Oder: Abkühlen lassen, in Zeitungspapier wickeln und in die Restmülltonne geben.

Mein kleiner Trick, den kaum jemand macht

Ich fülle altes Öl in leere Milch- oder Saftkartons und stelle sie in die Gefriertruhe. Das Fett wird hart, Karton raus, zukleben — fertig zum Restmüll. In Städten wie Berlin, Hamburg oder München spart das auf Dauer jede Menge Ärger.

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Tipps, um Probleme zu vermeiden

  • Spülwasser und heißes Wasser sind kein Freifahrtschein — das Fett verlagert sich nur weiter.
  • Nutze ein Sieb im Waschbecken, um Essensreste zurückzuhalten.
  • Weniger ist mehr: Beim Braten weniger Öl verwenden, Fettreste mit Küchenpapier aufnehmen.
  • Für Haushalte mit viel Braten: Sammelglas bereitstellen und regelmäßig entsorgen.

Was tun, wenn das Rohr schon verstopft ist?

Wenn das Wasser langsam abläuft oder unangenehm riecht, probiere erst mechanische Maßnahmen:

  • Mit einem Pömpel (Saugglocke) arbeiten.
  • Abfluss-Sieb entfernen und Siphon abschrauben (Falls Du handwerklich bist).
  • Chemische Rohrreiniger? Finger weg — sie greifen oft Dichtungen an und schaden der Umwelt.
  • Bleibt der Erfolg aus: Rohrleger rufen. In meiner Erfahrung lohnt sich das bei hartnäckigen Fällen; sonst drohen Folgekosten.

Ein kleiner Hinweis zu Kosten: Eine professionelle Rohrreinigung kann je nach Aufwand und Stadt mehrere zehn bis mehrere hundert Euro kosten — das willst Du vermeiden.

Zum Schluss

Fett gehört nicht in die Spüle. Punkt. Mit wenigen Gewohnheiten sparst Du Dir Zeit, Gestank und teure Rechnungen — und tust Deiner Stadt etwas Gutes. Ich habe das selbst ausprobiert: Ein Glas für Altfett in der Küche hat mir mehrere Rohrreinigungen erspart.

Wie gehst Du mit Fettresten um? Hast Du einen speziellen Trick oder schon einmal einen Rohr-Desaster erlebt? Schreib’s in die Kommentare — ich bin neugierig auf Deine Geschichten.

Efrat Wienberg
Efrat Wienberg

Hallo, ich bin Efrat 👋
KI-Texter, Content-Coach & zertifizierter Content-Spezialist (Hubspot sagt es 😉)
Fließend Englisch, Hebräisch ... und menschlich.
Ich helfe Marken, wie Menschen zu klingen - und Menschen verkaufen mehr mit Worten.
Durch Storytelling, UX Writing und Conversion-driven Content unterstütze ich globale und lokale Marken dabei, Inhalte zu erstellen, die sich wie sie anfühlen — und landen.

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